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Lexikon
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A
Appretur (von frz: apprét = Ausrüstung, Zurichtung) -> siehe auch Schlichte; bezeichnet die veredelnde Behandlung von Stoffen und Textilien, aber auch Garnen und Fasern sowie Papier und Leder, um ihnen ein besonderes Aussehen und/oder bestimmte Eigenschaften zu geben. Dazu gehören besondere Oberflächenstrukturen, Steifheit, Weichheit, Glanz, Dichte, Glätte, Geschmeidigkeit aber auch Wasserabweisende-, Antistatische-, Flammhemmende- oder Antimikrobielle Ausrüstungen. Das Bedrucken, Färben, Bleichen und Waschen wird in der Regel nicht der Appretur zugeordnet.

Vor allem um den Herstellungsprozess zu optimieren, werden auswaschbare Appreturen eingesetzt. Beispielsweise werden auf Chemiefasern Antistatika aufgebracht, um während der maschinellen Verarbeitung eine elektrostatische Aufladung zu verhindern. Entweder werden diese Chemikalien im weiteren Herstellungsverlauf wieder entfernt, weil sie sich auf nachfolgende Bearbeitungsschritte nachteilig auswirken könnten. Oder das fertige Produkt verliert die jeweilige Eigenschaft beim ersten mal Waschen bzw. innerhalb kurzer Zeit durch normalen Gebrauch.

Die Atlasbindung ist eine der drei Grundbindungen für gewebte Stoffe. Sie zeichnet sich durch gleichmäßig verstreute Bindungspunkte aus, welche sich nicht berühren.

Der Rapport umfasst mindestens fünf Kett- und fünf Schussfäden. Da jeder Kettfaden innerhalb des Rapports nur einmal abbindet, haben Atlasgewebe lange Flottungen, welche die Eigenschaften und das Aussehen der Ware wesentlich bestimmen. Atlasbindige Gewebe haben unterschiedliche Warenseiten, sind also nicht gleichseitig.
Man unterscheidet zwischen Kett- und Schussatlas, je nachdem, welche Fäden das rechte (obere) Warenbild bestimmen.
Ausstattung

Die Ausstattungsmenge im Bereich der textilien Versorgung, richtet sich nach dem Belieferungsrhythmus des WäschereiDienstleisters und dem Wechselverhalten innerhalb einer Einrichtung oder eines Hotels. Im Gesundheitswesen, wird das Wechselverhalten z.B. der Schutzkleidung, aber auch des Wechsels im Bereich der Bett- und Frotteewäsche sehr oft im Qualitätsmanagement (QM) vorgeschrieben. Wichtig ist die bedarfsgerechte Bereitstellnung der Textilien vor allem zu Spitzenzeiten (im Hotelgewerbe) oder an Wochenenden und Feiertagen, an denen normalerweise keine Belieferung durch den Dienstleister erfolgt.


B
Baumwolle ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Pflanzen der Gattung Baumwolle (Gossypium). gewonnen wird. Die Faser wird meist zu dünnen Fäden gesponnen, aus denen Textilien hergestellt werden können. Baumwollgewebe sind - z.B. gegenüber Kunstfasern - sehr saugfähig, Baumwollstoffe sind subjektiv sehr hautfreundlich (sie "kratzen" nicht) und gelten hinsichtlich ihres Allergiepotentials als äußerst verträglich.
Berufskleidung oder Berufsbekleidung ist Kleidung, die bei der Ausübung eines Dienstleistungsberufes getragen wird, die entweder das Schützen des Körpers (daher auch Schutzkleidung) oder aber eine eindeutige Erkennbarkeit erfordert. In einigen Berufen wird das Tragen von Berufskleidung vorgeschrieben.

Berufskleidung ist eine übliche Kleidung eines Berufes, deren Beschaffung grundsätzlich dem Arbeitnehmer obliegt, aber nach den Anforderungen der geschuldeten Arbeit in der Auswahl begrenzt sind. (vgl. Urteil des Bundesarbeitsgericht vom 13. Februar 2003 (Az. 6 AZR 536/01).

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C

Chemiefasern
weisen in der Regel den Vorteil auf, haltbarer, formbeständiger und preisgünstiger zu sein. Sie werden aus nicht erneuerbaren Rohstoffen (Erdöl, Erdgas und Kohle) hergestellt und haben daher im Moment in bezug auf die Umwelt Imageprobleme. Durch die verschiedensten Variationen in der Zusammensetzung und der chemisch-physikalischen Verfahren lassen sich die unterschiedlichsten Chemiefasern herstellen.

Chemiefasern werden häufig mit Naturfasern gemischt, sowohl um die Nachteile der Chemie- als auch jene der Naturfasern auszugleichen. Es gibt sechs Gruppen von Synthetikfasern, wobei Polyester, Polyamid und Polyacryl den Großteil der Produktion ausmachen. Die wichtigsten Eigenschaften und Einsatzbereiche dieser drei Gruppen sind in der nachstehenden Tabelle dargestellt.
Faser
Markenbezeichnung

Merkmale

Pflege

Verwendung

Polyester
Avitron, Crimplene, Dacron, Diolen, Grilene, Tergal, Terital, Tersuisse, Terylene, Trevira vielseitigste und häufigste Synthetikfaser, sehr knitterarm, scheuerfest, gute Licht- und Formbeständigkeit. Häufig in Mischgeweben, unangenehm auf der Haut, elektrostatische Aufladung Wäsche 30 bis 60 Grad Damen-, Herren-, Kinderbekleidung, Krawatten, Schals

Polyamid
Nylon, Antron, Dorix, Enkalon, Grilon, Nylsuisse, Nyltest, Perlon, Rhoatex Helanca, Tactel, Vivalon sehr knitterarm, reiß- und scheuerfest, hohe Formstabilität, starke elektrostatische Aufladung; neigt zum Ergrauen und Vergilben, empfindlich gegen Hitze, nimmt wenig Schweiß und Feuchtigkeit auf, trocknet schnell. Feinwäsche bei 30 Grad; nur anschleudern, nass aufhängen (gilt nur bei 100% Polyamid) Damenstrümpfe und -wäsche; Verstärkungsmaterial für Socken und Strümpfe; Sport- und Regenbekleidung

Polyacryl (nitril)
Acrilan, Crylor, Dolan, Dralon, Leacril, Orlon sehr knitterarm, lichtbeständig, weicher wollähnlicher Charakter; elastisch, mäßig reiß- und scheuerfest; geringe Neigung zu Pilling, wenig Feuchtigkeitsaufnahme, dadurch geringer Tragekomfort Feinwäsche 30 bis 40 grad Strickwaren (Pullover, Schals, Hauben)
Die wichtigsten Vorteile der Kunstfasern: sie gehen nicht ein, sind leicht zu waschen und trocknen schnell. Die Nachteile: sie saugen kaum Schweiß auf und  laden sich leicht elektrostatisch auf, sie benötigen niedrige Wasch- und Bügeltemperaturen.
Chlor

Die hohe Reduktionsfreudigkeit (Chlor ist ein Oxidationsmittel) von Chlor führte zum Einsatz von Chlor als Bleichmittel (beispielsweise Papierindustrie). In dieser Rolle wird es wegen seiner Umweltschädlichkeit immer mehr durch Wasserstoffperoxid ersetzt. Nicht wegzudenken ist Chlor wegen seiner Reaktionsfähigkeit in der chemischen Industrie, wo es in Endprodukten wie z. B. PVC, Bleichmittel und Salzsäure anzutreffen ist. Chlor ist eine wichtige Grundchemikalie bei der Herstellung von Polyurethan und Polycarbonat.

Chlor wird als preiswertes Desinfektionsmittel für das Trinkwasser eingesetzt. Vorteilhaft gegenüber anderen Mitteln ist die so genannte Depot-Wirkung. D. h. nach der Zugabe im Wasserwerk wirkt es auch im Rohrleitungsnetz noch über längere Zeit desinfizierend.
Außerdem verwenden die meisten Schwimmbäder es in sehr kleiner Dosierung als Desinfektionsmittel für ihr Badewasser. Der typische Schwimmbadgeruch ist deshalb der Geruch von Chlor.
Cretonne ist ein Baumwollgewebe aus groben Garnen in Leinwandbindung. Cretonne ist fest im Griff und zeigt keinen Glanz. Cretonne ist vergleichbar mit Nesselgewebe

D
Damast (aus dem Italienischen; nach arabisch دمشق dimašq, Name der Stadt Damaskus) ist ein Gewebe mit eingewobenem Muster. Er ist nicht an spezielle Fasern gebunden.
Das Muster wird meist durch Abwechseln verschiedener Atlasbindungen erzeugt. Weil das Gewebe normalerweise unifarbig ist, wirkt das Muster sehr dezent, man sieht es vor allem bei schrägem Lichteinfall.
Kompliziertere Muster müssen auf einer Jaquard-Webmaschine gewoben werden. Generell werden solche sogenannt wechselbindigen Gewebe Jacquard, nach dem Erfinder des Jaquardwebstuhls, genannt. Nur im Spezialfall, dass sich ein Muster aus AtlasbindungDamaskus in Syrien, woher der Stoff auch seinen Namen hat. abwechselt (Zwischen dem Muster glänzende Seite, auf dem Muster matte Seite vorne) spricht man von Damast. Einstmals bezeichnete man sogar nur in beschriebenem Stil gewobene, florale Motive als Damast. Der Begriff bezeichnete ursprünglich einen schweren Seidenstoff aus
Damast wurde zuerst in China produziert. Sein Gebrauch verbreitete sich über Indien, Persien und Syrien bis nach Europa hinein. Während des 12. Jahrhunderts wurde der in Damaskus produzierte Stoff so populär, dass der Stoff den Stadtnamen übernahm.
Sehr populäre Anwendungen sind unifarbige Tischtücher und Bettwäsche.
Dekubitus - Druckgeschwüre, auch Dekubitalgeschwüre genannt, sind Schädigungen der Haut und des darunterliegenden Gewebes aufgrund eines längere Zeit einwirkenden Drucks.

Der Begriff Dekubitus stammt aus dem Lateinischen von decumbere und bedeutet "sich niederlegen, das Liegen". Gemeint ist damit das "Sichdurchliegen" der Kranken. Ursprünglich wurden Druckgeschwüre als "Gangraena per decubitum" bezeichnet, was sich vom griechischen gangraina = "fressendes Geschwür" ableitet und "faulige Wunde durch das Liegen" bedeutete. Später blieb davon nur die Kurzform Dekubitus übrig.

Desinfektion bedeutet im übertragenen Sinne „Keimfrei machen“. Laut dem Deutschen Arzneimittelbuch (DAB) bedeutet „Desinfektion“: „Totes oder lebendes Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr infizieren kann“.

Zur Desinfektion verwendet man verschiedene Desinfektionsmittel. Technisch unterscheidet man zwischen Desinfektion und Sterilisation. Von Desinfektion spricht man bei einer Keimreduktion um einen Faktor vom mindestens 10-5, soll heißen: von ursprünglich 100.000 vermehrungsfähigen Keimen (so genannte koloniebildende Einheiten - KBE) überlebt nicht mehr als ein Einziger.

Desinfektionsmittel Bakterien Sporen Pilze Viren Anwendung
Oxidationsmittel bakterizid sporozid fungizid viruzid Haut, Schleimhaut, Oberflächen, Instrumente
Halogene
(Chlor, Iod)
bakterizid langsam sporozid fungizid viruzid Chlor: Oberflächen, Wasser
Iod: Haut, Schleimhaut
Alkohole bakterizid wirkungslos fungizid viruzid Haut, Schleimhaut, Oberflächen, Instrumente
Aldehyde bakterizid langsam sporozid fungizid viruzid Oberflächen, Instrumente
Phenole bakterizid / bakteriostatisch wirkungslos fungizid viruzid (variabel) Haut, Schleimhaut, Oberflächen, Instrumente
Ethylenoxid bakterizid wirkungslos fungizid viruzid Oberflächen, Instrumente, thermostabile Arzneimittel, Lebensmittel
Detergenzien bakterizid (variabel) wirkungslos fungistatisch wirkungslos Haut, Schleimhaut
Chlorhexidin bakteriostatisch wirkungslos fungistatisch virustatisch Haut, Schleimhau

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E

Einlauf
(siehe Schrumpfen)


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F Der Fleck ist eine sichtbare Verfärbung einer Oberfläche.

Im Allgemeinen werden Flecken als Schmutzflecken verstanden. Dieses sind üblicherweise sichtbare Verfärbungen eines Trägermaterials, welche durch ungewollte Zugabe eines Zweitstoffes entstanden sind. Schmutzflecken sind in diesem Zusammenhang als ausgefüllte zweidimensionale Verfärbung des Trägermaterials zu verstehen.
Zur Entfernung oder Minderung der verschiedenartigsten Flecken auf Textilien existieren zahlreiche Mittel. Häufig wird zur Fleckentfernung die Chemische Reinigung bemüht. Grundsätzlich sichert, soll ein Fleck schnell und ohne chemische Hilfsmittel entfernt werden, eine zuvor eingeholte Information vor weiterem Ungemach. So werden Flecken, welche Eiweißstoffe (Proteine) enthalten, wenn mit warmem Wasser behandelt, fest mit dem Gewebe verbunden, da das Eiweiß bei über 42 Grad Celsius gerinnt (Denaturierung).

Gerade bei Blutflecken hilft daher kaltes Wasser, welches die Flecken ausspült ohne das Eiweiß gerinnen zu lassen. Blutflecken lassen sich aber noch besser mit Aspirin entfernen.

Flotte (Flüssigkeit) steht für eine meist wässrige Flüssigkeit, in der Textilien gewaschen, gebleicht, gefärbt oder imprägniert werden.

Dabei meint der Begriff Flotte die Gesamtheit aus Lösungsmittel (meist Wasser) und alle darin enthaltenen (gelösten, emulgierten oder dispergierten) Bestandteile wie Farbstoffe, Chemikalien und Hilfsmittel. Entsprechend ihrer Verwendung bezeichnet man Flotten zum Bleichen als Bleichflotte, zum Färben als Färbeflotte und zum Waschen als Waschflotte.

Das Flottenverhältnis hängt vom verwendeten Verfahren und eingesetzter Maschine ab. Der Trend in der Industrie geht - wo möglich - zu kurzen (kleinen) Flottenverhältnissen. Dies hilft Wasser und Energie zu sparen, also wirtschaftlicher und umweltverträglicher (Abwasser) zu produzieren. Analog spricht man von "langer Flotte" bei hohen Flottenverhältnissen wie 1:100.

Frottee, auch Frotté (aus dem franz., von lat.: frictare, kräftig reiben) ist ein Gewebe mit besonderer Saugfähigkeit und angenehmen Griff, welches hauptsächlich für Heimtextilien (Handtücher, Waschlappen, Fixleintücher und Bademäntel) verwendet wird. Charakteristisch sind die kleinen Schlingen, Knötchen und Noppen.

G
Garn ist nach DIN 60900 ein Sammelbegriff für alle linienförmigen textilen Gebilde. Danach ist ein Garn sinngemäß ein langes, dünnes Gebilde aus einer oder mehreren Fasern. Es ist ein textiles Zwischenprodukt, welches zu Geweben, Gestricken und Gewirken verarbeitet werden kann oder auch zum Nähen verwendet wird. Unterscheidungen von Garnen:

Nach der Konstruktion der Garne (Garnaufbau):
  • Einfachgarne
  • Gefachte Garne (ein- oder mehrstufige Vollzwirn)
  • Spezialgarne
Nach dem eingesetzten Spinnverfahren:
  • nass gesponnene Garne (Nassspinnverfahren)
  • trocken gesponnene Garne (Trockenspinnverfahren)
  • nach dem Spinnen gezwirnte Garne (Vollzwirn)

Gewebe (siehe Textilgewebe)

H
HACCP - Ab dem 01. Januar 2006 gilt in der gesamten Europäischen Union ein neues Hygienerecht. Die Verordnung hat die deutsche Lebensmittelhygieneverordnung ersetzt.
Das  "Hazard Analysis Critical Control Point" - Konzept (HACCP-Konzept) stammt aus den USA.
Das Konzept wurde im Jahr 1959 entwickelt, als ein amerikanischer Lebensmittelhersteller von der Raumfahrtbehörde NASA beauftragt wurde, ein weltraumgeeignetes Lebensmittel herzustellen, welches weitestgehende Sicherheit beeinhaltete.
Dieses präventive Konzept wurde anschleßend mit der NASA weiterentwickelt und im Jahr 1971 in den USA als HACCP-Konzept veröffentlicht und dokumentiert. Erst im Jahr 1985 wurde die Anwendung durch die US National Academy of Science (NAS) empfohlen.
Seitdem wurde das System weltweit erprobt und weiterentwickelt. HACCP bedeutet die Installation eines Eigenkontrollsystems durch die Betriebe, das die Lebensmittelsicherheit gewährleistet und der Abwehr der gesundheitlichen Gefahren dient. 
Die Einführung, Durchführung und Wartung eines HACCP-Systems wird von sieben Grundsätzen umrissen. Dabei sind bestimmte Voraussetzungen notwendig: ein umfangreiches Wissen über Ursachen, Wirkungsbeziehungen, Behandlungsformen und Arbeitsschritte, Zusammensetzung eines Lebensmittels und die Gesundheit eines Menschen. Das Eigenkontrollsystems muss Vorgaben berücksichtigen für:
  • Betriebsstätten (Sauberkeit, Temperatur, Sanitäreinrichtungen, Beleuchtung)
  • Räume (Reinigung von Fußböden, Wandflächen, Decken, Fenstern, Oberflächen)
  • Anlagen und Geräte (Sauberkeit, Installation, Instandhaltung)
  • Umgang mit Lebensmitteln (Warenannahme, -überprüfung, -lagerung, -beförderung)
  • Personal (Schutzkleidung, Verhalten, Schulungen)
Das HACCP-Konzept
Hazard –         Gefahren
Analysis –       Analyse
Critical –         kritischer
Control –         Kontroll-
Point –            Punkte

HACCP ermöglicht eine Risikoanalyse und die Beherrschung der kritischen Punkte im Umgang mit Lebensmitteln. HACCP ist ein Sicherheitskonzept mit dem Ziel, Gesundheitsgefährdungen auszuschließen. Seine Durchführung umfasst folgende Grundsätze:

Grundsatz 1
: Identifizierung der möglichen Gefährdung(en) auf allen Stufen der Lebensmittelherstellung von der Erzeugung über die Behandlung, Verarbeitung und Verteilung bis zum Verbrauch. Abschätzen der Wahrscheinlichkeit des Vorkommens der Gefährdung(en) und Festlegen der Vorbeugemaßnahmen zu ihrer Beherrschung.

Grundsatz 2: Bestimmen der Stellen, Behandlungs- und Verfahrensstufen, an denen sich die Gefährdung(en) ausschalten oder die Wahrscheinlichkeit ihres Vorkommens verringern lässt (CCP = kritische Kontrollpunkte). Eine „Stufe“ ist jedes Stadium der Lebensmittelherstellung und/ oder –bearbeitung einschließlich der Rohmaterialien, des Wareneingangs, der Herstellung, Gewinnung, Beförderung, Zusammenstellung, Behandlung Lagerung usw. 
Grundsatz 3: Festlegung der kritischen Grenzwerte (Sollwerte), deren Einhaltung sicherstellt, dass der CCP unter Kontrolle ist. 
Grundsatz 4: Einrichtung eines Systems zur Überwachung der CCPs durch planmäßige Prüfungen oder Beobachtungen. 
Grundsatz 5: Festlegungen von Korrekturmaßnahmen, die zu ergreifen sind, sobald die Überwachung anzeigt, dass ein bestimmter CCP nicht mehr unter Kontrolle ist. 
Grundsatz 6: Einrichten von Bestätigungsverfahren mit ergänzenden Prüfungen oder Maßnahmen, die sicherstellen, dass das HACCP-System einwandfrei funktioniert. 
Grundsatz 7: Einrichten einer Dokumentation, die alle mit diesen Grundsätzen und ihrer Anwendung zusammenhängenden Verfahren und Berichte umfasst.

Halbleinen sind glatte oder gemusterte Gewebe (z.B. Wäschestoffe) aus Flachs- und Baumwollgarnen, jeweils in Kette oder Schuss.

Halbzwirn (siehe Vollzwirn)
Das Wort Hygiene kommt aus dem Griechischen (υγιεινή [τέχνη], (hygieiné) und bedeutet "der Gesundheit zuträgliche Kunst". Es leitet sich von der griechischen Göttin der Gesundheit, Hygéia, ab. Im engeren Sinn werden unter Hygiene die Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten bezeichnet, insbesondere die Reinigung und Desinfektion.
Die einfachste Hygienemaßnahme ist das Waschen der Hände mit Seife und die Mundhygiene. Weitere hygienische Maßnahmen
  • Steriles Arbeiten
    • Schutzhandschuhe
    • Mundschutz
  • Desinfektion
    • Das ausgiebige Waschen der Hände mit hautfreundlicher Seife, danach die Hände an einem sauberen Handtuch abtrocknen
    • Das Einreiben der Hände mit speziellen Desinfektionsmitteln, unter beachtung der Einwirkzeit. (Händedesinfektion)
  • Isolierung
    • Quarantäne
  • Reinigung
    • Reinigung von medizinischen Instrumenten mit Desinfektionsmitteln
    • Spülen von Geschirr und Besteck in der Küche mit Spülmittel
    • Waschen der Kleidung mit heißem Wasser und Waschpulver, gegebenenfalls auch mit "Fleckenteufel"
    • Reinigung des Fußbodens mit speziellen Reinigungsmitteln, zum Beispiel Fliesenreiniger oder Parkettreiniger

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I

Indanthren
ist ein synthetisch hergestellter Küpenfarbstoff mit höchsten Echtheiten für Färbungen und Drucke speziell für Textilfasern auf Zellulosebasis. Die mit Indanthren-Farbstoffen gefärbten Fasern genügen höchsten Ansprüchen und besitzen ausgezeichnete Wasch-, Koch-, Licht-, Wetter- und Chlor-Echtheiten.

Erstmals wurde 1901 die Indanthren-Synthese durch René Bohn (1862-1922) durch Verschmelzen von 2-Amino-anthrachinon in Alkali durchgeführt. Indanthren-gefärbte Stoffe werden mit dem gleichnamigen Warenzeichen (Indanthren®) ausgezeichnet und seine Benutzung darf nur mit Einverständnis der BASF, Ludwigshafen, erfolgen.

Infektion bezeichnet das aktive oder passive Eindringen, Anhaften und Vermehren von Krankheitserregern (Mikroorganismen) in einen Wirt (Makro-Organismus). Tritt durch die Vermehrung eine Schädigung des Wirtes mit entsprechenden Symptomen ein, entsteht aus der Infektion eine Infektionskrankheit. Der Wirt kann sich aber unter Umständen durchaus auch gegen die eingedrungenen Krankheitserreger wehren, ohne krank zu werden. Dann spricht man von einer inapparenten Infektion. Solche inapparenten Infektionen können dennoch durchaus eine Immunität gegen weitere Infektionen mit dem gleichen Erreger hinterlassen (Stille Feiung).

J

Joseph-Marie Jacquard (* 7. Juli 1752 in Lyon; † 7. August 1834 in Rhône) war ein französischer Erfinder, der durch seine Weiterentwicklung des Webstuhls entscheidend zur industriellen Revolution beitrug. Die wichtigste Verbesserung von Jacquards Musterwebstuhl gegenüber all seinen Vorläufern bestand darin, dass er die Nockenwalze der österreichischen Webstühle durch das Endlosprinzip der Lochkartensteuerung ersetzte. Dadurch konnten endlose Muster von beliebiger Komplexität mechanisch hergestellt werden.
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K
Die Kettfäden (auch Kette genannt) sind die Fäden, die bei der Herstellung eines Gewebes in Längsrichtung liegen.

Sie werden von den Schäften der Webmaschine angehoben und abgesenkt, um eine bestimmte Bindung des Gewebes zu erhalten. Deshalb spricht man auch von Ketthebung, wenn der Kettfaden auf der rechten (oberen) Warenseite über dem Schussfaden, bzw. von Kettsenkung, wenn er darunter liegt.

Da die Kettfäden beim Weben höheren mechanischen Belastungen ausgesetzt sind als die Schussfäden, sind sie oft dicker als diese und werden zusätzlich mit sogenannter Schlichte behandelt, um einem Fadenbruch vorzubeugen.

Durch Verwendung gefärbter Kett- und/oder Schussfäden sind farbige Muster möglich, man spricht dann von Buntgewebe.

Kontinueanlagen sind stetig oder taktweise arbeitende Waschstraßen, bei denen das Waschgut vollautomatisch und kontinuierlich gewaschen wird, ohne Maschinenstillstand durch Be- und Entladung.
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L
Leasing (von engl. to lease = „mieten, pachten“) ist eine Finanzierungsform, bei der das Leasinggut vom Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen Zahlung eines vereinbarten Leasingentgelts zur Nutzung überlassen wird. Leasingverträge haben ähnlichen Charakter wie Mietverträge. Von der Miete unterscheidet sich Leasing durch die Tatsache, dass die mietvertraglich geschuldete Wartungs- und Instandsetzungsleistung bzw. Gewährleistungsanspruch auf den Leasingnehmer überwälzt wird. Dies geschieht im Austausch gegen die Abtretung der Kaufrechte seitens des Leasinggebers und die Finanzierungsfunktion (Vollamortisation) beim Leasing. Nach Ende des Leasingvertrags geht das Leasinggut an den Leasinggeber zurück oder wird an den Leasingnehmer oder einen Dritten veräußert.
Für den Leasingnehmer bietet Leasing folgende Vorteile:
  • Die Liquidität wird geschont (es findet jedoch ein kontinuierlicher Liquiditätsabfluss statt)
  • Die Leasingraten sind als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar. Voraussetzung: steuerliche Zurechnung lt. §39 AO des Leasing-Objekts auf den Leasinggeber unter Berücksichtigung der Leasingerlasse des BFH. Leasing ist nur steuerlich akzeptiert, wenn kein automatischer Eigentumserwerb des Leasingnehmers stattfindet, sonst wertet das Finanzamt das Leasing als versteckten Abzahlungskauf.
  • Leasing ist für ein junges Unternehmen nur sinnvoll, wenn es Gewinn erwirtschaftet, damit es seine Steuerlast mindern kann. Zwar ist ein Verlustvortrag möglich, der zahlt sich aber nur aus, wenn das Unternehmen die Gewinnzone erreicht. Leasing ist nachteilig, wenn ein junges Unternehmen vor Erreichen der Gewinnzone in Insolvenz geht.
  • Leasing ist bilanzneutral (kommt der Kreditwürdigkeit des Unternehmens zu Gute): Steuerrechtlich einwandfreie, d.h. entsprechend den Leasingerlassen gestaltete Leasingverträge, mit dem Recht der Aktivierung beim Leasinggeber, sind grundsätzlich bilanzneutral und erscheinen somit nicht in der Bilanz des Leasingnehmers, der lediglich die Leasing- bzw. Mietaufwendungen in seiner Gewinn- und Verlustrechnung als Betriebsausgaben verbucht. Der Leasinggeber aktiviert die Leasinggegenstände als Anlage- bzw. Vermietvermögen und schreibt sie gemäß den AfA-Zeiten ab.
  • Die Leasingkosten sind periodisch wiederkehrende Zahlungen, die parallel zur Nutzung des Leasingobjekts anfallen. Finanzielle Vorleistungen sind nicht notwendig, da das Objekt sich laufend selbst finanziert ("pay as you earn"-Effekt/Kostenkongruenz)
  • Die periodischen Leasingzahlungen dienen der innerbetrieblichen Planung als sichere Kalkulationsgrundlage
  • Die Vorteile von Leasing schaffen Möglichkeiten für betriebliche Innovationen und Rationalisierungen
  • Eine Entsorgung bei Vertragsende durch den Leasingnehmer entfällt - das Leasing-Objekt wird nach Ablauf der Leasingzeit an den Leasinggeber zurückgegeben
Dem gegenüber stehen folgende Nachteile:
  • Der Leasingnehmer erwirbt kein Eigentum am Leasinggut und hat somit keine Möglichkeiten für einen eventuellen Verkauf bei Nichtnutzung.
  • Die Gesamtkosten des Leasing sind, betrachtet man den gesamten Nutzungszeitraum, i.d.R. höher als bei einem fremdfinanzierten Kauf des Objektes, weil der Leasinggeber das Ausfallrisiko kalkulieren muss und auch einen Gewinn erwartet.
  • Bindung an die Vertragslaufzeit - Unternehmen muss die Leasingraten auch bei Nichtnutzung weiterhin zahlen.

Leinen ist eine Faser aus der Pflanze Flachs und der daraus entstandene Stoff (oder Gewebe). Stoffe aus Leinen wurden ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts durch Baumwolle und Kunstfaser zurückgedrängt. Leinen wird auch Leinwand oder Linnen genannt (franz. Toile).

Linon ist ein Baumwollstoff der Leinen imitiert. Ausgangsmaterial ist ein "Cretonne" oder ein "Renforcé" – ein feiner leinwandbindiger Baumwollstoff – der dann eine leicht glänzende "Appretur" erhält – also eine Beschichtung. Leider ist der Glanz nicht von Dauer, denn die Appretur wäscht sich bald aus. Verwendet wird Linon hauptsächlich für relativ preiswerte Bettwäsche. Wer einmal in Bettwäsche aus reinem Leinen geschlafen hat, wird sich allerdings nicht täuschen lassen!

Logistik wird definiert als integrierte Planung, Organisation, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Material- und Warenflusses mit den damit verbundenen Informationsflüssen, beginnend beim Lieferanten, durch die (eigenen) betrieblichen Wertschöpfungsstufen (z.B. Produktions- und/oder Distributionsstufen), bis zur Auslieferung der Produkte beim Kunden, inklusive der Abfallentsorgung und des Recyclings.

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M

Mako
bezeichnet eine hochwertig, ägyptische Baumwollsorte von bräunlichgelber Farbe, langstapelig (34 bis 38 mm), fein, für Trikotagen. Auch Bezeichnung für aus Mako hergestellte Waren.

Mangel ist eine Maschine, die aus zwei parallelen Walzen im geringen Abstand besteht, von der zumindest eine angetrieben wird. Mit Hilfe einer Mangel kann ein Werkstoff gestreckt werden. Im industriellen Einsatz ist dieses Verfahren als Kalandrieren bekannt.

Wäschemangel
(um 1925) Vor der Erfindung des Wäschetrockners und des Dampfbügeleisens gab es die Wäschemangel, mit deren Hilfe gewaschene Wäsche entwässert und gleichzeitig flachgepresst wurde.


Die Merzerisation (Mercerisation) ist ein Veredelungsverfahren für Baumwollgewebe, das erstmals vom Engländer John Mercer (Chemiker) entwickelt wurde. Er bemerkte beim Filtrieren von Natronlauge durch ein Baumwolltuch, dass das Gewebe aufquoll und anschließend deutlich andere Eigenschaften aufwies.

Beim Merzerisieren wird die Baumwollfaser durch den Einfluss von alkalischen Substanzen und mechanischer Streckung in der Längsschnittstruktur von bändchenartig zu zylindrisch verändert. Die Querschnittstruktur wird von nierenförmig zu rund verändert. Diese Stukturveränderungen führen zu
  • seidenartigem, waschbeständigem Glanz,
  • besserer Färbbarkeit,
  • höherer Festigkeit und
  • besserer Dimensionsstabilität
Das Verfahren erhöht die Qualität der Textilien wesentlich, ist aber sehr kostspielig. Daher wird es nur bei Textilien der höchsten Qualität angewandt.

Mischgewebe ist ein Gewebe aus verschiedenen Materialien, wobei die Gewichtsanteile wie unter Mischgarne erläutert anzugeben ist, z.B. PES/Wo 55/45. Erreicht ein Rohstoff 85% des Gesamtgewichtes, genügt die Angabe seines Gewichtsanteils.

Erreicht kein Rohstoffanteil 85%, sind die Gewichtsanteile der vorherrschenden Fasern anzugeben (ausser Wolle) und die Fasern deren Gewichtsanteil unter 10% liegt, nur aufzuzählen.


MRSA ist die Abkürzung für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, und bezeichnet gegen Antibiotika resistente Stämme.
Methicillin ist – wie das Penicillin – ein Beta-Lactam-Antibiotikum, das als Testantibiotikum für die Antibiotika-Sensitivität von Bakterien benutzt wird. Ist ein Bakterium resistent gegen Methicillin, ist es damit nachgewiesen resistent gegen alle Beta-Lactam-Antibiotika. Da die Beta-Lactam-Antibiotika einen Großteil aller verfügbaren Antibiotika ausmachen, findet sich MRSA im Sprachgebrauch oft auch als Abkürzung für Multiresistenter Staphylococcus aureus. Daneben existiert im Deutschen die Bezeichnung ORSA, die synonym zu verwenden ist. Dabei steht das O für Oxacillin, ein anderes Beta-Lactam-Antibiotikum. (siehe auch Krankheitserreger M-Z)


N

O
Der Öko-Tex Standard 100 deckt die humanökologische Komponente textiler Neuprodukte in einer ökologischen Gesamtsicht ab. Er beurteilt die Schadstoffbelastung in Textilien. Die Prüfungen werden von den in der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie organisierten Institute vorgenommen. Diese Institute arbeiten alle nach festgelegten Standards und sind berechtigt, Ware mit der Auszeichnung "Textiles Vertrauen - Schadstoffgeprüfte Textilien nach Öko-Standard 100" zu versehen.
Öko-Text 100

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P

Pflegesymbole
(siehe Textilpflegesymbole)

Piqué (franz. = gesteppt), Baumwoll- oder Viskosegewebe mit musterbildender, straff gespannter Steppkette und Füllschuß. Zwischen dem leinwandbindigen Obergewebe und dem Untergewebe befindet sich der Füllschuß, der mit der Steppkette die reliefartige Musterung ergibt.

Je nach Konstruktion unterscheidet man:
  • Echter Piqué   ==> 2-kettig / 2-schüssig
  • Halb-Piqué      ==> 2-kettig / 1-schüssig
  • Falscher Piqué ==> 1-kettig / 1-schüssig, Oberflächenstrukturierung durch Bindung (Pikee- oder Waffelbindung).

Polyester sind Polymere mit Esterbindungen –[–CO–O–]– in ihrer Hauptkette. Zwar kommen auch in der Natur Polyester vor, doch heute versteht man unter Polyester eher die große Familie synthetischer Polymere (Kunststoffe), zu denen die viel verwendeten PolycarbonatePolyethylenterephthalat (PET) gehören und vor allem das Polyethylenterephthalat (PET) gehören.

Stoffe oder künstliche Felle aus Polyester werden unter verschiedenen Handelsnamen vertrieben:

  • Fleece
  • Polarguard
  • Thermolite
  • Trevira


Q

Qualität
(lat.: qualitas = Beschaffenheit, Eigenschaft, Zustand) wird nach DIN EN ISO 9000:2000, der gültigen Norm zum Qualitätsmanagement, als „Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt“, definiert.

Die Qualität gibt damit an, in welchem Maße ein Produkt (Ware oder Dienstleistung) den bestehenden Anforderungen entspricht. Die Benennung Qualität kann zusammen mit Adjektiven wie schlecht, gut oder ausgezeichnet verwendet werden. Inhärent bedeutet im Gegensatz zu zugeordnet einer Einheit innewohnend, insbesondere als ständiges Merkmal.
Entscheidend für die Qualität eines Produktes nach ISO 9000 ist nicht sein Preis oder die Güte der verwendeten Materialien. Entscheidend ist, dass die gestellten Anforderungen an das Produkt erfüllt werden. Dabei müssen sowohl die objektiv messbaren Eigenschaften und Vorgaben des Produzenten als auch die subjektiven Erwartungen der Kunden erfüllt werden.

R

Renforcé (frz. renforcer = verstärken) ist mittelfeine, klassische Baumwollgrundware in Leinwandbindung. Verwendung für Blusen, Kleider und Bettwäsche.


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S

Satin
ist ein Gewebe, welches mit reiner Atlasbindung hergestellt wird. Das Tuch wird sehr anschmiegsam und fein. Deshalb ist diese Webart sehr beliebt für Unterbekleidung oder Bettwäsche. Charakteristisch ist, dass Satin auf einer Seite glänzt und auf der anderen matt ist. An ein bestimmtes Material ist Satin nicht gebunden. Bevorzugt wird er aber aus endlosen Fasern wie Seide, Viskose oder synthetischen Materialien gewebt.

Gerade im Bettwäschebereich wird auch die Baumwolle aufgrund ihrer hautsympathischen Eigenschaften häufig verwandt.

Der Begriff Schlichte (Appretur) stammt ursprünglich aus dem Gebiet der Fertigungstechnik. Mit "schlichten" bezeichnet man das Glätten der Oberfläche von Werkstücken.

Die Schlichte ist eine Imprägnierflüssigkeit, welche auf textile Fäden durch z .B. Sprühen oder Tauchen vor der Weiterverarbeitung, z. B. Weben aufgebracht wird. Ein beschlichteter Faden ist geschmeidiger und widerstandsfähiger gegen mechanische Belastung. Ohne Beschlichtung kann am Schussfaden ein Kettfaden durch die ständige Reibung leicht brüchig werden und schließlich reißen.
Beschlichtet werden natürliche Fasern wie auch technische Fasern (Kunststofffasern, Kohlefaser, Glasfaser). Die Schlichte kann je nach Anwendungszweck stark unterschiedliche Rezepturen beinhalten.

Naturfasern: Stärkederivat in wässriger Lösung. Vor dem Auftragen kann der Faden befeuchtet werden, um seine Saugfähigkeit zu verringern, damit die Schlichte an der Oberfläche bleibt. Früher wurde Schlichte aus mit Wasser gemischtem Weizenmehl oder Leim hergestellt, in der modernen Webindustrie werden spezielle Chemikalien verwendet. Die Schlichte wird mit dem ersten Waschen eines Webstücks entfernt. Schlichtemittel wie PVA, CMC und PAC werden in modernen Textilbetrieben nach dem Waschen aus der Waschflotte recycelt und in den Produktionsprozess zurückgeführt.

Das Schrumpfen (Einlaufen) bezeichnet eine beabsichtigte oder unbeabsichtigte Dimensionsänderung von Stoffen oder Textilien bei Wasser- und/oder Wärmeeinfluß. Alle Natur- und die meisten Chemiefasern besitzen ein Einschrumpfpotential, das heißt, sobald sie mit Wasser und/oder Wärme in Berührung kommen, verändern sie ihre Form und laufen ein. Noch wesentlich erhöht wird dieser Wareneinsprung durch zahlreiche Veredelungsverfahren, bei denen die Fasern bzw. die Textilien einer Zugspannung unterliegen und dadurch über ihre natürliche Länge hinaus gedehnt werden.

Schrumpfpotential textiler Gewebe
  • Rohgewebe - je nach Schwere bis zu 10 %
  • gefärbte Gewebe ca. 5-8 %
  • gebleichte Gewebe unter 5 %
  • gekrumpfte (sanforisierte) Gewebe +/- 1 %

Die Schussfäden (auch Schuss, Eintrag oder Einschlag genannt) sind jene parallelen Fäden eines textilen Gewebes, die zu den längeren (häufig auch etwas stärkeren) Kettfäden bei der Herstellung eines Gewebes quer liegen.

Sie kreuzen die Kettfäden im rechten Winkel, wobei sie mal oben und mal unten zu liegen kommen, was durch die Mechanik der Webmaschine ermöglicht wird. Das daraus entstehende "Muster" durch die relative Lage von Kett- und Schussfäden zueinander, bezeichnet man als Bindung.

Durch Verwendung gefärbter Kett- und/oder Schussfäden sind farbige Muster möglich, man spricht dann von Buntgewebe.

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T

Tenside, (vom lat.: tendere = spannen, straff anziehen), sind Substanzen, die die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit oder die Grenzflächenspannung zwischen zwei Phasen herabsetzen und die Bildung von Dispersionen ermöglichen oder unterstützen.

Tenside bewirken, dass zwei eigentlich nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Öl und Wasser, fein vermengt werden können. Unter Tensiden versteht man in der Regel waschaktive Substanzen (Detergentien), die in Waschmitteln, Spülmitteln, und Shampoos enthalten sind. Sie wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt und haben das traditionelle Tensid Seife weitgehend verdrängt.

Zu den Textilien (v. lat.: texere = weben, flechten; PPP textum) gehören nach DIN 60000:
  • Fasern für textilen Einsatz
  • Textile Halb- und Fertigfabrikate (zum Beispiel Garn oder Gewebe)
  • Textile Fertigwaren (zum Beispiel Kleidung)
Charakteristisch ist für Textilien, dass sie meist aus Fasern bestehen und in zwei Dimensionen sehr viel ausgedehnter sind als in einer dritten (flach und dünn). Sie unterscheiden sich von Drähten durch die Dicke der Fasern und von Folien durch den Griff – ein Textil, welches auf der Haut getragen wird, sollte sich angenehm anfühlen.
Textilgewebe wird durch Weben von Fäden hergestellt.

Ein Gewebe ist ein rechtwinkeliges Flächengebilde aus Fäden. Die Fäden in der Längsrichtung bezeichnet man als Kette oder Kettfäden. Die Querfäden heißen Schuss oder Schussfäden.

Je nachdem, welche Kettfäden beim Weben angehoben bzw. gesenkt werden, entstehen unterschiedliche Gewebearten. Das daraus entstehende Warenbild mit mal oben, mal unten liegenden Kett- bzw. Schussfäden nennt man Bindung. Die Anzahl der Kett- und Schussfäden, nachdem sich die Bindung wiederholt, bezeichnet man als Rapport.

Diese Bindungen beeinflussen nicht nur die Eigenschaften eines Gewebes (wie z.B. das Aussehen, die Schiebefestigkeit oder die Drapierbarkeit), es ist auch möglich, durch die Verwendung unterschiedlicher Garne (Dicke, Farben etc.), Gewebe mit (farbigen) Mustern herzustellen. Werden farbige Garne verwendet, so spricht man von Buntgewebe, zu ihnen gehören zum Beispiel Nadelstreifen-, Pepita-, Fischgrat- (engl. Herringbone), Hahnentritt- (engl. Shepherd's check) und Schottenmustergewebe (engl. Tartan (Muster)).

Gewebe haben eine Ober- und eine Unterseite, die als rechte und linke Warenseite bezeichnet werden. Wenn Ober- und Unterseite das gleiche Aussehen haben, so spricht man von "gleichbindigem" Gewebe, z.B. bei der Leinwandbindung.

Textilpflegesymbole kennzeichnen die vom Hersteller empfohlene Art der Behandlung von Textilien in Bezug auf das Waschen, Reinigen, Trocknen und Bügeln. Die Symbole werden dabei meist in Form eines eingenähten Etiketts an der Wäsche angebracht, um dem Verbraucher die Pflege seiner Textilien zu erleichtern.

Die heute in Europa üblichen Symbole zur Kennzeichnung von Textilien wurden im Jahre 1975 von der Internationalen Organisation für Textilpflegekennzeichen GINETEX (Groupement International d'Etiquetage pour l'Entretien des Textiles) eingeführt. Die ISO-Norm 3758 von 1991 und 1994 die Euronorm EN 23758 standardisierten die Kennzeichnung in Deutschland und später in Europa, einschließlich Israels und der Schweiz. In den Ländern, die der nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA) angehören, müssen Kleidungsstücke ähnlich der europäischen Norm ausgezeichnet werden. Es gibt kleinere grafische Unterschiede und Zeichen für das Verbot des Auswringens, das Bügeln mit Dampf und für das Bleichen ohne Chlor. Außer den genannten Ländern hat auch Japan die Pflegesymbole normiert.

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Tischdecke bezeichnet eine der Tischform angepasstes Abdeckungsstück, das meist aus Textilien gewebt oder Kunststoff hergestellt ist. Mit der Verwendung von Tischdecken verfolgt der Verwender im allgemeinen eines der nachfolgend genannten Ziele:
  • Schutz einer hochwertigen Tischoberfläche, zum Beispiel aus Holz oder Marmor, vor Verschmutzung oder Beschädigung.
  • Abdeckung einer minderwertigen Tischoberfläche durch ein ansprechendes Tischtuch.
  • Abwechslungsreiche Gestaltung des Wohnraums zur Erhöhung der Lebensqualität


U

V

Velours
(aus dem Französischen) ist ein textiles Produkt. Es handelt sich entweder um ein Gewebe mit aufgeschnittenen Schlingen, oder ein Gewirk, dessen Oberfläche durch Aufrauhung eine samtähnliche Qualität annimmt.

Beim Velours als Gewebe werden nach dem Weben die Schlingen aufgeschnitten und stehen dann rechtwinklig vom Gewebe ab. Dieser aufstehede Flor ist länger als beim Samt, welcher sonst gleich hergestellt wird. Beim Plüsch ist der Flor noch länger.

Je länger der Flor, desto weicher wird das Textil, dafür droht der Flor dauerhaft abzuknicken. Bei Sitzbezügen äußert sich das als Sitzspiegel, bei Teppichen entstehen Spuren, wenn z.B. ein Tisch längere Zeit am selben Ort steht.

Velours wird sehr häufig als Sitzbezugsstoff verwendet. Mit der Zeit kann Velours allerdings seinen Flor verlieren, da dieser ja aufgeschitten wurde und so lose im Gewebe liegt. Man versucht dies zu verhindern, indem man die hintere Seite mit Klebstoff beschichtet.


Vollzwirn (engl. two-ply) bedeutet, dass vor dem Weben sowohl für Kettfäden als auch Schuss zwei oder mehr feinfädige Garne miteinander verdreht (verzwirnt) werden. Diese ursprünglich - vor allem bei Herrenhemden - standardmäßige Herstellungsart ist ein heute ein "zusätzlicher" Herstellungsaufwand gegenüber den mittlerweile aus vor allem ökonomischen, aber auch technischen Gründen (z.b. Machbarkeit bestimmter Oberflächenstrukturen) von den Herstellern heute präferierten billigeren Macharten, wie z.B. Halbzwirn, bei dem nur die Kette aus verzwirnten Fäden besteht.
Vollzwirngewebe wird heute insbesondere bei hochwertigen Oberhemden oder Blusen verarbeitet. Es ist besonders für glatte, dichte Gewebe geeignet. Die Haltbarkeit und Formstabilität dieser Stoffe ist besonders gut und Muster im Stoff erscheinen durch diese Herstellung besonders klar. 

W

Walkfrottier
ist die warenkundliche Bezeichnung für eine nach RAL 304 gewebte Frottierware aus meist ungezwirnten aber hochgedrehten Polgarnen, deren Schlingen sich bei einer nachfolgenden Nass-Koch-Behandlung verwerfen.

Eine Wäscherei ist ein Dienstleistungsunternehmen oder eine Organisationseinheit in einem Betrieb, in dem per Definition alle waschbaren Textilien gewaschen und wiederaufbereitet werden, im Gegensatz zur chemischen Reinigung, bei der nichtwaschbare Textilien gereinigt werden.

Handelt es sich bei der Wäscherei nicht um eine Organisationseinheit im Rahmen einer Unternehmung (z. B. Klinikum), spricht man auch von einer gewerblichen Wäscherei, Großwäscherei oder Industriewäscherei.
 
Eine gewerbliche Wäscherei erbringt grundsätzlich eine Dienstleistung (Transport und Waschen von Textilien), benötigt aber zum Erbringen dieser Dienstleistung einen hohen Energiebedarf und einen aufwendigen Maschinenpark, womit man sie auch als Produktionsbetrieb bezeichnen könnte. Aufgrund der Kostenstruktur einer Wäscherei hat diese wohl eine Zwitterstellung zwischen Dienstleistungs- und Produktionsbetrieb inne. Des Weiteren gehört das Stellen der logistischen Ressourcen zur Dienstleistung einer gewerblichen Wäscheversorgung.


Wäschemangel (siehe Mangel)

Die Waschmaschine ist eine Vorrichtung vorwiegend zur Reinigung von Textilien. Unterschieden werden hauptsächlich Haushaltsgeräte und industrielle Waschmaschinen. 

Haushaltsmaschinen - Die in Deutschland am meisten verbreitet Bauform ist die Trommelwaschmaschine, bei der sich eine Wäschetrommel um eine horizontale Achse dreht. Man unterscheidet Toplader, bei denen die Ladeluke an der Oberseite liegt, und Frontlader, bei denen ein Bullauge als Ladeluke an der Vorderseite dient.

In der industriellen Wäscherei kommen sowohl Waschschleudermaschinen als auch kontinuierlich arbeitende Waschstraßen (Kontinueanlagen) zur Anwendung. Einsatzkriterien sind u.a. die Menge und Beschaffenheit des Waschgutes. Zur Kostenminimierung sind industrielle Maschinen seit langem für einen ressourcensparenden Betrieb ausgelegt. So ist es häufig möglich, durch Flottenrückgewinnung bestimmte Wasch- und Spülbäder mehrfach zu verwenden und so Wasser- und Energieverbrauch zu reduzieren.
Waschschleudermaschinen ähneln prinzipiell den Haushalts-Trommelmaschinen, sind allerdings naturgemäß für deutlich höhere Fassungsvermögen konstruiert. Um eine gleichmäßige Masseverteilung sowie die notwendige Waschmechanik zu gewährleisten, werden größere Waschtrommeln in zwei bis vier Kammern unterteilt.
Das Wort Wasser leitet sich vom althochdeutschen wazzar „das Feuchte, Fließende“ ab. Das indogermanische Wort wadar ist bereits im Hethitischen des 3. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung belegt. Auch das altgriechische Wort hydor („Wasser“), von dem sich alle Fremdwörter mit dem Wortbestandteil „hydr(o)“ ableiten, gehört zu dieser Familie.
Wirkfrottier bezeichnet auf der Kettenwirk- oder Rundstrickmaschine gearbeitete elastische Ware mit Plüscheffekt durch Henkelbildung. Eigenschaften: elastisch (weniger formstabil), weich, hautsympathisch, saugfähig, schlingenfest.

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X
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Y
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Z

Zwirnfrottier
ist die warenkundliche Bezeichnung für Frottiergewebe, bei dem die Polkette aus Zwirn besteht.
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