A
Appretur
(von frz: apprét = Ausrüstung, Zurichtung)
-> siehe auch Schlichte;
bezeichnet die veredelnde Behandlung von Stoffen und Textilien, aber
auch Garnen und Fasern sowie Papier und Leder, um ihnen ein besonderes
Aussehen und/oder bestimmte Eigenschaften zu geben. Dazu
gehören besondere Oberflächenstrukturen, Steifheit,
Weichheit, Glanz, Dichte, Glätte, Geschmeidigkeit aber auch
Wasserabweisende-, Antistatische-, Flammhemmende- oder Antimikrobielle
Ausrüstungen. Das Bedrucken, Färben, Bleichen und
Waschen wird in der Regel nicht der Appretur zugeordnet.
Vor allem um den Herstellungsprozess zu optimieren, werden auswaschbare
Appreturen eingesetzt. Beispielsweise werden auf Chemiefasern
Antistatika aufgebracht, um während der maschinellen
Verarbeitung eine elektrostatische Aufladung zu verhindern. Entweder
werden diese Chemikalien im weiteren Herstellungsverlauf wieder
entfernt, weil sie sich auf nachfolgende Bearbeitungsschritte
nachteilig auswirken könnten. Oder das fertige Produkt
verliert die jeweilige Eigenschaft beim ersten mal Waschen bzw.
innerhalb kurzer Zeit durch normalen Gebrauch.
Die Atlasbindung
ist eine der drei Grundbindungen für gewebte Stoffe. Sie
zeichnet sich durch gleichmäßig verstreute
Bindungspunkte aus, welche sich nicht berühren.
Der Rapport umfasst mindestens fünf Kett- und fünf
Schussfäden. Da jeder Kettfaden innerhalb des Rapports nur
einmal abbindet, haben Atlasgewebe lange Flottungen, welche die
Eigenschaften und das Aussehen der Ware wesentlich bestimmen.
Atlasbindige Gewebe haben unterschiedliche Warenseiten, sind also nicht
gleichseitig. Man
unterscheidet zwischen Kett- und Schussatlas,
je nachdem, welche Fäden das rechte (obere) Warenbild
bestimmen.
Ausstattung
Die Ausstattungsmenge im Bereich der textilien Versorgung, richtet sich
nach dem Belieferungsrhythmus des WäschereiDienstleisters und
dem Wechselverhalten innerhalb einer Einrichtung oder eines Hotels. Im
Gesundheitswesen, wird das Wechselverhalten z.B. der Schutzkleidung,
aber auch des Wechsels im Bereich der Bett- und Frotteewäsche
sehr oft im Qualitätsmanagement (QM) vorgeschrieben. Wichtig
ist die bedarfsgerechte Bereitstellnung der Textilien vor allem zu
Spitzenzeiten (im Hotelgewerbe) oder an Wochenenden und Feiertagen, an
denen normalerweise keine Belieferung durch den Dienstleister erfolgt.
B
Baumwolle
ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Pflanzen der Gattung
Baumwolle (Gossypium). gewonnen wird. Die Faser wird meist zu
dünnen Fäden gesponnen, aus denen Textilien
hergestellt werden können. Baumwollgewebe sind - z.B.
gegenüber Kunstfasern - sehr saugfähig,
Baumwollstoffe sind subjektiv sehr hautfreundlich (sie "kratzen" nicht)
und gelten hinsichtlich ihres Allergiepotentials als
äußerst verträglich.
Berufskleidung
oder Berufsbekleidung
ist Kleidung, die bei der
Ausübung eines Dienstleistungsberufes getragen wird, die
entweder das Schützen des Körpers (daher auch
Schutzkleidung) oder aber eine eindeutige Erkennbarkeit erfordert. In
einigen Berufen wird das Tragen von Berufskleidung vorgeschrieben.
Berufskleidung
ist eine übliche Kleidung eines Berufes, deren Beschaffung
grundsätzlich dem Arbeitnehmer obliegt, aber nach den
Anforderungen der geschuldeten Arbeit in der Auswahl begrenzt sind. (vgl.
Urteil des Bundesarbeitsgericht vom 13. Februar 2003 (Az. 6 AZR 536/01).
...nach
oben
C
Chemiefasern weisen in der Regel den Vorteil auf,
haltbarer, formbeständiger und preisgünstiger zu
sein. Sie werden aus nicht erneuerbaren Rohstoffen (Erdöl,
Erdgas und Kohle) hergestellt und haben daher im Moment in bezug auf
die Umwelt Imageprobleme. Durch die verschiedensten Variationen in der
Zusammensetzung und der chemisch-physikalischen Verfahren lassen sich
die unterschiedlichsten Chemiefasern herstellen.
Chemiefasern
werden häufig mit
Naturfasern gemischt, sowohl um die Nachteile der Chemie- als auch jene
der Naturfasern auszugleichen. Es gibt sechs Gruppen von
Synthetikfasern, wobei Polyester, Polyamid und Polyacryl den
Großteil der Produktion ausmachen. Die wichtigsten
Eigenschaften und Einsatzbereiche dieser drei Gruppen sind in der
nachstehenden Tabelle dargestellt.
| Faser
|
Markenbezeichnung |
Merkmale |
Pflege |
Verwendung |
Polyester |
Avitron,
Crimplene, Dacron, Diolen, Grilene, Tergal, Terital, Tersuisse,
Terylene, Trevira |
vielseitigste
und häufigste Synthetikfaser, sehr knitterarm, scheuerfest,
gute Licht- und Formbeständigkeit. Häufig in
Mischgeweben, unangenehm auf der Haut, elektrostatische Aufladung
|
Wäsche
30 bis 60 Grad |
Damen-,
Herren-, Kinderbekleidung, Krawatten, Schals |
Polyamid |
Nylon,
Antron, Dorix, Enkalon, Grilon, Nylsuisse, Nyltest, Perlon, Rhoatex
Helanca, Tactel, Vivalon |
sehr
knitterarm, reiß- und scheuerfest, hohe
Formstabilität, starke elektrostatische Aufladung; neigt zum
Ergrauen und Vergilben, empfindlich gegen Hitze, nimmt wenig
Schweiß und Feuchtigkeit auf, trocknet schnell. |
Feinwäsche
bei 30 Grad; nur anschleudern, nass aufhängen (gilt nur bei
100% Polyamid) |
Damenstrümpfe
und -wäsche; Verstärkungsmaterial für Socken
und Strümpfe; Sport- und Regenbekleidung |
Polyacryl
(nitril) |
Acrilan,
Crylor, Dolan, Dralon, Leacril, Orlon |
sehr
knitterarm, lichtbeständig, weicher wollähnlicher
Charakter; elastisch, mäßig reiß- und
scheuerfest; geringe Neigung zu Pilling, wenig Feuchtigkeitsaufnahme,
dadurch geringer Tragekomfort |
Feinwäsche
30 bis 40 grad |
Strickwaren
(Pullover, Schals, Hauben) |
Die
wichtigsten Vorteile der Kunstfasern: sie
gehen nicht ein, sind leicht zu waschen und trocknen schnell. Die
Nachteile: sie saugen kaum Schweiß auf und laden
sich leicht elektrostatisch auf, sie benötigen niedrige Wasch-
und Bügeltemperaturen.
Chlor
Die hohe Reduktionsfreudigkeit (Chlor ist ein Oxidationsmittel) von
Chlor führte zum Einsatz von Chlor als Bleichmittel
(beispielsweise Papierindustrie). In dieser Rolle wird es wegen seiner
Umweltschädlichkeit immer mehr durch Wasserstoffperoxid
ersetzt. Nicht wegzudenken ist Chlor wegen seiner
Reaktionsfähigkeit in der chemischen Industrie, wo es in
Endprodukten wie z. B. PVC, Bleichmittel und Salzsäure
anzutreffen ist. Chlor ist eine wichtige Grundchemikalie bei der
Herstellung von Polyurethan und Polycarbonat.
Chlor
wird als preiswertes Desinfektionsmittel
für das Trinkwasser eingesetzt. Vorteilhaft gegenüber
anderen Mitteln ist die so genannte Depot-Wirkung. D. h. nach der
Zugabe im Wasserwerk wirkt es auch im Rohrleitungsnetz noch
über längere Zeit desinfizierend.
Außerdem
verwenden die meisten
Schwimmbäder es in sehr kleiner Dosierung als
Desinfektionsmittel für ihr Badewasser. Der typische
Schwimmbadgeruch ist deshalb der Geruch von Chlor.
Cretonne
ist ein Baumwollgewebe aus groben
Garnen in Leinwandbindung. Cretonne ist fest im Griff und zeigt keinen
Glanz. Cretonne ist vergleichbar mit Nesselgewebe
D
Damast
(aus dem
Italienischen; nach arabisch
دمشق dimašq, Name der Stadt Damaskus) ist ein Gewebe mit
eingewobenem Muster. Er ist nicht an spezielle Fasern gebunden.
Das
Muster wird meist durch Abwechseln
verschiedener Atlasbindungen erzeugt. Weil das Gewebe normalerweise
unifarbig ist, wirkt das Muster sehr dezent, man sieht es vor allem bei
schrägem Lichteinfall.
Kompliziertere
Muster müssen auf einer
Jaquard-Webmaschine gewoben werden. Generell werden solche sogenannt
wechselbindigen Gewebe Jacquard, nach dem Erfinder des
Jaquardwebstuhls, genannt. Nur im Spezialfall, dass sich ein Muster aus
AtlasbindungDamaskus in Syrien, woher der Stoff auch seinen Namen hat.
abwechselt (Zwischen dem Muster glänzende Seite, auf dem
Muster matte Seite vorne) spricht man von Damast. Einstmals bezeichnete
man sogar nur in beschriebenem Stil gewobene, florale Motive als
Damast. Der Begriff bezeichnete ursprünglich einen schweren
Seidenstoff aus
Damast
wurde zuerst in China produziert. Sein
Gebrauch verbreitete sich über Indien, Persien und Syrien bis
nach Europa hinein. Während des 12. Jahrhunderts wurde der in
Damaskus produzierte Stoff so populär, dass der Stoff den
Stadtnamen übernahm.
Sehr
populäre Anwendungen sind unifarbige
Tischtücher und Bettwäsche.
Dekubitus
- Druckgeschwüre, auch Dekubitalgeschwüre genannt,
sind Schädigungen der Haut und des darunterliegenden Gewebes
aufgrund eines längere Zeit einwirkenden Drucks.
Der Begriff Dekubitus stammt aus dem Lateinischen von decumbere und
bedeutet "sich niederlegen, das Liegen". Gemeint ist damit das
"Sichdurchliegen" der Kranken. Ursprünglich wurden
Druckgeschwüre als "Gangraena
per decubitum" bezeichnet, was sich vom griechischen
gangraina = "fressendes Geschwür" ableitet und "faulige Wunde
durch das Liegen" bedeutete. Später blieb davon nur die
Kurzform Dekubitus übrig.
Desinfektion
bedeutet im
übertragenen Sinne „Keimfrei machen“. Laut
dem Deutschen Arzneimittelbuch (DAB) bedeutet
„Desinfektion“: „Totes oder lebendes
Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr infizieren
kann“.
Zur
Desinfektion verwendet man verschiedene Desinfektionsmittel. Technisch
unterscheidet man zwischen Desinfektion und Sterilisation. Von
Desinfektion spricht man bei einer Keimreduktion um einen Faktor vom
mindestens 10-5, soll heißen: von
ursprünglich
100.000 vermehrungsfähigen Keimen (so genannte koloniebildende
Einheiten - KBE) überlebt nicht mehr als ein Einziger.
| Desinfektionsmittel |
Bakterien |
Sporen |
Pilze |
Viren |
Anwendung |
| Oxidationsmittel |
bakterizid |
sporozid |
fungizid |
viruzid |
Haut,
Schleimhaut, Oberflächen, Instrumente |
Halogene
(Chlor, Iod) |
bakterizid |
langsam
sporozid |
fungizid |
viruzid |
Chlor:
Oberflächen, Wasser
Iod: Haut, Schleimhaut |
| Alkohole |
bakterizid |
wirkungslos |
fungizid |
viruzid |
Haut,
Schleimhaut, Oberflächen, Instrumente |
| Aldehyde |
bakterizid |
langsam
sporozid |
fungizid |
viruzid |
Oberflächen,
Instrumente |
| Phenole |
bakterizid
/ bakteriostatisch |
wirkungslos |
fungizid |
viruzid
(variabel) |
Haut,
Schleimhaut, Oberflächen, Instrumente |
| Ethylenoxid |
bakterizid |
wirkungslos |
fungizid |
viruzid |
Oberflächen,
Instrumente, thermostabile Arzneimittel, Lebensmittel |
| Detergenzien |
bakterizid
(variabel) |
wirkungslos |
fungistatisch |
wirkungslos |
Haut,
Schleimhaut |
| Chlorhexidin |
bakteriostatisch |
wirkungslos |
fungistatisch |
virustatisch |
Haut,
Schleimhau |
...nach
oben
E
Einlauf
(siehe Schrumpfen)
...nach
oben
F Der
Fleck ist eine
sichtbare Verfärbung einer Oberfläche.
Im Allgemeinen werden Flecken
als Schmutzflecken verstanden. Dieses sind üblicherweise
sichtbare Verfärbungen eines Trägermaterials, welche
durch ungewollte Zugabe eines Zweitstoffes entstanden sind.
Schmutzflecken sind in diesem Zusammenhang als ausgefüllte
zweidimensionale Verfärbung des Trägermaterials zu
verstehen.
Zur
Entfernung oder Minderung der verschiedenartigsten Flecken auf
Textilien existieren zahlreiche Mittel. Häufig wird zur Fleckentfernung die
Chemische Reinigung bemüht. Grundsätzlich sichert,
soll ein Fleck schnell und ohne chemische Hilfsmittel entfernt werden,
eine zuvor eingeholte Information vor weiterem Ungemach. So werden
Flecken, welche Eiweißstoffe (Proteine)
enthalten, wenn mit warmem Wasser behandelt, fest mit dem Gewebe
verbunden, da das Eiweiß bei über 42 Grad Celsius
gerinnt (Denaturierung).
Gerade bei Blutflecken
hilft daher kaltes Wasser, welches die Flecken ausspült ohne
das Eiweiß gerinnen zu lassen. Blutflecken lassen sich aber
noch besser mit Aspirin entfernen.
Flotte (Flüssigkeit) steht für
eine meist wässrige Flüssigkeit, in der Textilien
gewaschen, gebleicht, gefärbt oder imprägniert werden.
Dabei meint der Begriff Flotte die Gesamtheit aus
Lösungsmittel (meist Wasser) und alle darin enthaltenen
(gelösten, emulgierten oder dispergierten) Bestandteile wie
Farbstoffe, Chemikalien und Hilfsmittel. Entsprechend ihrer Verwendung
bezeichnet man Flotten zum Bleichen als Bleichflotte, zum
Färben als Färbeflotte und zum Waschen als
Waschflotte.
Das Flottenverhältnis hängt vom verwendeten Verfahren
und eingesetzter Maschine ab. Der Trend in der Industrie geht - wo
möglich - zu kurzen (kleinen) Flottenverhältnissen.
Dies hilft Wasser und Energie zu sparen, also wirtschaftlicher und
umweltverträglicher (Abwasser) zu produzieren. Analog spricht
man von "langer Flotte" bei hohen Flottenverhältnissen wie
1:100.
Frottee,
auch Frotté (aus
dem franz., von lat.: frictare, kräftig reiben) ist ein Gewebe
mit besonderer Saugfähigkeit und angenehmen Griff, welches
hauptsächlich für Heimtextilien (Handtücher,
Waschlappen, Fixleintücher und Bademäntel) verwendet
wird. Charakteristisch sind die kleinen Schlingen, Knötchen
und Noppen.
G
Garn
ist nach DIN 60900 ein Sammelbegriff für alle
linienförmigen textilen Gebilde. Danach ist ein Garn
sinngemäß ein langes, dünnes Gebilde aus
einer oder mehreren Fasern. Es ist ein textiles Zwischenprodukt,
welches zu Geweben, Gestricken und Gewirken verarbeitet werden kann
oder auch zum Nähen verwendet wird. Unterscheidungen von
Garnen:
Nach
der Konstruktion der Garne (Garnaufbau):
- Einfachgarne
- Gefachte
Garne (ein- oder mehrstufige Vollzwirn)
- Spezialgarne
Nach
dem eingesetzten Spinnverfahren:
- nass
gesponnene Garne (Nassspinnverfahren)
- trocken
gesponnene Garne (Trockenspinnverfahren)
- nach dem
Spinnen gezwirnte Garne (Vollzwirn)
Gewebe
(siehe Textilgewebe)
H
HACCP
- Ab
dem 01. Januar 2006 gilt in der gesamten Europäischen Union
ein neues Hygienerecht. Die Verordnung hat die deutsche
Lebensmittelhygieneverordnung ersetzt.
Das "Hazard Analysis
Critical Control
Point" - Konzept (HACCP-Konzept) stammt aus den USA.
Das Konzept wurde im Jahr 1959
entwickelt, als ein
amerikanischer Lebensmittelhersteller von der Raumfahrtbehörde
NASA beauftragt wurde, ein weltraumgeeignetes Lebensmittel
herzustellen, welches weitestgehende Sicherheit beeinhaltete.
Dieses präventive Konzept wurde
anschleßend mit der NASA weiterentwickelt und im Jahr 1971 in
den USA als HACCP-Konzept
veröffentlicht und dokumentiert. Erst im Jahr 1985 wurde die
Anwendung durch die US National Academy of Science
(NAS) empfohlen.
Seitdem
wurde das System weltweit erprobt und
weiterentwickelt. HACCP bedeutet die Installation eines
Eigenkontrollsystems durch die Betriebe, das die Lebensmittelsicherheit
gewährleistet und der Abwehr der gesundheitlichen Gefahren
dient.
Die
Einführung, Durchführung und
Wartung eines HACCP-Systems wird von sieben Grundsätzen
umrissen. Dabei sind bestimmte Voraussetzungen notwendig: ein
umfangreiches Wissen über Ursachen, Wirkungsbeziehungen,
Behandlungsformen und Arbeitsschritte, Zusammensetzung eines
Lebensmittels und die Gesundheit eines Menschen. Das
Eigenkontrollsystems muss Vorgaben berücksichtigen
für:
- Betriebsstätten
(Sauberkeit, Temperatur, Sanitäreinrichtungen, Beleuchtung)
- Räume
(Reinigung von Fußböden, Wandflächen,
Decken, Fenstern, Oberflächen)
- Anlagen und
Geräte (Sauberkeit, Installation, Instandhaltung)
- Umgang mit
Lebensmitteln (Warenannahme, -überprüfung, -lagerung,
-beförderung)
- Personal
(Schutzkleidung, Verhalten, Schulungen)
Das
HACCP-Konzept
Hazard
–
Gefahren
Analysis
–
Analyse
Critical
–
kritischer
Control
–
Kontroll-
Point
–
Punkte
HACCP
ermöglicht eine Risikoanalyse und die Beherrschung der
kritischen Punkte im Umgang mit Lebensmitteln. HACCP ist ein
Sicherheitskonzept mit dem Ziel, Gesundheitsgefährdungen
auszuschließen. Seine Durchführung umfasst folgende
Grundsätze:
Grundsatz 1:
Identifizierung der möglichen Gefährdung(en) auf
allen Stufen der Lebensmittelherstellung von der Erzeugung
über die Behandlung, Verarbeitung und Verteilung bis zum
Verbrauch. Abschätzen der Wahrscheinlichkeit des Vorkommens
der Gefährdung(en) und Festlegen der
Vorbeugemaßnahmen zu ihrer Beherrschung.
Grundsatz
2: Bestimmen
der Stellen, Behandlungs- und
Verfahrensstufen, an denen sich die Gefährdung(en) ausschalten
oder die Wahrscheinlichkeit ihres Vorkommens verringern lässt
(CCP = kritische Kontrollpunkte). Eine „Stufe“ ist
jedes Stadium der Lebensmittelherstellung und/ oder
–bearbeitung einschließlich der Rohmaterialien, des
Wareneingangs, der Herstellung, Gewinnung, Beförderung,
Zusammenstellung, Behandlung Lagerung usw.
Grundsatz 3:
Festlegung der kritischen Grenzwerte (Sollwerte), deren Einhaltung
sicherstellt, dass der CCP unter Kontrolle ist.
Grundsatz
4: Einrichtung eines Systems zur
Überwachung der CCPs durch planmäßige
Prüfungen oder Beobachtungen.
Grundsatz
5: Festlegungen von
Korrekturmaßnahmen, die zu ergreifen sind, sobald die
Überwachung anzeigt, dass ein bestimmter CCP nicht mehr unter
Kontrolle ist.
Grundsatz 6:
Einrichten von Bestätigungsverfahren mit ergänzenden
Prüfungen oder Maßnahmen, die sicherstellen, dass
das HACCP-System einwandfrei funktioniert.
Grundsatz 7:
Einrichten einer Dokumentation, die alle mit
diesen
Grundsätzen und ihrer Anwendung zusammenhängenden
Verfahren und Berichte umfasst.
Halbleinen
sind glatte oder gemusterte Gewebe (z.B. Wäschestoffe) aus
Flachs- und Baumwollgarnen, jeweils in Kette oder Schuss.
Halbzwirn
(siehe Vollzwirn)
Das
Wort Hygiene kommt aus dem
Griechischen (υγιεινή
[τέχνη], (hygieiné)
und bedeutet "der Gesundheit zuträgliche Kunst". Es leitet
sich von der griechischen Göttin der Gesundheit,
Hygéia, ab. Im engeren Sinn werden unter Hygiene
die Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten
bezeichnet, insbesondere die Reinigung und Desinfektion.
Die einfachste Hygienemaßnahme
ist das Waschen der Hände mit Seife und die Mundhygiene.
Weitere hygienische Maßnahmen
- Steriles
Arbeiten
- Schutzhandschuhe
- Mundschutz
- Desinfektion
- Das
ausgiebige Waschen der Hände mit hautfreundlicher Seife,
danach die Hände an einem sauberen Handtuch abtrocknen
- Das
Einreiben der Hände mit speziellen Desinfektionsmitteln, unter
beachtung der Einwirkzeit. (Händedesinfektion)
- Isolierung
- Reinigung
- Reinigung
von medizinischen Instrumenten mit Desinfektionsmitteln
- Spülen
von Geschirr und Besteck in der Küche mit Spülmittel
- Waschen
der Kleidung mit heißem Wasser und Waschpulver,
gegebenenfalls auch mit "Fleckenteufel"
- Reinigung
des Fußbodens mit speziellen Reinigungsmitteln, zum Beispiel
Fliesenreiniger oder Parkettreiniger
...nach
oben
I
Indanthren ist ein synthetisch hergestellter
Küpenfarbstoff mit höchsten Echtheiten für
Färbungen und Drucke speziell für Textilfasern auf
Zellulosebasis. Die mit Indanthren-Farbstoffen gefärbten
Fasern genügen höchsten Ansprüchen und
besitzen ausgezeichnete Wasch-, Koch-, Licht-, Wetter- und
Chlor-Echtheiten.
Erstmals wurde 1901 die Indanthren-Synthese durch René Bohn
(1862-1922) durch Verschmelzen von 2-Amino-anthrachinon in Alkali
durchgeführt. Indanthren-gefärbte Stoffe werden mit
dem gleichnamigen Warenzeichen (Indanthren®) ausgezeichnet und
seine Benutzung darf nur mit Einverständnis der BASF,
Ludwigshafen, erfolgen.
Infektion
bezeichnet das aktive oder
passive Eindringen, Anhaften und Vermehren von Krankheitserregern
(Mikroorganismen) in einen Wirt (Makro-Organismus). Tritt durch die
Vermehrung eine Schädigung des Wirtes mit entsprechenden
Symptomen ein, entsteht aus der Infektion eine Infektionskrankheit. Der
Wirt kann sich aber unter Umständen durchaus auch gegen die
eingedrungenen Krankheitserreger wehren, ohne krank zu werden. Dann
spricht man von einer inapparenten Infektion. Solche inapparenten
Infektionen können dennoch durchaus eine Immunität
gegen weitere Infektionen mit dem gleichen Erreger hinterlassen (Stille
Feiung).
J
Joseph-Marie
Jacquard (* 7.
Juli 1752 in Lyon;
† 7. August 1834 in Rhône) war ein
französischer Erfinder, der durch seine Weiterentwicklung des
Webstuhls entscheidend
zur industriellen
Revolution beitrug. Die wichtigste Verbesserung von Jacquards Musterwebstuhl
gegenüber all seinen Vorläufern bestand darin, dass
er die Nockenwalze der österreichischen Webstühle
durch das Endlosprinzip der Lochkartensteuerung ersetzte. Dadurch
konnten endlose Muster von beliebiger Komplexität mechanisch
hergestellt werden.
...nach
oben
K
Die
Kettfäden
(auch Kette genannt) sind die Fäden, die bei der Herstellung
eines Gewebes in Längsrichtung liegen.
Sie werden von den Schäften der Webmaschine angehoben und
abgesenkt, um eine bestimmte Bindung des Gewebes zu erhalten. Deshalb
spricht man auch von Ketthebung, wenn der Kettfaden auf der rechten
(oberen) Warenseite über dem Schussfaden, bzw. von
Kettsenkung, wenn er darunter liegt.
Da die Kettfäden beim Weben höheren mechanischen
Belastungen ausgesetzt sind als die Schussfäden,
sind sie oft dicker als diese und werden zusätzlich mit
sogenannter Schlichte behandelt, um einem Fadenbruch vorzubeugen.
Durch Verwendung gefärbter Kett- und/oder Schussfäden
sind farbige Muster möglich, man spricht dann von Buntgewebe.
Kontinueanlagen
sind
stetig oder taktweise arbeitende Waschstraßen,
bei denen das Waschgut vollautomatisch und kontinuierlich gewaschen
wird, ohne Maschinenstillstand durch Be- und Entladung.
...nach
oben
L
Leasing
(von engl. to lease
= „mieten, pachten“) ist eine Finanzierungsform,
bei der das Leasinggut vom Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen Zahlung
eines vereinbarten Leasingentgelts zur Nutzung überlassen
wird. Leasingverträge haben ähnlichen Charakter wie
Mietverträge. Von der Miete unterscheidet sich Leasing durch
die Tatsache, dass die mietvertraglich geschuldete Wartungs- und
Instandsetzungsleistung bzw. Gewährleistungsanspruch auf den
Leasingnehmer überwälzt wird. Dies geschieht im
Austausch gegen die Abtretung der Kaufrechte seitens des Leasinggebers
und die Finanzierungsfunktion (Vollamortisation) beim Leasing. Nach
Ende des Leasingvertrags geht das Leasinggut an den Leasinggeber
zurück oder wird an den Leasingnehmer oder einen Dritten
veräußert.
Für
den Leasingnehmer bietet Leasing folgende Vorteile:
- Die
Liquidität wird geschont (es findet jedoch ein
kontinuierlicher Liquiditätsabfluss statt)
- Die
Leasingraten sind als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar.
Voraussetzung: steuerliche Zurechnung lt. §39 AO des
Leasing-Objekts auf den Leasinggeber unter Berücksichtigung
der Leasingerlasse des BFH. Leasing ist nur steuerlich akzeptiert, wenn
kein automatischer Eigentumserwerb des Leasingnehmers stattfindet,
sonst wertet das Finanzamt das Leasing als versteckten Abzahlungskauf.
- Leasing ist
für ein junges Unternehmen nur sinnvoll, wenn es Gewinn
erwirtschaftet, damit es seine Steuerlast mindern kann. Zwar ist ein
Verlustvortrag möglich, der zahlt sich aber nur aus, wenn das
Unternehmen die Gewinnzone erreicht. Leasing ist nachteilig, wenn ein
junges Unternehmen vor Erreichen der Gewinnzone in Insolvenz geht.
- Leasing ist
bilanzneutral (kommt der Kreditwürdigkeit des Unternehmens zu
Gute): Steuerrechtlich einwandfreie, d.h. entsprechend den
Leasingerlassen gestaltete Leasingverträge, mit dem Recht der
Aktivierung beim Leasinggeber, sind grundsätzlich
bilanzneutral und erscheinen somit nicht in der Bilanz des
Leasingnehmers, der lediglich die Leasing- bzw. Mietaufwendungen in
seiner Gewinn- und Verlustrechnung als Betriebsausgaben verbucht. Der
Leasinggeber aktiviert die Leasinggegenstände als Anlage- bzw.
Vermietvermögen und schreibt sie gemäß den
AfA-Zeiten ab.
- Die
Leasingkosten sind periodisch wiederkehrende Zahlungen, die parallel
zur Nutzung des Leasingobjekts anfallen. Finanzielle Vorleistungen sind
nicht notwendig, da das Objekt sich laufend selbst finanziert ("pay as
you earn"-Effekt/Kostenkongruenz)
- Die
periodischen Leasingzahlungen dienen der innerbetrieblichen Planung als
sichere Kalkulationsgrundlage
- Die Vorteile
von Leasing schaffen Möglichkeiten für betriebliche
Innovationen und Rationalisierungen
- Eine
Entsorgung bei Vertragsende durch den Leasingnehmer entfällt -
das Leasing-Objekt wird nach Ablauf der Leasingzeit an den Leasinggeber
zurückgegeben
Dem
gegenüber stehen folgende Nachteile:
- Der
Leasingnehmer erwirbt kein Eigentum am Leasinggut und hat somit keine
Möglichkeiten für einen eventuellen Verkauf bei
Nichtnutzung.
- Die
Gesamtkosten des Leasing sind, betrachtet man den gesamten
Nutzungszeitraum, i.d.R. höher als bei einem fremdfinanzierten
Kauf des Objektes, weil der Leasinggeber das Ausfallrisiko kalkulieren
muss und auch einen Gewinn erwartet.
- Bindung an
die Vertragslaufzeit - Unternehmen muss die Leasingraten auch bei
Nichtnutzung weiterhin zahlen.
Leinen
ist eine Faser aus der Pflanze Flachs und der daraus entstandene Stoff
(oder Gewebe). Stoffe aus Leinen wurden ab dem Beginn des 20.
Jahrhunderts durch Baumwolle und Kunstfaser
zurückgedrängt. Leinen wird auch Leinwand oder Linnen
genannt (franz. Toile).
Linon ist
ein Baumwollstoff der Leinen imitiert. Ausgangsmaterial ist ein "Cretonne"
oder ein "Renforcé" – ein feiner
leinwandbindiger Baumwollstoff – der dann eine leicht glänzende
"Appretur" erhält – also eine Beschichtung. Leider ist der Glanz nicht
von Dauer, denn die Appretur wäscht sich bald aus. Verwendet wird Linon
hauptsächlich für relativ preiswerte Bettwäsche. Wer einmal in
Bettwäsche aus reinem Leinen geschlafen hat, wird sich allerdings nicht
täuschen lassen!
Logistik
wird definiert als integrierte Planung, Organisation, Steuerung,
Abwicklung und Kontrolle des gesamten Material- und Warenflusses mit
den damit verbundenen Informationsflüssen, beginnend beim
Lieferanten, durch die (eigenen) betrieblichen
Wertschöpfungsstufen (z.B. Produktions- und/oder
Distributionsstufen), bis zur Auslieferung der Produkte beim Kunden,
inklusive der Abfallentsorgung und des Recyclings.
...nach
oben
M
Mako bezeichnet eine hochwertig, ägyptische
Baumwollsorte von bräunlichgelber Farbe, langstapelig (34 bis
38 mm), fein, für Trikotagen.
Auch Bezeichnung für aus Mako hergestellte Waren.
Mangel
ist eine Maschine, die aus zwei parallelen Walzen im geringen Abstand
besteht, von der zumindest eine angetrieben wird. Mit Hilfe einer
Mangel kann ein Werkstoff gestreckt werden. Im industriellen Einsatz
ist dieses Verfahren als Kalandrieren bekannt.
Wäschemangel
(um 1925) Vor der Erfindung des Wäschetrockners und des
Dampfbügeleisens gab es die Wäschemangel, mit deren
Hilfe gewaschene Wäsche entwässert und gleichzeitig
flachgepresst wurde.
Die Merzerisation
(Mercerisation)
ist ein Veredelungsverfahren für Baumwollgewebe, das erstmals
vom Engländer John Mercer (Chemiker) entwickelt wurde. Er
bemerkte beim Filtrieren von Natronlauge durch ein Baumwolltuch, dass
das Gewebe aufquoll und anschließend deutlich andere
Eigenschaften aufwies.
Beim Merzerisieren wird die Baumwollfaser durch den Einfluss von
alkalischen Substanzen und mechanischer Streckung in der
Längsschnittstruktur von bändchenartig zu zylindrisch
verändert. Die Querschnittstruktur wird von
nierenförmig zu rund verändert. Diese
Stukturveränderungen führen zu
- seidenartigem,
waschbeständigem Glanz,
- besserer
Färbbarkeit,
- höherer
Festigkeit und
- besserer
Dimensionsstabilität
Das
Verfahren
erhöht die
Qualität der Textilien wesentlich, ist aber sehr kostspielig.
Daher wird es nur bei Textilien der höchsten Qualität
angewandt.
Mischgewebe ist ein
Gewebe aus verschiedenen
Materialien, wobei die
Gewichtsanteile wie unter Mischgarne erläutert anzugeben ist, z.B.
PES/Wo 55/45. Erreicht ein Rohstoff 85% des Gesamtgewichtes, genügt die
Angabe seines Gewichtsanteils.
Erreicht kein
Rohstoffanteil 85%, sind die Gewichtsanteile der vorherrschenden
Fasern anzugeben (ausser Wolle) und die Fasern deren Gewichtsanteil
unter 10% liegt, nur aufzuzählen.
MRSA ist die
Abkürzung für
Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, und bezeichnet gegen
Antibiotika resistente Stämme.
Methicillin
ist – wie das Penicillin
– ein Beta-Lactam-Antibiotikum, das als Testantibiotikum
für die Antibiotika-Sensitivität von Bakterien
benutzt wird. Ist ein Bakterium resistent gegen Methicillin, ist es
damit nachgewiesen resistent gegen alle Beta-Lactam-Antibiotika. Da die
Beta-Lactam-Antibiotika einen Großteil aller
verfügbaren Antibiotika ausmachen, findet sich MRSA im
Sprachgebrauch oft auch als Abkürzung für
Multiresistenter Staphylococcus aureus. Daneben existiert im Deutschen
die Bezeichnung ORSA,
die synonym zu verwenden ist. Dabei steht das O
für Oxacillin, ein anderes Beta-Lactam-Antibiotikum. (siehe
auch Krankheitserreger M-Z)
N
O
Der Öko-Tex
Standard 100 deckt die humanökologische
Komponente textiler Neuprodukte in einer ökologischen
Gesamtsicht ab. Er beurteilt die Schadstoffbelastung in Textilien. Die Prüfungen werden von den in der
Internationalen Gemeinschaft für Forschung und
Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie
organisierten Institute vorgenommen. Diese Institute arbeiten alle nach
festgelegten Standards und sind berechtigt, Ware mit der Auszeichnung "Textiles Vertrauen -
Schadstoffgeprüfte Textilien nach Öko-Standard 100"
zu versehen.

...nach
oben
P
Pflegesymbole (siehe Textilpflegesymbole)
Piqué
(franz. = gesteppt), Baumwoll- oder Viskosegewebe mit musterbildender,
straff gespannter Steppkette und Füllschuß. Zwischen
dem leinwandbindigen Obergewebe und dem Untergewebe befindet sich der
Füllschuß, der mit der Steppkette die reliefartige
Musterung ergibt.
Je nach Konstruktion unterscheidet man:
- Echter
Piqué ==> 2-kettig / 2-schüssig
- Halb-Piqué
==> 2-kettig / 1-schüssig
- Falscher
Piqué ==> 1-kettig / 1-schüssig,
Oberflächenstrukturierung durch Bindung (Pikee-
oder Waffelbindung).
Polyester sind
Polymere mit Esterbindungen –[–CO–O–]– in ihrer Hauptkette. Zwar kommen
auch in der Natur Polyester vor, doch heute versteht man unter
Polyester eher die große Familie synthetischer Polymere (Kunststoffe),
zu denen die viel verwendeten PolycarbonatePolyethylenterephthalat
(PET) gehören und vor allem das Polyethylenterephthalat (PET)
gehören.
Stoffe oder künstliche Felle
aus Polyester werden unter verschiedenen Handelsnamen vertrieben:
- Fleece
- Polarguard
- Thermolite
- Trevira
Q
Qualität
(lat.: qualitas =
Beschaffenheit, Eigenschaft, Zustand) wird nach DIN EN ISO 9000:2000,
der gültigen Norm zum Qualitätsmanagement, als „Grad,
in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen
erfüllt“, definiert.
Die Qualität
gibt damit an, in welchem Maße ein Produkt (Ware oder
Dienstleistung) den bestehenden Anforderungen entspricht. Die Benennung
Qualität kann zusammen
mit Adjektiven wie schlecht, gut oder ausgezeichnet verwendet werden. Inhärent
bedeutet im Gegensatz zu zugeordnet einer Einheit innewohnend,
insbesondere als ständiges Merkmal. Entscheidend
für die Qualität eines Produktes nach ISO 9000 ist
nicht sein Preis oder die Güte der verwendeten Materialien.
Entscheidend ist, dass die gestellten Anforderungen an das Produkt
erfüllt werden. Dabei müssen sowohl die objektiv
messbaren Eigenschaften und Vorgaben des Produzenten als auch die
subjektiven Erwartungen der Kunden erfüllt werden.
R
Renforcé (frz. renforcer = verstärken)
ist mittelfeine, klassische Baumwollgrundware in Leinwandbindung.
Verwendung für Blusen, Kleider und Bettwäsche.
...nach
oben
S
Satin ist
ein Gewebe, welches mit reiner Atlasbindung
hergestellt wird. Das Tuch wird sehr anschmiegsam und fein. Deshalb ist
diese Webart sehr beliebt für Unterbekleidung oder
Bettwäsche. Charakteristisch ist, dass Satin auf einer Seite
glänzt und auf der anderen matt ist. An ein bestimmtes
Material ist Satin nicht gebunden. Bevorzugt wird er aber aus endlosen
Fasern wie Seide, Viskose oder synthetischen Materialien gewebt.
Gerade im
Bettwäschebereich wird auch die Baumwolle aufgrund
ihrer hautsympathischen Eigenschaften häufig verwandt.
Der
Begriff Schlichte (Appretur) stammt
ursprünglich aus dem Gebiet der
Fertigungstechnik.
Mit "schlichten" bezeichnet man das Glätten der Oberfläche von
Werkstücken.
Die Schlichte
ist eine
Imprägnierflüssigkeit, welche auf textile Fäden durch z .B. Sprühen
oder Tauchen vor der Weiterverarbeitung, z. B. Weben aufgebracht wird.
Ein beschlichteter Faden ist geschmeidiger und widerstandsfähiger gegen
mechanische Belastung. Ohne Beschlichtung kann am Schussfaden ein
Kettfaden durch die ständige Reibung leicht brüchig werden und
schließlich reißen.
Beschlichtet
werden natürliche Fasern wie auch technische Fasern (Kunststofffasern,
Kohlefaser, Glasfaser). Die Schlichte kann je nach Anwendungszweck
stark unterschiedliche Rezepturen beinhalten.
Naturfasern:
Stärkederivat in wässriger Lösung. Vor dem Auftragen kann der Faden
befeuchtet werden, um seine Saugfähigkeit zu verringern, damit die
Schlichte an der Oberfläche bleibt. Früher wurde Schlichte aus mit
Wasser gemischtem Weizenmehl oder Leim hergestellt, in der modernen
Webindustrie werden spezielle Chemikalien verwendet. Die Schlichte wird
mit dem ersten Waschen eines Webstücks entfernt. Schlichtemittel wie PVA, CMC und PAC werden in
modernen Textilbetrieben nach dem Waschen aus der Waschflotte recycelt
und in den Produktionsprozess zurückgeführt.
Das Schrumpfen
(Einlaufen) bezeichnet eine beabsichtigte oder unbeabsichtigte
Dimensionsänderung von Stoffen oder Textilien bei Wasser-
und/oder Wärmeeinfluß. Alle Natur-
und die meisten Chemiefasern besitzen ein Einschrumpfpotential, das
heißt, sobald sie mit Wasser und/oder Wärme in
Berührung kommen, verändern sie ihre Form und laufen
ein. Noch wesentlich erhöht wird dieser Wareneinsprung durch
zahlreiche Veredelungsverfahren, bei denen die Fasern bzw. die
Textilien einer Zugspannung unterliegen und dadurch über ihre
natürliche Länge hinaus gedehnt werden.
Schrumpfpotential
textiler Gewebe
- Rohgewebe
-
je nach Schwere bis zu 10 %
- gefärbte
Gewebe ca. 5-8 %
- gebleichte
Gewebe unter 5 %
- gekrumpfte
(sanforisierte) Gewebe +/- 1 %
Die Schussfäden
(auch Schuss, Eintrag oder Einschlag genannt) sind jene parallelen
Fäden eines textilen Gewebes, die zu den längeren
(häufig auch etwas stärkeren) Kettfäden bei
der Herstellung eines Gewebes quer liegen.
Sie kreuzen die Kettfäden im rechten
Winkel,
wobei sie mal oben und mal unten zu liegen kommen, was durch die
Mechanik der Webmaschine ermöglicht wird. Das daraus
entstehende "Muster" durch die relative Lage von Kett- und
Schussfäden zueinander, bezeichnet man als Bindung.
Durch Verwendung gefärbter Kett- und/oder Schussfäden
sind farbige Muster möglich, man spricht dann von Buntgewebe.
...nach
oben
T
Tenside, (vom lat.: tendere = spannen,
straff anziehen), sind Substanzen, die die Oberflächenspannung
einer Flüssigkeit oder die Grenzflächenspannung
zwischen zwei Phasen herabsetzen und die Bildung von Dispersionen
ermöglichen oder unterstützen.
Tenside bewirken, dass zwei eigentlich nicht miteinander mischbare
Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Öl und Wasser, fein
vermengt werden können. Unter Tensiden versteht man in der
Regel waschaktive Substanzen (Detergentien),
die in Waschmitteln, Spülmitteln, und Shampoos enthalten sind.
Sie wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
entwickelt und haben das traditionelle Tensid Seife weitgehend
verdrängt.
Zu
den Textilien
(v. lat.: texere = weben, flechten; PPP textum) gehören nach
DIN 60000:
- Fasern
für textilen Einsatz
- Textile
Halb- und Fertigfabrikate (zum Beispiel Garn
oder Gewebe)
- Textile
Fertigwaren (zum Beispiel Kleidung)
Charakteristisch
ist für Textilien, dass
sie meist aus Fasern bestehen und in zwei Dimensionen sehr viel
ausgedehnter sind als in einer dritten (flach und dünn). Sie
unterscheiden sich von Drähten durch die Dicke der Fasern und
von Folien durch den Griff – ein Textil, welches auf der Haut
getragen wird, sollte sich angenehm anfühlen.
Textilgewebe
wird durch
Weben von Fäden hergestellt.
Ein Gewebe ist ein rechtwinkeliges Flächengebilde aus
Fäden. Die Fäden in der Längsrichtung
bezeichnet man als Kette oder Kettfäden. Die
Querfäden heißen Schuss oder Schussfäden.
Je nachdem, welche Kettfäden beim Weben angehoben bzw. gesenkt
werden, entstehen unterschiedliche Gewebearten. Das daraus entstehende
Warenbild mit mal oben, mal unten liegenden Kett- bzw.
Schussfäden nennt man Bindung. Die Anzahl der Kett- und
Schussfäden, nachdem sich die Bindung wiederholt, bezeichnet
man als Rapport.
Diese Bindungen beeinflussen nicht nur die Eigenschaften eines Gewebes
(wie z.B. das Aussehen, die Schiebefestigkeit oder die Drapierbarkeit),
es ist auch möglich, durch die Verwendung unterschiedlicher
Garne (Dicke, Farben etc.), Gewebe mit (farbigen) Mustern herzustellen.
Werden farbige Garne verwendet, so spricht man von Buntgewebe, zu ihnen
gehören zum Beispiel Nadelstreifen-, Pepita-, Fischgrat-
(engl. Herringbone), Hahnentritt- (engl. Shepherd's check) und
Schottenmustergewebe (engl. Tartan (Muster)).
Gewebe haben eine Ober- und eine Unterseite, die als rechte und linke
Warenseite bezeichnet werden. Wenn Ober- und Unterseite das gleiche
Aussehen haben, so spricht man von "gleichbindigem" Gewebe, z.B. bei
der Leinwandbindung.
Textilpflegesymbole
kennzeichnen die vom Hersteller empfohlene Art der Behandlung von
Textilien in Bezug auf das Waschen, Reinigen, Trocknen und
Bügeln. Die Symbole werden dabei meist in Form eines
eingenähten Etiketts an der Wäsche angebracht, um dem
Verbraucher die Pflege seiner Textilien zu erleichtern.
Die heute in Europa üblichen Symbole zur Kennzeichnung von
Textilien wurden im Jahre 1975 von der Internationalen Organisation
für Textilpflegekennzeichen GINETEX (Groupement International
d'Etiquetage pour l'Entretien des Textiles) eingeführt. Die
ISO-Norm 3758 von 1991 und 1994 die Euronorm EN 23758 standardisierten
die Kennzeichnung in Deutschland und später in Europa,
einschließlich Israels und der Schweiz. In den
Ländern, die der nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA)
angehören, müssen Kleidungsstücke
ähnlich der europäischen Norm ausgezeichnet werden.
Es gibt kleinere grafische Unterschiede und Zeichen für das
Verbot des Auswringens, das Bügeln mit Dampf und für
das Bleichen ohne Chlor. Außer den genannten Ländern
hat auch Japan die Pflegesymbole normiert.
komplette Liste als .pdf
Tischdecke
bezeichnet eine der Tischform angepasstes Abdeckungsstück, das
meist aus Textilien gewebt oder Kunststoff hergestellt ist. Mit der
Verwendung von Tischdecken verfolgt der Verwender im allgemeinen eines
der nachfolgend genannten Ziele:
- Schutz
einer
hochwertigen Tischoberfläche, zum Beispiel aus Holz oder
Marmor, vor Verschmutzung oder Beschädigung.
- Abdeckung
einer minderwertigen Tischoberfläche durch ein ansprechendes
Tischtuch.
- Abwechslungsreiche
Gestaltung des Wohnraums zur Erhöhung der
Lebensqualität
U
V
Velours
(aus dem Französischen) ist ein textiles Produkt. Es handelt
sich entweder um ein Gewebe mit aufgeschnittenen Schlingen, oder ein
Gewirk, dessen Oberfläche durch Aufrauhung eine
samtähnliche Qualität annimmt.
Beim
Velours als Gewebe werden nach dem Weben die Schlingen aufgeschnitten
und stehen dann rechtwinklig vom Gewebe ab. Dieser aufstehede Flor ist
länger als beim Samt, welcher sonst gleich hergestellt wird.
Beim Plüsch ist der Flor noch länger.
Je
länger der Flor, desto weicher wird das Textil, dafür
droht der Flor dauerhaft abzuknicken. Bei Sitzbezügen
äußert sich das als Sitzspiegel, bei Teppichen
entstehen Spuren, wenn z.B. ein Tisch längere Zeit am selben
Ort steht.
Velours
wird sehr häufig als Sitzbezugsstoff verwendet. Mit der Zeit
kann Velours allerdings seinen Flor verlieren, da dieser ja
aufgeschitten wurde und so lose im Gewebe liegt. Man versucht dies zu
verhindern, indem man die hintere Seite mit Klebstoff beschichtet.
Vollzwirn (engl.
two-ply) bedeutet, dass vor dem Weben sowohl für
Kettfäden als auch Schuss zwei oder mehr feinfädige
Garne miteinander verdreht (verzwirnt) werden. Diese
ursprünglich - vor allem bei Herrenhemden -
standardmäßige Herstellungsart ist ein heute ein
"zusätzlicher" Herstellungsaufwand gegenüber den
mittlerweile aus vor allem ökonomischen, aber auch technischen
Gründen (z.b. Machbarkeit bestimmter
Oberflächenstrukturen) von den Herstellern heute
präferierten billigeren Macharten, wie z.B. Halbzwirn, bei dem
nur die Kette aus verzwirnten Fäden besteht.
Vollzwirngewebe
wird heute insbesondere bei
hochwertigen Oberhemden oder Blusen verarbeitet. Es ist besonders
für glatte, dichte Gewebe geeignet. Die Haltbarkeit und
Formstabilität dieser Stoffe ist besonders gut und Muster im
Stoff erscheinen durch diese Herstellung besonders klar.
W
Walkfrottier ist die warenkundliche Bezeichnung
für eine nach RAL 304 gewebte Frottierware aus meist
ungezwirnten aber hochgedrehten Polgarnen, deren Schlingen sich bei
einer nachfolgenden Nass-Koch-Behandlung verwerfen.
Eine Wäscherei ist
ein Dienstleistungsunternehmen oder
eine Organisationseinheit in einem Betrieb, in dem per Definition alle
waschbaren Textilien gewaschen und wiederaufbereitet werden, im
Gegensatz zur chemischen Reinigung, bei der nichtwaschbare Textilien gereinigt werden.
Handelt es sich bei der Wäscherei nicht um eine Organisationseinheit im
Rahmen einer Unternehmung (z. B. Klinikum), spricht man auch von
einer gewerblichen Wäscherei, Großwäscherei oder Industriewäscherei.
Eine gewerbliche Wäscherei
erbringt grundsätzlich eine Dienstleistung (Transport und Waschen von
Textilien), benötigt aber zum Erbringen dieser Dienstleistung einen
hohen Energiebedarf und einen aufwendigen Maschinenpark, womit man sie
auch als Produktionsbetrieb bezeichnen könnte. Aufgrund der
Kostenstruktur einer Wäscherei hat diese wohl eine Zwitterstellung
zwischen Dienstleistungs- und Produktionsbetrieb inne. Des Weiteren
gehört das Stellen der logistischen Ressourcen zur Dienstleistung einer
gewerblichen Wäscheversorgung.
Wäschemangel
(siehe Mangel)
Die Waschmaschine ist
eine Vorrichtung vorwiegend zur Reinigung von Textilien. Unterschieden
werden hauptsächlich Haushaltsgeräte und industrielle
Waschmaschinen.
Haushaltsmaschinen -
Die in Deutschland am meisten verbreitet Bauform ist die
Trommelwaschmaschine, bei der sich eine Wäschetrommel um eine
horizontale Achse dreht. Man unterscheidet Toplader, bei denen die
Ladeluke an der Oberseite liegt, und Frontlader, bei denen ein Bullauge
als Ladeluke an der Vorderseite dient.
In
der industriellen Wäscherei kommen
sowohl Waschschleudermaschinen
als auch kontinuierlich arbeitende Waschstraßen
(Kontinueanlagen)
zur Anwendung. Einsatzkriterien sind u.a. die Menge und Beschaffenheit
des Waschgutes. Zur Kostenminimierung sind industrielle Maschinen seit
langem für einen ressourcensparenden Betrieb ausgelegt. So ist
es häufig möglich, durch
Flottenrückgewinnung bestimmte Wasch- und
Spülbäder mehrfach zu verwenden und so Wasser- und
Energieverbrauch zu reduzieren.
Waschschleudermaschinen
ähneln prinzipiell den Haushalts-Trommelmaschinen, sind
allerdings naturgemäß für deutlich
höhere Fassungsvermögen konstruiert. Um eine
gleichmäßige Masseverteilung sowie die notwendige
Waschmechanik zu gewährleisten, werden
größere Waschtrommeln in zwei bis vier Kammern
unterteilt.
Das
Wort Wasser
leitet sich
vom althochdeutschen wazzar „das Feuchte,
Fließende“ ab. Das indogermanische Wort wadar ist
bereits im Hethitischen des 3. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung
belegt. Auch das altgriechische Wort hydor
(„Wasser“), von dem sich alle Fremdwörter
mit dem Wortbestandteil „hydr(o)“ ableiten,
gehört zu dieser Familie.
Wirkfrottier
bezeichnet auf der Kettenwirk- oder Rundstrickmaschine gearbeitete
elastische Ware mit Plüscheffekt durch Henkelbildung.
Eigenschaften: elastisch (weniger formstabil), weich, hautsympathisch,
saugfähig, schlingenfest.
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X
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Y
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Z
Zwirnfrottier
ist die
warenkundliche Bezeichnung für Frottiergewebe, bei dem die
Polkette aus Zwirn besteht.
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