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Krankheitserreger A-L
M N O P Q R S T U V W X Y Z

Alle gemachten Angaben gelten nur für die Klassifizierung der Erreger im Umgang mit der textilen Versorgung und nicht für eine Beurteilung einer Infektion im Umgang mit dem Patienten. Befolgen Sie hier bitte die Anweisungen ihres hausinternen Hygieneplanes und den Anweisungen des behandelnden Arztes. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

infektionsverdächtige Wäsche - keine weiteren  Maßnahmen notwendig
Gelber Plastiksack infektiöse Wäsche - Anlieferung gemäß Sortierplan im gelben Plastiksack
Roter Plastiksack infektiöse Wäsche - hier MRSA - Anlieferung im roten Plastiksack
HOCHINFEKTIÖS ! hochinfektiöse Wäsche - keine Anlieferung an die Wäscherei ohne Vordesinfektion

M
Gelber Plastiksack Madenwurmbefall (siehe Enterobiasis) / infektiös

Malaria / infektionsverdächtig

Malaria ist eine lebensgefährliche Infektionskrankheit, die durch einzellige Organismen (Plasmodien) hervorgerufen wird. Sie werden über eine bestimmte Mückenart, die Anophelesmücke übertragen. Die Plasmodien befallen die roten Blutkörperchen und vermehren sich dort. Sind die Erreger fertig entwickelt, platzt das Blutkörperchen und setzt neue Plasmodien frei. Die Zerstörung der roten Blutkörperchen ruft einen Fieberschub hervor. Die neuen Plasmodien befallen wiederum rote Blutkörperchen und vermehren sich dort weiter. So folgt ein Fieberschub auf den nächsten.

HOCHINFEKTIÖS ! Marburg-Virus-Infektion  (siehe Hämorrhagisches Fieber) / hochinfektiös

Die Marburg-Virus-Infektion ist eine virale Erkrankung, die hämorrhagisches (Blutungen auslösendes) Fieber hervorrufen kann. Sie zählt laut Infektionsschutzgesetz (IFSG) zu den meldepflichtigen Erkrankungen.

Masern / infektionsverdächtig

Die Krankheit Masern (Morbilli) ist eine durch das Masernvirus hervorgerufene, hochansteckende Infektionskrankheit. Neben den typischen roten Hautflecken (Masern-Exanthem) ruft die Erkrankung Fieber und einen erheblich geschwächten Allgemeinzustand hervor. Es können außerdem in seltenen Fällen lebensbedrohliche Begleiterscheinungen (Komplikationen) wie Lungen- und Hirnentzündungen auftreten.

Gelber Plastiksack Maul- und Klauenseuche / infektiös

Die Maul- und Klauenseuche wie (MKS) ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung bei Rindern und Schweinen und ist anzeigepflichtig. Auch andere Paarhufer wie Rehe, Ziegen und Schafe, aber auch Elefanten, Ratten und Igel können sich infizieren. Pferde sind nicht für MKS anfällig. Eine Infektion des Menschen tritt gelegentlich auf

Gelber Plastiksack Meningitis (Meningoenzephalomyelitis) / infektiös

Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute (Meningen). Bakterien oder Viren sind die häufigsten Verursacher der Meningitis. In vielen Fällen kommt es auch zu einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis). Der Arzt spricht dann von Meningoenzephalitis. Ist auch das Rückenmarkgewebe von der Entzündung betroffen spricht man von einer Meningoenzephalomyelitis.

Gelber Plastiksack Meningoenzephalomyelitis  (siehe Meningitis) / infektiös

Gelber Plastiksack Meningokokken-Meningitis (Meningitis epidemica) / infektiös

Die Meningokokken-Meningitis wird durch Bakterien (sog. Neisserien) verursacht. Es handelt sich bei der Erkrankung um eine eitrige Hirnhautentzündung. Die Bakterien gehören unterschiedlichen Gruppen an. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (mittels Atemluft). Die Erkrankung ist in Deutschland meldepflichtig!

HOCHINFEKTIÖS ! Milzbrand / hochinfektiös

Milzbrand (Anthrax)  ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem Tiere (Schweine, Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen) betrifft. Beim Menschen tritt die Krankheit vor allem in warmen Regionen mit intensiver Viehzucht auf, in industrialisierten Ländern ist sie sehr selten. Normalerweise infizieren sich Menschen, die engen Kontakt mit Tieren oder tierischem Material haben. Daher gilt Milzbrand auch als Berufserkrankung. Der Milzbrand-Erreger ist das Bakterium Bacillus anthracis.

Milzbrand ist eine meldepflichtige Erkrankung.

Molluscum contagiosum / infektionsverdächtig

Dellwarzen (Mollusca contagiosa, Mollusken) sind weltweit verbreitete, harmlose Wucherungen der Haut, die überall am Körper auftreten können und durch Viren verursacht werden. Sie zeigt sich durch kleine hellrote, perlähnliche Knötchen auf der Haut. Mollusken werden durch direkten oder indirekten Kontakt übertragen. 

Die Ansteckung mit dem so genannten Poxvirus verursacht Dellwarzen. Sie erfolgt entweder:

  • Durch direkten Körperkontakt, bei Kindern z.B. im Kindergarten, bei Erwachsenen beispielsweise beim Geschlechtsverkehr
  • Selten durch indirekten Kontakt, z.B. beim gemeinsamen Benutzen eines Handtuchs Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Entstehen der Dellwarzen vergehen zwei bis acht Wochen.

Mononukleose  (siehe Epstein-Barr-Virus-Infektion) / infektionsverdächtig

Roter Plastiksack MRSA / infektiös

MRSA ist die Abkürzung für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, und bezeichnet gegen Antibiotika resistente Stämme.

Methicillin ist – wie das Penicillin – ein Beta-Lactam-Antibiotikum, das als Testantibiotikum für die Antibiotika-Sensitivität von Bakterien benutzt wird. Ist ein Bakterium resistent gegen Methicillin, ist es damit nachgewiesen resistent gegen alle Beta-Lactam-Antibiotika. Da die Beta-Lactam-Antibiotika einen Großteil aller verfügbaren Antibiotika ausmachen, findet sich MRSA im Sprachgebrauch oft auch als Abkürzung für Multiresistenter Staphylococcus aureus. Daneben existiert im Deutschen die Bezeichnung ORSA, die synonym zu verwenden ist. Dabei steht das O für Oxacillin, ein anderes Beta-Lactam-Antibiotikum.

(siehe auch ORSA, ESBL, VRE)


Mucormykose / infektionsverdächtig

Mucoraceae sind Schimmelpilze. Für Erkrankungen des Menschen sind die Gattungen Mucor, Absidia und Rhizopus von Bedeutung. Die Erreger gelangen mit dem Staub in den Organismus. Eintrittspforte ist der Atemtrakt oder verletzte Haut. Die rhinozerebrale Mucormykose greift vom Nasen-Rachen-Raum auf die Nasennebenhöhlen über. Bei der pulmonalen Mucormykose gelangen die Erreger in die Lungenbläschen (Alveolen). Dort dringen sie in die Gefäße ein, wo sie sich vermehren.

Mumps (Ziegenpeter) / infektionsverdächtig

Mumps (Parotitis epidemica, Salivitis epidemica) ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die durch ein Virus (Mumps-Virus, Paramyxovirus parotitis) verursacht wird. Besonders charakteristisch ist die Schwellung der Speicheldrüsen, vor allem der Ohrspeicheldrüsen. 

Mycoplasma-Pneumonie / infektionsverdächtig

Bei Mycoplasmen handelt es sich um die kleinsten selbstständig vermehrungsfähigen Bakterien aus der Klasse der Mollicutes. Mycoplasmen sind als parasitär lebende Bakterien die Ursache für zahlreiche Krankheiten beim Menschen, Tieren und Pflanzen. Mycoplasma pneumoniae ist wichtigster Erreger der so genannten "atypischen Pneumonie". Aber auch Tracheobronchitis, Pharyngitis und weitere Krankheitsbilder können von M. pneumoniae verursacht werden. Zudem wird der Organismus mit Störungen des hämatopoetischen (blutbildenden) Systems, des zentralen Nervensystems, der Leber und Pankreas sowie kardiovaskulären Syndromen in Verbindung gebracht.

Gelber Plastiksack Mykobakteriose (außer Tuberkulose und Lepra) / infektiös

Die typischen Mykobakterien verursachen beim Menschen Tuberkulose und Lepra. Als "sonstige Mykobakterien" beschreibt man hingegen solche Erreger, die sich diesem Formenkreis entziehen. Der Begriff "atypische" Mykobakterien ist nicht mehr gebräuchlich, daher verwendet man die Bezeichnung MOTT (Mykobacteria other than tuberculosis). Die verschiedenen Formen der MOTT-Infektionen verursachen sehr unterschiedliche Krankheitsbilder. Art und Schwere der Krankheitszeichen sind abhängig von der Situation der Infektionsabwehr des Betroffenen. Zu den Symptomen zählen u. a. Infektionen der Haut: Eine Art der Mykobakterien (M. marinum) ist verantwortlich für die Entwicklung von geschwulstähnlichen Gewebe-Neubildungen (Granulomen). Dieses "Schwimmbadgranulom" kommt vor allem an Händen, Ellenbogen oder Knien von Personen vor, die häufig Kontakt mit Wasser haben. Eine andere Art (M. ulcerans) verursacht chronische Geschwüre (Buruli-Geschwüre), die sehr schwer heilen und große Vernarbungen hinterlassen können.

Andere Mykobakterien rufen in Medizinbetrieben Wundinfektionen hervor. Dies kommt jedoch äußerst selten vor.

Gelber Plastiksack Myelitis (siehe Meningo-enzephalomyelitis) / infektiös

Gelber Plastiksack Mykosen (je nach Krankheitserreger) / infektiös / infektionsverdächtig
Mykosen sind Pilzerkrankungen, die meistens durch Fadenpilze oder Sprosspilze ausgelöst werden. Fadenpilze befallen ausschließlich die Haut, zum Beispiel den Zwischenraum zwischen dem dritten und dem vierten Zeh beim Fußpilz. Die Infektion erfolgt durch Kontakt mit infizierten Hautschuppen. Sprosspilze, auch Hefepilze genannt, entfalten sich ebenfalls gern in feuchtwarmem Milieu und befallen sowohl größere Hautfalten (z. B. die Falte unter den weiblichen Brüsten sowie die Leistenbeugen) als auch Schleimhäute, etwa in der Mundhöhle und in der Vagina.


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N
Neue Grippe (H1N1) (umgspr. auch Schweinegrippe) / infektiös

Der Grippevirus A / H1N1 ist nicht neu. Bereits zweimal ist er historisch dokumentiert worden und hatte jedes Mal für eine weltweite Erkrankung (Pandemie) mit vielen Millionen Toten gesorgt:

1918 - 1920 wurde die Grippewelle "Spanische Grippe" genannt. Sie forderte insgesamt geschätzte 50 Millionen Todesopfer weltweit. 1977 - 1978 tauchte der Erreger wieder auf unter dem Namen "Russische Grippe". Weltweit starben dabei geschätzte 700.000 Menschen. Von einer Pandemie wurde damals nicht gesprochen, da vor allem junge Menschen unter 23. Jahren starben, nicht Menschen aller Altersklassen. Begründet wird das damit, dass ältere Menschen damals einen gewissen Immunschutz durch die erste Grippewelle von 1918 - 1920 besaßen.

2009 tauchte der Erreger erneut auf.  

Das Schwein als Namensgeber
 
1930 wurde der Erreger H1N1 erstmals bei Schweinen nachgewiesen. Für diese Tiere ist er aber nicht gefährlich und verläuft nicht tödlich. Der Subtyp A des H1N1-Erregers hat sich weiter entwickelt. Er ist eine Mischung aus Schweine, Vögel und Menschenvirus und kann sich daher auch von Mensch zu Mensch weiter verbreiten.
 
Wirkung des A / H1N1
 
Der A / H1N1 Virus gehört zur Familie der Influenza-Viren (Grippe-Viren). Insgesamt gibt es dabei 16 H-Typen und 9 N-Typen. Dabei stellt "H" die Hämagglutinie dar und "N" die Neuraminidase.

Die Zusammensetzung H1N1 des Subtypen A, auch Schweinegrippe genannt, wirkt also wie eine Grippe, da sie dieser Familie angehört.
 
Vermehrung des H1N1
 
Mensch und Tier dienen dem Virus als Wirt. Der Virus befällt vorzugsweise die Atemwege und nistet sich dort in einer Wirtszelle ein. Dort bilden sich dann bis zu 100.000 neue Influenzaviren, bevor die Wirtszelle abstirbt. Dabei werden die Viren freigesetzt und befallen neue Zellen.
 
So überlebt H1N1 ohne Wirt
 
Ohne Wirt wird es schwierig für den Virus zu überleben: Bei einer Temperatur von 20 °C kann der Virus immer noch 2 bis 8 Stunden "angetrocknet" überleben.  Bei 22 °C übersteht er nur noch in Exkrementen (Kot) und in Gewebe verstorbener Tiere. Wasser mit einer Temperatur von 0 °C bis 30 °C hält ihn ca. 4 Tage am Leben. In Eis (unter 0 °C) ist er praktisch unendlich lange überlebensgefährlich.

Jenseits von 22 °C wird es für den Virus schwierig: So kann es bei über 56 °C nur noch 3 Stunden überleben. Bei 60 °C stirbt er nach 30 Minuten. Ab 70°C stirbt der Virus ab.

Neugeborenen-Meningitis / infektionsverdächtig

Nokardiose / infektionsverdächtig

v.a. durch Nocardia asteroides verursachte, der Aktinomykose ähnliche Krankheit (eine Pseudomykose) bei Mensch u. Tier, vorwiegend an Lunge u. zentralem Nervensystem, mit Generalisierungstendenz, d.h. nicht durch Pilze verursachte, einer Mykose ähnliche Erkrankung.

Noroviren / infektiös

Noroviren gehören zur Familie der Caliciviren und sind weltweit verbreitet. Sie verursachen die klassische Magen-Darm-Grippe, welche meist direkt von Person-zu-Person übertragen wird. Die Infektionsdosis ist sehr gering, so reichen bereits 10 bis 100 Viruspartikel aus, um eine Erkrankung auszulösen. Der Grund für die hohe Infektiosität der Noroviren liegt auch darin, dass eine grosse Menge von Viruspartikeln über den Stuhl ausgeschieden werden. Weiter wird vermutet, dass die Noroviren für die Mehrzahl der nicht durch die klassischen bakteriellen Erreger (Salmonellen, Campylobacter) ausgelösten Durchfallerkrankungen verantwortlich sind.

Das Virus wird oral (via Mund) aufgenommen und führt innerhalb von ein bis zwei Tagen (Inkubationszeit) zu den typischen Symptomen der Noroviren-Erkrankung: massives und unkontrollierbares Erbrechen, begleitet mit starkem Durchfall. Bei älteren Personen können die Begleitsymptome (Übelkeit, Muskelschmerzen und Schlaffheit) bis zu einer Woche andauern. Die Symptome klingen meist in der Regel nach zwei bis drei Tagen ab.


NOROVIREN


Noroviren können einige Tage in der Umwelt überleben und bleiben in dieser Zeit ansteckend. Der Kontakt mit kontaminierter Wäsche (Bettwäsche, verschmutze Kleider usw.) von Erkrankten kann für eine Ansteckung genügen. Eine sachgemässe Behandlung der verschmutzten Wäsche ist deshalb wichtig. Meldepflichtig!


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O
Ornithose  (Papageienkrankheit) / infektionsverdächtig

Bei der Ornithose (Psittakose, Psittacose veraltet, Papageienkrankheit) handelt es sich um eine in Deutschland meldepflichtige Tierseuche (Zoonose), die vor allem von Vögeln übertragen wird. Diese schwere, grippeartige Allgemeinerkrankung verläuft in der Regel unter vorwiegender Beteiligung der Lungen (Bronchopneumonie) ab. Der Erreger ist das weltweit verbreitete Bakterium Chlamydophila psittaci.

Roter Plastiksack ORSA - (Oxacillin-resistenter Staphylococcus aureus) / infektiös

Staphylococcus aureus sind kugelförmige und unbewegliche Bakterien, die fast überall in der Natur vorkommen. Die Bakterien gehören zur Hautflora eines jeden Menschen und besiedeln die oberen Atemwege (Nase), Leistenregion, Rachen, im Dammbereich und sie kommen gelegentlich auch in Wunden, im Urin und Blut vor, ohne bei Gesunden Krankheitserscheinungen auszulösen.

Staphylokokken, die Resistenzen gegen Antibiotika der neusten Generation entwickelt haben werden MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus oder auch Multi-Resistenter-Staphylococcus-Aureus) oder ORSA (Oxacillin-resistenter Staphylococcus aureus) genannt. Bakterien, die Resistenzen entwickelt haben können für die Betroffenen eine Gefahr darstellen, jedoch führt eine Besiedlung mit resistenten Bakterien nicht häufiger zu Infektionen als bei ihren antibiotikaempfindlichen Verwandten.

MRSA / ORSA kommen in Einrichtung der stationären Pflege, wie in Krankenhäusern, Altenheimen und Sanatorien vor, da dort häufig Antibiotika verwendet werden und die Bakterien dann gegen diese resistent werden.

(siehe auch MRSA, ESBL, VRE)


Oxyuriasis (siehe Enterobiasis) / infektiös

Die Enterobiasis (synonym: Oxyuriasis) ist die häufigste Parasitose der gemäßigten Zonen. Verursacht wird sie durch den zu den Nematoden gerechneten Madenwurm (Enterobius vermicularis).


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P
Parainfluenzavirus-Infektion  / infektionsverdächtig

Parainfluenza wird durch das Parainfluenzavirus (ein zur Gruppe der Paramyxoviren zählendes Virus) erzeugt. Das Virus löst grippeähnliche Symptome aus. und ist weltweit verbreitet. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion.

Parathypus /  infektiös

Als Paratyphus bezeichnet man ein abgeschwächtes Krankheitsbild des Typhus, bei dem der Erreger nicht Salmonella typhi sondern Salmonella enteridisSerotyp Paratyphi A, B, oder C) ist. A und C kommen überwiegend in wärmeren Klimazonen vor, während B weltweit verbreitet ist. Paratyphus ist eine zyklische Allgemeininfektion. Die Erkrankung ist meldepflichtig.

Pediculasis (siehe Läusebefall) / infektiös

Pertussis  (siehe Keuchhusten) / infektionsverdächtig

HOCHINFEKTIÖS ! Pest  / hochinfektiös

Die Pest (v. lat. pestis = Seuche) ist eine hochgradig ansteckende Krankheit, die durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht wird.

Die Pest ist ursprünglich eine Zoonose von Nagetieren (Murmeltiere, Ratten, Eichhörnchen), bei deren Populationen sie endemisch sein kann. Daher auch der Begriff „Silvanische Pest“ (vom lat. silva „Wald“) bei sich daran unmittelbar ansteckenden Menschen.

Man unterscheidet vier Erscheinungsformen der Pest: Beulenpest auch Bubonenpest genannt (lat. bubo „Beule“), Pestsepsis, Lungenpest sowie die abortive Pest. Bei Pandemien treten alle Formen der Erkrankung auf, am häufigsten jedoch die Beulenpest und die Lungenpest. Aus einer Beulenpest entwickelt sich ohne Behandlung fast immer eine Pestsepsis, die zu einer Lungenpest führt. Meldepflicht!


Pfeifferisches-Drüsenfieber (siehe Epstein-Barr-Virus-Infektion) / infektionsverdächtig

Pharyngitis  / infektionsverdächtig

Eine Rachenentzündung (auch Pharyngitis genannt) ist eine Entzündung der Rachenschleimhaut. Sie tritt als Begleiterscheinung von entzündlichen Prozessen im Hals-Rachenbereich in Erscheinung. 

Meistens führen β-hämolysierende Streptokokken zur Pharyngitis. Die auftretenden Symptome sind grippeähnlich. Fieber, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Kopfschmerzen. Der Rachen und Gaumen sind gerötet und geschwollen. 

Bei der Nicht-bakteriellen Entstehung ist das Spektrum allerdings sehr breit. Es reicht von typischen Viren der Atemwege (Influenzavirus, Parainfluenzavirus, Adenoviren) bis hin zu den eher untypischen Viren (Herpes-simplex-Virus, Coxsackie-Virus und ECHO-Virus). Auch systemische Erkrankungen mit Epstein-Barr-Viren, Cytomegalie, Masern- oder Rötelnviren führen zur Pharyngitis.


Pneumocystis-carinii-Infektion / infektionsverdächtig

Pneumocystis carinii ist ein in Nagetieren vorkommender Pilz. Der Erreger wird den Schlauchpilzen (Ascomycota) zugeordnet. Lange Zeit wurde Pneumocystis carinii für den Erreger einer Lungenentzündung bei Immunschwäche gehalten. Heute weiß man jedoch, dass der Erreger Pneumocystis carinii unterscheidet. Für den Erreger im Menschen wurde daher der Name Pneumocystis jiroveci eingeführt.

Pneumokokken-Meningitis / infektionsverdächtig

Pneumokokken sind Bakterien der Art Streptococcus pneumoniae, die schwere Infektionen verursachen. Pneumokokken werden wie Erkältungen durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch weitergegeben. Sie besiedeln die Schleimhäute des Nasenrachen (Nasopharynx) und können eine Vielzahl von Krankheiten hervorrufen.

  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Mittelohrentzündung (Otitis media acuta)
  • Rachenentzündung (Pharyngitis)
  • Hirnhausentzündung (Meningitis)

Pneumonie (Lungenentzündung) / infektionsverdächtig


Bei der Lungenentzündung oder Pneumonie handelt es sich um eine akute oder chronische Entzündung des Lungengewebes. Sie wird meist durch eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen verursacht, selten auch toxisch durch Inhalation giftiger Stoffe oder immunologisch. Die Entzündung nach einer Röntgenbestrahlung wird meist als Pneumonitis bezeichnet. 

Man unterscheidet primäre und sekundäre Pneumonien. Erkrankt ein gesunder Mensch an einer Lungenentzündung, ohne dass er besondere Risikofaktoren aufweist, spricht man von einer primären Pneumonie. Im Gegensatz dazu findet sich bei der sekundären Pneumonie ein prädisponierender Faktor oder ein auslösendes Ereignis für die Krankheit.

Erreger primärer Lungenentzündungen sind meistens Pneumokokken, Staphylokokken und Viren wie das Grippevirus, Adenovirus und Parainfluenzaviren. Das Erregerspektrum verschiebt sich bei sekundären Pneumonien zu Viren der Herpes-Gruppe, Pilzen, Pneumocystis carinii, Protozoen (Toxoplamose), sowie anaeroben Bakterien.


HOCHINFEKTIÖS ! Pocken / hochinfektiös

Die Pocken, auch als Blattern bezeichnet, sind eine hochgradig ansteckende, lebensgefährliche Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird. Sie sind durch einen typischen Krankheitsverlauf mit charakteristischen Hautveränderungen gekennzeichnet, wobei zwei Formen der Erkrankung, die gefährlicheren echten Pocken und die harmloseren weißen Pocken, unterschieden werden. Der Erreger der Pocken sind Viren der Virusfamilie Poxviridae. Zur Familie der Poxviridea gehören die Gattungen Orthopoxvirus und Parapoxvirus. Die Erreger der Pocken beim Menschen sowie die Erreger der Kuhpocken gehören zur Gattung Orthopoxvirus. Meldepflicht! Seit 1977 sind keine Personen mehr an Pocken erkrankt.

Poliomyelitis (siehe Kinderlähmung) / infektiös

Pseudomonas / infektionsverdächtig

Die Bakterienart Pseudomonas aeruginosa ist weltweit verbreitet und führt vor allem bei Menschen, deren Immunabwehr geschwächt ist, zu Erkrankungen. Besonders bei Personen mit Mukoviszidose kann der Erreger zu Komplikationen führen. Eine Infektion mit Pseudomonas aeruginosa kann Lungenentzündungen, Wundinfektionen und Blutvergiftungen hervorrufen. Bei gesunden Menschen kommt es jedoch selten zu Erkrankungen durch das Bakterium. Da der Erreger eine feuchte Umgebung bevorzugt, kommt er fast überall vor und kann vor allem in Krankenhäusern zu Problemen (Nosokomialinfektionen) führen. 

Die Gattung ist klinisch besonders wichtig, weil die Mehrheit ihrer Mitglieder Resistenzen gegen Antibiotika aufweist. Außerdem sind sie fähig, bei höherer Zelldichte Biofilme (Schleime) zu bilden, die sie gegen Fresszellen und Antibiotika schützen. 

Vorbeugende Maßnahmen bestehen in der Einhaltung allgemeiner Hygieneregeln.


Psittakose (siehe Ornithose) / infektionsverdächtig

Puerperalsepsis (siehe Kindbettfieber) / infektiös / infektionsverdächtig



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Q
Q-Fieber / infektiös

Q-Fieber ist eine durch das strikt intrazellulär lebende, gramnegative Bakterium Coxiella burnetii verursachte Zoonose (von Tieren auf Menschen übertragene Krankheit), die in etwa 60% der Fälle asymptomatisch und selbstlimitierend verläuft, welches als so genannte Dauerform (Sporen) z.B. in Staub, auf Heu oder auf Wolle jahrelang überleben und infektiös bleiben kann. In Deutschland sind vor allem Schafe (Kot der Auwaldzecke) Träger des Erregers. Die Übertragung erfolgt meist durch Inhalation kontaminierten Staubs. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung kommt nur selten vor. Q-Fieber ist eine in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtige Erkrankung.


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R
HOCHINFEKTIÖS ! Rabies  (siehe Tollwut, Lyssa)  / hochinfektiös

Rattenbiß-Fieber / infektionsverdächtig

Diese Krankheit kommt weltweit vor, ist jedoch insgesamt selten. Erreger sind Spirillum minus und Streptobacillus moniliformis, die beim Biss einer Ratte übertragen wird. An der Bissstelle entstehen schmerzhafte purpurfarbene Infiltrationen, die ulzerieren. Fieber und Symptome einer Allgemeininfektion treten auf, unter wiederkehrenden Fieberschüben entstehen Durchfall, Erbrechen, Myalgien. Auch Endo- oder Myokarditiden, Hepatitis und Meningitis kommen vor, die Letalität ist niedrig. Bei S. moniliformis entsteht zunächst ein dunkelrotes, morbilliformes Exanthem, es folgen schmerzhafte Arthritiden und zuletzt eine Angina mit schwerer Dysphagie und einer Laryngitis, die Husten und Heiserkeit hervorruft.

Ratten können rein theoretisch etwa 120 Infektionskrankheiten übertragen.

Rhinovirus-Infektion / infektionsverdächtig

Die Rhinoviren sind Erreger, die den sogenannten Schnupfen oder auch Erkältung genannt erzeugen. Sie gehören zur Virusgruppe Picornaviridae (Name von pico = klein und RNA) und bilden dort den Genus Rhinovirus. Es werden bis heute 117 Serotypen unterschieden.

Rickettsiosen (außer Q-Fieber) / infektionsverdächtig

Zu der Gruppe der Rickettsiosen gehören eine Reihe von Erkrankungen, die weltweit vorkommen und zum Teil sehr verschiedenartige Krankheitsbilder verursachen. Rickettsiosen sind typischerweise Anthropozoonosen. Die Erreger sind kleine, gramnegative, kokkoide Stäbchenbakterien.

Die durch Rickettsien verursachten Erkrankungen sind das Brasilianische Fleckfieber (R. rickettsii), die Brill-Zinsser-Krankheit (R. prowazekii), Fleckfieber (R. prowazekii), murines Fleckfieber (R. mooseri), Rocky-Mountain spotted-Fieber (R. rickettsii), Japanisches Fleckfieber (R. japonica), Tsutsugamushi-Fieber (R. tsutsugamushi), Zeckenbissfieber (synonym: Boutonneuse-Fieber; R. conorii, R. australis, R. sibirica, R. israeli) und Rickettsienpocken (Rickettsia akari). Auch das durch Coxiella burnetii verursachte Q-Fieber wird zu den Rickettsien gezählt.

Ringelröteln (siehe Erythema infektiosum) / infektionsverdächtig

Ritter-von-Rittershain-Dermatitis / infektiös

Unter der Bezeichnung Stapylogenes Lyell-Syndrom werden verschieden schwere Hauterkrankungen zusammengefasst. Diese werden durch Exotoxin bildende Stämme von Staphylococcus aureus hervorgerufen. Im englischen Sprachraum und im ICD-10 wird die Erkrankung Staphylococcal scalded skin syndrome (SSSS) genannt.

Die schwerste Form des SSSS wird bei Neugeborenen Dermatitis exfoliativa neonatorum oder Morbus Ritter (Gottfried Ritter von Rittershain, 1820–1883, Kinderarzt aus Prag) genannt. Morbus Ritter und staphylogene TEN beginnen im Vorläuferstadium oft mit unspezifischen Symptomen. In der akuten Phase tritt ein erythematöser Ausschlag auf. Von den Regionen um Mund und Augen breitet sich der Ausschlag zum Körperstamm und dann zu den Extremitäten aus. Die Haut ist meist sehr rau und empfindlich, Ödeme um die Augen herum treten auf, Kinder leiden oft unter Fieber und Reizbarkeit.

Röteln / infektionsverdächtig

Röteln sind eine Viruserkrankung, die wegen ihrer hohen Ansteckungsfähigkeit meist im Kindsalter auftritt. Sie werden durch Tröpfcheninfektion übertragen (Husten, Niesen, etc.). Oft verlaufen Röteln ohne Beschwerden, sie werden kaum bemerkt, oder sie äußern sich als fieberhafte Krankheit mit typischem Hautausschlag und geschwollenen Lymphknoten.

Der Erreger der Röteln ist ein Virus, genannt Rubivirus, welches als Erbmaterial RNA besitzt und zur Familie der Togaviren gehört.

Roseola infantum (siehe Drei-Tage-Fieber) / infektionsverdächtig

Rotlauf  (Erysipeloid / Erysipel) / infektionsverdächtig

Der Rotlauf bezeichnet eine gerötete (erythematöse) Hauterscheinung als Symptom des
  • Erysipels oder auch des
  • Erysipeloids (hier oft speziell als Schweinerotlauf bezeichnet).

Rotz / infektiös

Der Rotz (lateinisch: Malleus) ist eine Krankheit, die üblicherweise Einhufer befällt (beispielsweise Pferde oder Esel, aber auch Hunde und Katzen). Sie wird durch Burkholderia mallei übertragen und verläuft typischerweise chronisch. Symptome des Malleus sind Geschwüre an Haut und Schleimhäuten sowie an inneren Organen. Rotz gilt in Deutschland als ausgerottet.

Auch Menschen können an Rotz erkranken, der Rotz-Erreger wird deshalb als biologischer Kampfstoff eingesetzt. Es gibt keine Schutzimpfung.

RS-Viren-Infektion / infektionsverdächtig

"RS- Virus" ist die englische Abkürzung für Respiratory Syncitial Virus. In den Wintermonaten verursacht dieses Virus die meisten Fälle von akuter Bronchitis bei kleinen Kindern. Durch Hautkontakt wie Schmusen und selten durch Tröpfcheninfektion (z.B. Niesen) wird das RS-Virus übertragen. Die Ansteckungsgefahr ist hoch.

Rückfallfieber / infektionsverdächtig

Rückfallfieber ist eine durch Bakterien (Borrelien) ausgelöste Infektion. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts war Rückfallfieber noch weltweit verbreitet, heute kommt es nur noch in Regionen mit schlechten hygienischen Verhältnissen vor.  Man unterscheidet, je nach Erreger und Überträger zwei verschiedene Arten: das Läuserückfallfieber und das Zeckenrückfallfieber. Die Erreger des Läuserückfallfieber werden durch Kleiderläuse von Mensch zu Mensch übertragen. Eine direkte Infektion ist jedoch nicht möglich.

Das Zeckenrückfallfieber wird durch Zeckenstich (Lederzecken) übertragen.

Ruhr (durch Amöben bedingt, Amöbiasis) / infektionsverdächtig

Die Amöbiasis wird durch eine Infektion durch die zu den Protozoen gehören Entamoeba (E.)-Spezies verursacht. Unterschieden werden dabei Infektionen durch E. histolytica, die in die Darmwand eindringen können und dadurch eine klinische Symptomatik hervorrufen, von den apathogenen E. dispar. 

Infektionen durch Amöben treten insbesondere in tropischen Ländern mit niedrigem Hygienestandard auf. Die Amöbiasis gehört mit den häufigsten Darminfektionen, die bei Individualreisenden in endemische Länder auftritt.

Übertragen werden Amöben auf dem fäkal-oralen Weg, wobei hierbei insbesondere auch kontaminierte Lebensmittel eine wichtige Rolle spielen.

Ruhr (bakteriell bedingt, Shigellose) / infektiös

Die Ruhr, auch als bakterielle Dysenterie bezeichnet, ist eine weltweit vorkommende, häufige Ursache von Durchfallserkrankungen. Verursacht wird die Ruhr durch mehrere Shigellen (S.)-Spezies, darunter S. sonnei, S. flexneri, S. dysenteriae und S. boydii. Shigellen gehören zu den gramnegativen Stäbchenbakterien.

Shigellen werden von Infizierten mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Ansteckung erfolgt auf fäkal-oralem Weg oder durch kontaminierte Lebensmittel, Wasser oder durch eine Schmierinfektion. Außerhalb des Körpers bleiben Shigellen nur eine kurze Zeit infektiös, während sie zum Beispiel in gekühlten Speisen über einen längeren Zeitraum vital bleiben. Ein weiterer Übertragungsweg ist die mechanische Verschleppung von Stuhlpartikeln durch Insekten. 

Nach der Aufnahme der Shigellen kommt es zur Invasion der Dickdarmmukosa, was zur Entzündung und eitrig-blutigen Diarrhöen führt. Für die initialen Krankheitserscheinungen ist ein Enterotoxin, das sog. Shiga-Toxin, verantwortlich. Diese Toxin verursacht sowohl zytotoxische als auch enterotoxische Effekte.


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S
Salmonellose / infektiös

Eine Salmonellose ist eine von Salmonellen verursachte infektiöse Gastroenteritis, die aufgrund mangelnder Hygienemaßnahmen durch den Genuss verseuchten Trinkwassers bzw. den Verzehr infektiöser Lebensmittel hervorgerufen wird und daher auch als Lebensmittelvergiftung bezeichnet werden kann.

Es sind an die 2500 verschiedenen Salmonella-Serotypen bekannt. Im April 2004 wurde die Unterart Salmonella choleraesuis entdeckt, die gegen die meisten bisher verfügbaren Antibiotika resistent ist. Eine Infektion mit diesem sehr virulenten Erreger kann tödlich verlaufen.

Die wesentlichen durch Salmonellen verursachten Erkrankungen sind:
  • Brech-Durchfall durch Salmonella enteritidis, Salmonella typhimurium u.a. als Salmonellose im engeren Sinn oder Salmonellenenteritis
  • Typhus durch Salmonella typhi
  • Paratyphus durch Salmonella paratyphi

Scharlach / infektionsverdächtig

Scharlach wird durch β-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A ausgelöst (v.a. Streptococcus pyogenes). Diese müssen einen Bakteriophagen besitzen, der für die Produktion des Scharlach-Toxins verantwortlich ist. Ansonsten kommt es nur zu einer banalen eitrigen Mandelentzündung. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfchen- und Kontaktinfektion über Mund und Rachen. Auch über offene Wunden kann der Erreger übertragen werden (Wundscharlach). Viele Gesunde tragen unbemerkt den Keim in sich und sind die primäre Infektionsquelle.

Schistosomiasis (siehe Bilharziose) / infektionsverdächtig

Schlafkrankheit / infektionsverdächtig

Die Schlafkrankheit ist Infektionskrankheit, die durch den Stich der Tsetsefliege übertragen wird. Die Erreger der Schlafkrankheit sind einzellige Lebewesen (Trypanosomen). Es handelt sich hierbei nicht um Bakterien.

Schnupfen / infektionsverdächtig

Bei der akuten Rhinitis – dem gewöhnlichen Schnupfen – handelt es sich in der Regel um einen harmlosen Infekt und damit um eine „infektiöse Rhinitis“ , die durch eine Vielzahl von Viren – vor allem Rhinoviren (eine Gattung des Picornavirus) und Adenoviren – ausgelöst werden kann. Hauptmerkmal ist eine laufende Nase und die Verstopfung der Nase durch die Anschwellung der Schleimhäute.

Insgesamt sind mehr als 200 „Schnupfenviren“ mögliche Auslöser einer viralen Rhinitis, wie sie im Rahmen einer „Erkältung“ auftritt. Darunter fallen auch Erreger wie das Poliovirus und die drei Subtypen des Influenzavirus.

Schweinegrippe  (siehe Neue Grippe / H1N1) / infektiös

Shigellose  (siehe Ruhr, bakteriell bedingt) / infektiös

Skabies  (siehe Krätze) / infektionsverdächtig

Soor-Mykose / infektionsverdächtig

Unter Soor oder Candidose versteht man eine Pilzinfektion mit Candida albicans, einem häufig auch auf gesunder Haut oder der Schleimhaut angesiedeltem Hefepilz. Candida albicans gehört zu den fakultativ pathogenen Keimen. Welcher genaue Mechanismus dafür verantwortlich ist, dass sich aus dem harmlosen Kommensalen ein schwere Krankheitsbilder verursachender Keim entwickelt, ist bisher ungeklärt. Die massenhafte Vermehrung des Pilzes wird begünstigt durch die Einnahme weiblicher Sexualhormone (z.B. die "Pille"), durch Zuckerkrankheit, Schwangerschaft, Cortisoneinnahme und Antibiotika.

Spulwurmbefall  (siehe Askariasis) / infektionsverdächtig

Roter Plastiksack Staphylokokken-Erkrankungen / infektiös (MRSA) / infektionsverdächtig
Staphylokokken (gr. σταφυλόκοκκος, wörtlich in etwa „die Traubenkugel“) sind unbewegliche, rundliche, weintraubenähnlich angeordnete, nicht sporenbildende grampositive Bakterien aus der Gruppe der Kokken. Sie besiedeln als Kommensalen die Haut und Schleimhäute von Menschen und Tieren und kommen auch in der Umwelt, einschließlich auf Lebensmitteln, vor. Die Staphylokokken-Spezies mit der höchsten pathogenen Potenz sowie generell einer der bedeutendsten Krankheitserreger beim Menschen ist   Staphylococcus aureus.

staphylococcus

Methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA) sind die für den Menschen am gefährlichsten gewordenen Stämme, da sie durch den Erwerb eines zusätzlichen Penicillin-Bindeproteins (PBP2), nicht mehr mit beta-Lactamantibiotika (Oxacillin, Methicillin) bekämpft werden können. Darüber hinaus besitzen diese Stämme oftmals weitere Resistenzeigenschaften gegen verschiedene Antibiotikaklassen.

Streptokokken-Erkrankungen / infektionsverdächtig

Streptokokken (lat. Streptococcus) sind kokkale (rundliche), grampositive und fakultativ anaerobe Bakterien, die sich bevorzugt in Ketten anordnen. Sie sind etwa 0,5 bis 1 µm groß und gehören der normalen Bakteriengesellschaft an, die in und am Menschen siedelt, können aber auch schwere Erkrankungen verursachen. Manche Streptokokkenarten kommen in vielen Formen mit verschiedenen Antigentypen vor. So sind von Streptococcus pneumoniae 84 verschiedene Stämme bekannt, die sich in der Struktur ihrer Polysaccharidhülle unterscheiden. Jeder dieser Stämme stellt einen unterschiedlichen Serotyp dar.

streptococcus

Syphilis (siehe Lues) / infektionsverdächtig


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T  
Tetanus  (Wundstarrkrampf) / infektionsverdächtig

Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, welche die muskelsteuernden Nervenzellen befällt und durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst wird. Die resistenten Sporen des Bakteriums kommen überall vor, auch im Straßenstaub oder in der Gartenerde. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Sporen in Wunden. Das Bakterium vermehrt sich und sondert Giftstoffe (Toxine) ab: Das Toxin Tetanospasmin schädigt die muskelsteuernden Nervenzellen und verursacht dadurch die typischen Lähmungen und Muskelkrämpfe. Das Toxin Tetanolysin ist herzschädigend.

HOCHINFEKTIÖS ! Tollwut  (siehe Lyssa) / hochinfektiös


Totenwäsche  (je nach Todesursache) / hochinfektiös / infektiös / infektionsverdächtig

HOCHINFEKTIÖS !    

Toxoplasmose / infektionsverdächtig

Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Toxoplasma gondii übertragen wird. Sie tritt häufig auf und kann Menschen aller Altersgruppen betreffen. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt. Der Mensch dient nur als Zwischenwirt, der Hauptwirt sind Katzen und katzenartige Raubtiere. Im Darm der Katze vermehrt sich der Parasit und entwickelt Vorstadien (Oozysten), die über den Kot in großer Zahl ausgeschieden werden. Nach einem bis vier Tagen Reifung an der Luft werden die Oozysten infektiös und bleiben dies auch einige Monate lang.

Trachom / infektiös

Ein Trachom ist eine bakterielle Entzündung des Auges, die mit Erblindung enden kann.

Sie wird durch eine Infektion mit Chlamydia trachomatis (Serotypen A,B und C) über direkten Kontakt zwischen Schleimhäuten der Augen, Nase und des Mundes hervorgerufen oder kann durch gemeinsame Benutzung von Waschlappen oder Handtücher übertragen werden. Nach 5 bis 12 Tagen Inkubationszeit treten die Symptome einer Konjunktivitis auf, zusätzlich treten u.a. Schwellungen der Lymphknoten, geschwollene Augenlider und tränende Augen auf.

Trichinose / infektionsverdächtig

Trichinen (Trichinella) sind eine Gattung der Fadenwürmer (Stamm Nematoda) mit parasitischer Lebensweise. Säugetiere, Vögel und Menschen dienen als Zwischen- und Endwirt. Hauptüberträger für den Menschen sind Hausschweine bzw. deren rohes Fleisch (Mett). Bei Befall spricht man von Trichinellose, wobei der Mensch wahrscheinlich einen Fehlwirt darstellt, da die Trichinen diesen nicht mehr verlassen (können) und dieser gewöhnlich nicht zur weiteren Fortpflanzung der Trichinen beiträgt. Durch Trichinen verursachte Erkrankungen beim Menschen sind meldepflichtig.

Trichomoniasis / infektionsverdächtig

Die Trichomoniasis gehört zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen (STD) und wird durch den Parasiten Trichomonas vaginalis verursacht. Durch den Erreger wird eine Entzündung der Schleimhäute der Geschlechtsorgane sowie der Harnwege hervorgerufen.

Trichomonas vaginalis gehört zu den Protozoen, also einer Form von einzelligen Lebewesen. Innerhalb der Protozoen gibt es verschiedene Untergruppen, die sich hinsichtlich ihrer Bewegungsorganellen unterscheiden. Trichomonas vaginalis gehört zur Untergruppe der Flagellaten, also den Geißeltierchen, die sich mit Hilfe ihrer Flagellen, also Geißeln, aktiv fortbewegen können.

Trichuriasis / infektionsverdächtig

Bei der Trichuriasis handelt es sich um eine weltweit verbreitete Helminthose, die durch Trichuris trichiura (Peitschenwurm) verursacht wird.

Der Peitschenbandwurm ist ein Fadenwurm, der den Dickdarm besiedelt und sich dort mit seinem Vorderende in die Schleimhaut einbohrt. Die Länge der Würmer beträgt zwischen 35 bis 45mm. Pro Tag produziert jeder Wurm bis zu 10000 Eier, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Im feuchten Boden entwickelt sich innerhalb von 3 Wochen eine infektionstüchtige Larve. Gelangen menschliche Fäkalien auf kopfgedüngtes Gemüse oder Salat kann es durch Verzehr zur oralen Aufnahme der Erreger kommen. Die Lebensdauer des Wurmes beträgt im Darm des Menschen bis zu 10 Jahren.

Tripper  (siehe Gonorrhoe) / infektionsverdächtig

Tuberkulose  / infektiös

Die Tuberkulose (kurz TBC, früher auch die Schwindsucht) ist eine Infektionskrankheit. Sie wird durch Mycobacterium tuberculosis verursacht. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Tröpfcheninfektion von erkrankten Menschen in der Umgebung. Sind Keime im Auswurf (Sputum) nachweisbar, spricht man von „offener“ Tuberkulose. Durch Husten entsteht dann ein infektiöses Aerosol, wobei die Erreger stundenlang in der Raumluft verbleiben.

Der wichtigste Erreger der Tuberkulose, Mycobacterium tuberculosis, ist ein aerobes gram-positives Stäbchen-Bakterium, das sich alle 16 bis 20 Stunden teilt. Verglichen mit anderen Bakterien, die Teilungsraten im Bereich von Minuten haben, ist dies extrem langsam. M. tuberculosis ist in der Lage, schwachen Desinfektionsmitteln zu widerstehen. Nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist der feststellende Arzt nach § 6 Abs. 1 verpflichtet, die Erkrankung sowie den Tod an einer behandlungsbedürftigen Tuberkulose zu melden, auch wenn ein bakteriologischer Nachweis nicht vorliegt.

HOCHINFEKTIÖS ! Tularämie (siehe Hasenpest) / hochinfektiös

Typhus / infektiös

Typhus ist eine schwere Durchfallerkrankung, die weltweit vor allem in warmen Ländern mit schlechten Hygienebedingungen vorkommt. Der Erreger des Typhus ist Salmonella enterica Serotyp Typhi bzw. Paratyphi A, B und C. Die Übertragung erfolgt vorwiegend durch die Aufnahme von Wasser und Lebensmitteln, die durch Ausscheidungen (Stuhl, Urin) verunreinigt wurden. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, kommt insgesamt aber selten vor.


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U
Ulcus molle (weicher Schanker) / infektionsverdächtig

Das Ulcus molle gehört neben der Syphilis, der Gonorrhoe und dem Lymphogranuloma inguinale zu den vier Geschlechtskrankheiten im Sinne des deutschen Gesetzes. Es wird durch eine Infektion mit dem Bakterium Haemophilus ducreyi ausgelöst, das praktisch nur beim Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Das Ulcus molle äußert sich wenige Tage nach der Ansteckung durch in der Regel sehr schmerzhafte kleine Hautgeschwüre an den Geschlechtsorganen. Besonderes bei Frauen kann die Infektion aber auch völlig symptomlos verlaufen.


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V
Varizellen (Windpocken, Zoster) / infektiös

Windpocken (Varizellen, Zoster) zählen zu den durch Tröpfcheninfektion übertragenen Viruserkrankungen (Varicella-Zoster-Virus). Aufgrund der hohen Ansteckungsfähigkeit treten sie meist im Kindesalter auf. Durch schlafende, in Nervenendungen liegende Viren kann außerdem nach vielen Jahren eine Zweiterkrankung durch denselben Virus, die Gürtelrose, hervorgerufen werden.


Viren

Viren (Singular: das Virus, von lat. virus, -i, n. „Gift, Saft, Schleim“) sind intrazelluläre Parasiten in Zellen von Lebewesen. Viren enthalten das Programm (einige Viren auch weitere Hilfskomponenten) zu ihrer Vermehrung und Ausbreitung, besitzen aber keinen eigenen Stoffwechsel und sind deshalb auf den Stoffwechsel der Wirtszelle angewiesen.

Viren kommen in zwei Erscheinungsformen vor:

  • Nukleinsäure (DNA oder RNA) in den Zellen des Wirts. Die Nukleinsäure enthält die Informationen zu ihrer Replikation und zur Reproduktion der zweiten Virusform (genannt Virion). Die Wirtszelle repliziert die Nukleinsäure (Vermehrung).
  • Partikel, Virionen genannt, die zur Verbreitung des Virus aus den Wirtszellen ausgeschleust werden. Sie bestehen aus der Nukleinsäure, einer Proteinhülle und oft weiteren funktionalen Bestandteilen. Die Wirtszelle produziert außer der Virus-Nukleinsäure auch die anderen Bestandteile der Virionen.
Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel, denn sie besitzen kein Zytoplasma, das ein Medium für Stoffwechselvorgänge darstellen könnte, und ihnen fehlen sowohl Ribosomen wie auch Mitochondrien. Daher können sie allein keine Proteine herstellen, keine Energie umwandeln und sich auch nicht selbst replizieren. Im Wesentlichen ist ein Virus also eine Nukleinsäure, auf der die Informationen zur Steuerung des Stoffwechsels einer Wirtszelle enthalten sind, insbesondere zur Replikation der Virus-Nukleinsäure und zur weiteren Ausstattung der Viruspartikel (Virionen). Wenn Viren einmal ihre Wirtszellen verlassen haben, stellen sie in der Regel rasch jegliche Aktivität ein.

Roter Plastiksack VRE / Vancomycinresistente Enterokokken / infektiös

Enterokokken gehören zur großen Gattung der Streptokokken (Streptococcaceae). Sie sind gram-positiv und natürlicher Bestandteil der Darmflora von Wirbellosen und Wirbeltieren. Sie siedlen auf Pflanzen und im Erdboden. Von den 17 Arten finden sich beim Menschen E. faecalis und E. faecium im Darm. Vancomycinresistente Enterokokken (VRE) haben sich durch unkritischen Einsatz von Antibiotika als Mastbeschleuniger in der Tierhaltung gebildet. Sie sind damit resistent gegen das letzte "Reserveantibiotika" Vancomycin aus der Gruppe der Glycopeptide.

Bei Infektion / Kolonisation durch VRE sind in der Klinik daher Maßnahmen zu ergreifen, die denen von MRSA ähnlich sind.
(siehe auch MRSA, ORSA, ESBL)


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W
Weicher Schanker (siehe Ulcus Molle) / infektionsverdächtig

Windpocken (siehe Varizellen) / infektiös

Wundstarrkrampf (siehe Tetanus) / infektiös


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Y
Yersiniose (Enteritis infectiosa) / infektiös

Unter der Sammelbezeichnung Yersiniose werden durch Yersinia-Bakterien verursachte Krankheitsbilder zusammengefasst. Die enterale Yersiniose ist eine infektiöse Durchfallerkrankung mit krampfhaften Bauchschmerzen und Fieber. Sie wird durch bestimmte Serotypen von Yersinia enterocolitica oder Yersinia pseudotuberculosis verursacht. Infektionsquellen können kontaminierte Lebensmittel (rohes Fleisch), Trinkwasser oder Haustiere sein. Damit zählt sie auch zu den Zoonoosen.

Wegen ihrer Symptome wird sie auch als Pseudoappendizitis bezeichnet. Sie fällt in Deutschland unter die meldepflichtigen Erkrankungen.


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Z
Zecken-Enzephalitis (siehe Arthopoden bedingte Enzephalitiden)  / infektionsverdächtig

Ziegenpeter (siehe Mumps) / infektionsverdächtig

Zoster  (siehe Windpocken) / infektiös

Zystizerkose (Bandwurmbefall)  / infektiös

Zystizerkose wird verursacht durch Finnenbefall von Schweine- oder (selten) Rinderfinnenbandwurm. Durch Aufnahme mit durch menschliche Fäkalien verunreinigter Nahrung / Trinkwasser bzw. durch unhygienisches Verhalten bei Bandwurmträgern selbst (Autoinfektion) kann es zu einer Zystizerkose kommen (Entwicklung von Finnen und Zysten aus den Eiern im Menschen statt im Schwein als Zwischenwirt).

Zytomegalie (siehe Cytomegalie) / infektionsverdächtig


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