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februar 2012

21.02.2012, 08:53

Von Christina Berndt

Schon winzigste Mengen der Erreger reichen, um den Infizierten zeitweise ihre Würde zu rauben: Noroviren gehen derzeit wieder um in Deutschland und lassen viele Menschen zu Desinfektionsmitteln greifen. Wirksamer aber ist ein viel simpleres Mittel.

Es gibt eine neue Seuche in Nordamerika. Sie ist nicht infektiös im Sinne einer ansteckenden Krankheit, aber doch allgegenwärtig. Gemeint sind Spender mit Händedesinfektionsmittel, auf die jeder Besucher inzwischen an vielen Stellen trifft und die keimfreie Finger sowie die Abwehr von Krankheiten versprechen.

"Gesunde Hände beginnen hier" steht auch auf den vielen weißen Spendern in Vancouver, wo sich zurzeit Tausende Wissenschaftler aus aller Welt zur Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS) treffen. Die angeblichen Garanten von Sauberkeit und Gesundheit ermahnen Besucher in Cafés, an Trinkwasserautomaten und am Ende von Rolltreppen, wo der unvorsichtige Gast ja womöglich einen mikrobenverseuchten Handlauf berührt haben könnte.

Jan Vinjé kann über diese Sauberkeitsideologie nur lachen. Der gebürtige Niederländer leitet an der US-Seuchenschutzbehörde CDC ein Programm zur Überwachung von Infektionskrankheiten. Vor Grippeviren könne das Desinfektionsmittel tatsächlich schützen, sagt er, "aber Grippeviren fallen auch sehr leicht auseinander".

Gegen die allermeisten Viren und Bakterien helfe die alkoholische Lösung aus den kleinen Spendern dagegen wenig. Normales Händewaschen sei erheblich effektiver. Wer das mit genügend Hingabe mache, reibt mehr, verwendet ein wirksameres Detergens und nutzt beim Abtrocknen gleich noch einmal die Kraft mechanischer Zerstörung, deren Wert "man nicht unterschätzen soll", erklärt Vinjé.

Besonders hartnäckig sind zum Beispiel Noroviren, die als Erreger von Durchfall und Erbrechen inzwischen einige Berühmtheit erlangt haben. Saisonbedingt gehen sie derzeit auch in Deutschland wieder um. Seit Mitte der 1990er Jahre erst können Wissenschaftler die 1968 entdeckten Noroviren bei infizierten Menschen nachweisen; seither wachsen die Erkrankungszahlen weltweit ständig an.

Doch das ist wahrscheinlich nur ein Effekt genaueren Hinsehens, betont Vinjé. Noroviren seien nicht neu; sie würden schon seit langem von Mensch zu Mensch ziehen. Wer immer an einer Magen-Darm-Grippe leidet, hat sich mit 90 Prozent Wahrscheinlichkeit ein Norovirus eingehandelt. Auch knapp 60 Prozent aller Fälle von Lebensmittelvergiftungen gehen in den USA und Europa auf die kleinen, rundlichen Viren zurück, die damit erheblich häufiger sind als etwa Salmonellen. "Diese Viren sind sehr demokratisch", sagt Vinjé, "sie befallen jeden."

Das liegt vor allem daran, dass schon die unglaublich winzige Zahl von zehn bis 100 Erregern reicht, um einem Menschen zeitweise die Würde zu nehmen. Wer sich die Viren einfängt, wird binnen zwölf bis 18 Stunden krank, und kann, wenn er selbst längst wieder gesund ist, noch wochenlang Erreger ausscheiden, berichtete Natalie Prystajecky von der University of British Columbia während der AAAS-Tagung.

Die Viren überleben minus 20 bis plus 60 Grad

Das Perfide an den Noroviren ist ihre extreme Widerstandskraft. Auf einem Teppich haben sie nachweislich zwölf Tage überlebt, und Temperaturen zwischen minus 20 und plus 60 Grad halten sie mühelos aus. Die Übertragungswege sind vielfältig. "Man kann sich durch direkten Kontakt anstecken, aber auch durch Tröpfchen in der Luft, kontaminierte Oberflächen oder einen von einem Infizierten zubereiteten Salat", ergänzte Prystajecky.

Wie wenig gewöhnliches Desinfektionsmittel aus einem der neuerdings verbreiteten Spender den Erregern ausmacht, hat ein gut dokumentierter Fall gezeigt, von dem Ewen Todd, ein früherer Virenjäger der kanadischen Regierung, während der AAAS-Tagung berichtete. An einer Schule in San Francisco erbrach sich ein Schüler auf die Griffe einer Tür. Schnell war eine Putzfrau zur Stelle, und die Türgriffe wurden desinfiziert. "Trotzdem wurden in den folgenden zwei Tagen mehr als 300 Schüler und Lehrer dieser Schule krank", sagte Todd.

Die Viren verändern sich alle zwei bis drei Jahre

Die hochansteckenden Noroviren halten auf solche Weise jährlich Millionen Menschen vom Arbeiten ab und fordern unter Alten und Kindern auch Todesopfer. Zahlreiche Labors versuchen deshalb, einen Impfstoff zu entwickeln. Das sei aber nicht so einfach, berichtete Charles Arntzen von der Arizona State University. Denn die Viren verändern sich alle zwei bis drei Jahre erheblich. Zudem gelangen sie nicht wie andere Erreger in die Blutbahn, sondern greifen die Schleimhäute von Magen und Darm an. Es sei daher nötig, den Impfstoff über Nase oder Mund direkt auf die Schleimhäute zu geben, sagte Arntzen. In vier bis fünf Jahren, glaubt er, könnte so ein Vakzin zur Verfügung stehen.

Ob wir den Kampf gegen diese Viren am Ende gewinnen oder verlieren?", fragte sich Natalie Prystajecky. "Im Moment ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen." Wer persönlich möglichst ein Sieger bleiben will, sollte auf althergebrachte Hygieneregeln bauen, betonte Vinjé: "Man kann es nicht oft genug sagen. Was wirklich hilft, ist: Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen." Aus diesem Grund können die weißen Spender mit dem Desinfektionsmittel sogar zum Risiko werden: Weil Menschen, die die vermeintlich schützende Alkohollösung verwendet haben, ihre Hygieneerziehung vernachlässigen.

Der "Risikofaktor Desinfektionsmittel" ist seit einigen Monaten sogar wissenschaftlich belegt (American Journal of Infection Control, Bd. 39, S. 296, 2011). Im Winter 2006/07 wütete in Neuengland eine besonders hartnäckige Noro-Epidemie. Betroffen waren, wie so oft, vor allem Altenheime. Als der "Epidemic Intelligence Service" der CDC schließlich ausrückte, stellte er fest: Das Risiko für die Senioren war sechsmal so groß, wenn das Pflegepersonal Desinfektionsmittel statt Wasser und Seife verwendete.

Immerhin werden auch klassische Reinigungsmethoden in Vancouver propagiert. An öffentlichen Waschbecken erklären sechsteilige Bildergeschichten, wie das noch geht, sich richtig die Hände zu waschen.

URL: http://www.sueddeutsche.de/[...]-1.1289071
Copyright: Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle: (SZ vom 21.02.2012/beu)

Mai 2011 Häufung des lebensbedrohlichen, durch Bakterien verursachten hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS)

Seit der zweiten Maiwoche sind vermehrt Personen an blutigem Durchfall und dem so genannten hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) erkrankt. Die Fälle traten vor allem in Norddeutschland auf, es gibt aber auch vorläufige Meldungen aus Süd- und Ostdeutschland. Die Zahl der schweren Verläufe (über 40 HUS-Fälle) in einem kurzen Zeitraum ist sehr ungewöhnlich, auch die betroffenen Altersgruppen sind untypisch. Aktuell sind vor allem Erwachsene, überwiegend Frauen, betroffen. Zu anderen Zeiten entwickeln vorwiegend Kinder dieses schwere Krankheitsbild: Im Jahr 2010 zum Beispiel wurden dem Robert Koch-Institut 65 HUS-Fälle übermittelt, 6 Betroffene waren älter als 18 Jahre.

In diesem Zusammenhang gibt das RKI folgende Empfehlungen:
  • Bisher konnte kein konkretes Lebensmittel als Infektionsquelle identifiziert werden. Verbraucher können das Risiko einer EHEC-Infektion aber minimieren, indem sie alle Lebensmittel vor dem Verzehr ausreichend erhitzen (Kerntemperatur mindestens 70°C für 10 Minuten). Im Übrigen gelten die generellen Empfehlungen zur Vermeidung lebensmittelbedingter Infektionen (Vgl. Bundesinstitut für Risikobewertung, Internet-link unten).
  • Alle Personen mit Durchfall sollten darauf achten, dass strikte Hände-Hygiene eingehalten wird, insbesondere gegenüber Kleinkindern und immungeschwächten Personen.
  • Personen mit blutigem Durchfall sollten umgehend einen Arzt aufsuchen.
  • Ärzte sollten bei diesen Patienten einen EHEC-Nachweis (im Stuhl) anstreben, sie im Hinblick auf die mögliche Entwicklung eines HUS eng beobachten und bei ersten Anzeichen eines HUS an geeignete Behandlungszentren überweisen. Symptome von EHEC-assoziierten HUS-Erkrankungen beginnen innerhalb einer Woche nach Beginn des Durchfalls. Der Zeitraum zwischen der Infektion und den ersten Durchfallsymptomen beträgt durchschnittlich drei bis vier Tage.
  • Diagnostizierende Laboratorien sollten bei Erregernachweis geeignete Proben an das Nationale Referenzzentrum für Salmonellen und andere Enteritiserreger am RKI (Standort Wernigerode) zu senden. Labore und Ärzte sind nach Infektionsschutzgesetz verpflichtet, sowohl mikrobiologisch nachgewiesene EHEC-Infektionen, als auch das Krankheitsbild des HUS (auch bereits bei Krankheitsverdacht) unverzüglich an das örtliche Gesundheitsamt zu melden.
Das HUS ist eine schwere, unter Umständen tödliche Komplikatione, die bei bakteriellen Darminfektionen mit sogenannten enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) auftreten kann. Das Vollbild des HUS ist charakterisiert durch akutes Nierenversagen, Blutarmut durch den Zerfall roter Blutkörperchen und einen Mangel an Blutplättchen. Im Jahr 2010 wurden dem Robert Koch-Institut zwei Todesfälle übermittelt. Die das HUS verursachenden EHEC-Bakterien werden direkt oder indirekt vom Tier auf den Menschen übertragen. Als Reservoir gelten Wiederkäuer, vor allem Rinder, Schafe, Ziegen. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt fäkal-oral, wobei die Erregeraufnahme über den Kontakt mit Tierkot, über kontaminierte Lebensmittel oder Wasser erfolgt, aber auch durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch (Schmierinfektion).
 
Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass rohes Fleisch oder Rohmilch ,die in Zusammenhang mit EHEC häufig als Überträger-Lebensmittel identifiziert werdendie Ursache des aktuellen Ausbruchs darstellen.

Es treten weiterhin neue Fälle auf. Aktuell kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Infektionsquelle noch aktiv ist. Ein RKI-Team ist vor Ort in Hamburg, wo bislang rund 30 HUS-Fälle gemeldet wurden, und untersucht in Zusammenarbeit mit den Hamburger Gesundheitsbehörden das Geschehen. In den letzten Jahren wurden in Deutschland mehrfach größere Häufungen von HUS-Erkrankungen gemeldet (allerdings noch nie so viele Fälle in so kurzer Zeit, und noch nie mit einem Fokus auf Erwachsenen).

Quelle: Robert-Koch-Institut
http://www.rki.de/cln_178/nn_205760/DE/Home/Info-HUS.html

Mai 2011
Symposium 2011
Das Symposium am Samstag, 21.Mai 2011 wurde aus terminlichen Gründen abgesagt. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.


Die neuen Hygienezeugnisse für 2011 stehen ab sofort für Sie im Downloadbereich zur Verfügung

Europäisches Zertifikat RAL 992/1 RAL 992/2 RAL 992/3


November 2009 Der Wäscherei Witz


November 2009 NEUE GRIPPE

November 2009 NEWSCENTER der Wäscherei Büchele jetzt mit RSS

Eine kleine Erweiterung bieten wir jetzt an. Ab sofort können sie unsere Nachrichten und Meldungen auch als RSS Feed abonnieren.

Damit können Sie sich noch schneller über neue Artikel informieren.

Viel Spaß - Ihr Team von der Wäscherei Büchele


Oktober 2009 Mindestlohn-Entwurf wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht

Der Entwurf zum Mindestlohn für Wäschereidienstleistungen im Objektgeschäft wurde am 18. September 2009 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Dies meldet Steffan Rimbach, Geschäftsführer beim Ostdeutschen Textilreinigungs-Verband (OTV). Der Bundesminister für Arbeit und Soziales hat den Verbänden eine Frist für eine Stellungnahme eingeräumt, die am 13. Oktober 2009 endet. Danach wäre rein rechnerisch, mit der Unterschrift des noch amtierenden Ministers Scholz und der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt, frühestens eine Umsetzung ab dem 16. Oktober 2009 möglich. Einen Tag nach der Veröffentlichung kann eine Rechtsverordnung Gültigkeit haben, und damit müssen Wäschereien den Mindestlohn auch zahlen.

Quelle:http://www.wrp-textilpflege.de/

Oktober 2009
FLEXIBILITÄTS-NOBELPREIS

10/09: Auszug aus einem Kundenfax:

[...]

Guten Tag Frau Büchele-Schurr,

wenn es einen Flexibilitäts-Nobelpreis geben würde, müsste ich Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür nominieren lassen.
Leider gibt es diesen Nobelpreis nicht, aus diesem Grund möchte ich Ihnen ganz herzlich für die hervorragende Arbeit an unseren Handspielpuppen Tiger bedanken.

Das Resultat Ihrer Arbeit liegt mir vor, und ich kann nur sagen KLASSE!

[...]
Anmerkung:

Tiger und seine nun bald 49.999 Freunde mussten in Rekordzeit gewaschen und wieder verpackt werden. Eine Arbeit, die das Team von der Wäscherei Büchele anscheinend zum Wohlgefallen unseres Kunden geschafft hat.

September 2009 MINDESTLOHN - Merkwürdige Wohltat

Quelle:  DIE ZEIT ONLINE
(Februar 2009)    

Trotz Wirtschaftskrise: Die Bundesregierung treibt die Mindestlöhne weiter voran – aber nur für diejenigen, die laut genug schreien

Wenn es nicht um Millionen Menschen ginge, die zu Niedrigstlöhnen von vier, fünf oder sechs Euro die Stunde schuften, könnte man es fast lustig finden. Seit knapp vier Jahren ringt die Große Koalition mit Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und vor allem sich selbst um den Mindestlohn. Einig sind sich die Koalitionäre bis heute nicht, dennoch basteln sie fleißig an immer neuen Lohnvorschriften. Auf dass ihnen niemand Untätigkeit vorwerfe. In dieser Woche dürften sie ihren letzten Tätigkeitsnachweis vor der Bundestagswahl erbringen.

Der Bundesrat soll – inmitten der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit – neuen Lohnregeln für eine Reihe von Branchen zustimmen. Für Wachdienste, Bergbaufirmen, Wäschereien oder Weiterbildungsträger. Zugleich wird er ein Gesetz verabschieden, das es ermöglicht, praktisch jeder Branche eigene Lohnsätze vorzuschreiben. Und schließlich steht im Kabinett eine Entscheidung darüber an, wie auch der angeschlagenen Zeitarbeitsbranche eine Lohnuntergrenze verpasst werden kann. Was immer dabei herauskommt – die Bilanz der Bundesregierung beim Thema Mindestlohn ist miserabel. Schwarz-Rot hat in den vergangenen Jahren ein kafkaeskes System geschaffen. Einen kaum durchschaubaren Wirrwarr von Einzel- und Sonderregeln, die weder sozial noch wirtschaftlich begründbar sind. Allein Macht und protektionistische Interessen erklären seine Struktur. So läuft diese Politik aber Gefahr, denen nicht zu nützen oder gar zu schaden, denen sie zu helfen vorgibt: den schlecht organisierten Geringverdienern.

Vordergründig profitieren sie von den Mindestlöhnen – auch wenn der Staat seine Gunst extrem ungleich verteilt. Wenn etwa ein angelernter Helfer auf dem Bau eine Schippe in die Hand nimmt, muss er nach geltendem Recht wenigstens 12,85 Euro pro Stunde erhalten, für Lackierer und Maler reichen hingegen 8,05 Euro. Im Osten gelten wieder andere Tarife. Nur nicht für Dachdecker, die überall mit 10,40 Euro korrekt bezahlt sind. Putzfrauen schließlich haben einen gesetzlich geregelten Anspruch auf 8,15 Euro, wenn sie den Boden wischen, und 10,80 Euro, wenn sie Fenster reinigen (jeweils West). Wobei das wiederum nur gilt, sofern sie bei einer Reinigungsfirma angestellt sind – überall sonst darf zu beliebig niedrigen Lohnsätzen gefeudelt werden.

Wie solche bizarren Regeln entstehen, zeigt sich mustergültig an den Wäschereien, die jetzt einen Mindestlohn bekommen. Vorangetrieben hatte das ein Verband, in dem 17 zum Teil weltweit agierende Großbetriebe organisiert sind. Mit einem geplanten Mindestlohn von 9,20 Euro hätte er viele kleinere Konkurrenten an den Rand gedrängt, die mit weniger Maschinen und mehr Personal arbeiten – ganz nach dem Muster von Postchef Klaus Zumwinkel, der mithilfe des Mindestlohns unliebsame Konkurrenz klein hielt. Im Fall der Wäschereien wehrte sich allerdings ein etablierter Verband von 250 Mittelständlern. Das Ergebnis ist ein halbgarer Kompromiss: Der ohnehin bei den kleineren Firmen geltende Tariflohn wird kaum verändert zum Mindestlohn erklärt (West 7,51 Euro, Ost 6,36 Euro), wobei es allerdings – aufgepasst! – darauf ankommt, ob jemand hauptsächlich privat getragene Hosen bügelt oder beruflich genutzte Beinkleider, denn das Lohnlimit gilt nur in Wäschereien, die sich eher um Berufskleidung oder Hotelwäsche kümmern und nicht mehr als 20 Prozent ihres Umsatzes mit Privatkunden erzielen. Alles klar?

Man kann solche abstrusen Regeln als Schönheitsfehler abtun, wie auch die irrsinnig aufwendige Kontrolle solcher Vorschriften. Schwerer wiegt, dass der Einsatz eines heiklen arbeitsmarktpolitischen Instruments letztlich vom Lobbyismus einzelner Branchen abhängt. Dieses Vorgehen ist intransparent, führt manchmal zu gar nichts (etwa bei Friseurinnen, für die bis heute kein Mindestlohn gilt), kann aber auch viel Schaden anrichten. Denn zu hoch gesetzte Mindestlöhne treiben Menschen erst recht in die Armut, wenn sie ihren Job verlieren. Das ist keine neoliberale Angstmache, sondern begründete Sorge selbst jener Ökonomen, die Mindestlöhne bejahen.

Man muss dazu nicht auf internationale Untersuchungen verweisen. Inzwischen belegen seriöse Studien auch hierzulande diese Gefahr. Zum Beispiel für den Bau: Dort hat die vor zehn Jahren eingeführte Lohnuntergrenze die Beschäftigungschancen ostdeutscher Bauarbeiter deutlich verschlechtert, und zwar unabhängig von der jeweiligen Konjunkturlage. Das ergab eine Untersuchung von Joachim Möller, dem Chef des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg, einem erklärten Mindestlohn-Befürworter. Das staatlich fixierte Bau-Gehalt lag im Osten im Verhältnis zum normalen Marktlohn viel zu hoch, weit über dem vergleichbaren Maß im Westen oder in anderen Ländern. Die Branchenverbände und den Staat hat das nicht gekümmert.
So genau schaut die Öffentlichkeit sowieso nicht hin. Hauptsache, es wird etwas getan gegen Hungerlöhne. Wer aber den Schwächsten wirklich helfen will, darf es sich nicht so leicht machen. Leider gibt es keine Formel für den richtigen Mindestlohn. Der Freiburger Ökonom Bernd Fitzenberger spricht vom »Topfschlagen«, das nötig sei, um ihn zu finden. Das klingt abfällig, heißt aber: Man muss sich vorsichtig herantasten. Ohne schrittweise Kontrolle einfach loszustürmen ist fahrlässig. Es ist erst recht gefährlich in einer Krise, die ohnehin Millionen Jobs gefährdet.
 
Dass es anders geht, zeigt das britische Beispiel. Dort wurde vor zehn Jahren ein für alle geltender Mindestlohn äußerst vorsichtig, also auf niedrigem Niveau eingeführt. Seither überwacht eine Kommission aus Arbeitgebern, Gewerkschaftern und unabhängigen Wissenschaftlern seine Wirkung. Sie prüft, ob der Mindestlohn eingehalten wird und ob er Jobs kostet, sei es auch nur in einzelnen Regionen, Branchen oder Berufsgruppen. Außerdem empfiehlt sie, bisher immer einstimmig, um welchen Betrag der Lohn (zurzeit 6,55 Euro) erhöht werden soll. Auch so – transparent, sehr systematisch und eigentlich ziemlich deutsch – kann man Politik machen. Nur wohl nicht in der hiesigen Großen Koalition.

September 2009 Braut randaliert in Wäscherei

Ihr Kleid war weg, die Braut sah rot: Zwei Tage vor ihrer Hochzeit erfuhr eine Frau in einer Osnabrücker Wäscherei, dass die kostbare Robe gestohlen wurde. Sie flippte aus - und musste von der Polizei gestoppt werden.

Osnabrück, 17.09.2009 - 15 Jahre lang hatte die Braut ihr Kleid für den wichtigsten und schönsten Tag in ihrem Leben im Schrank hängen - schließlich hatte sie sich damals sofort in den Traum aus Weiß mit der fünf Meter langen Schleppe verliebt. Wenige Wochen vor ihrer Trauung am 9.9.2009 gab sie das gute Stück in eine Reinigung in Osnabrück - und musste beim Abholen, zwei Tage vor der Hochzeit, einen harten Schlag hinnehmen:
Das Kleid war gestohlen worden.

Die Kundin tobte, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" nun berichtete. Sie schrie demnach den Besitzer an und riss Wäsche vom Ständer. Aus Angst rief eine Mitarbeiterin die Polizei, die Beamten mussten die aus Brasilien stammende Frau zu sechst aus dem Geschäft befördern. Auch eine Beruhigungsspritze wurde ihr verabreicht. "Sie ist da wohl richtig ausgerastet", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Der Wäschereibesitzer hatte gut eine Woche zuvor den Diebstahl der Polizei gemeldet. Laut Zeitungsbericht hatte er weder Adresse noch Telefonnummer seiner Kundin, so dass er diese nicht darüber informieren konnte - bis sie kurz vor dem Trautermin in seinen Laden kam.

Dem Wäschereibesitzer ist die Sache höchst unangenehm - in 30 Jahren sei ein solcher Fall noch nie vorgekommen, sagte er der Zeitung. Den materiellen Schaden wolle er ersetzen. Der Wert des Brautkleides muss dem Bericht zufolge anhand eines Fotos geschätzt werden, da es keine Quittung mehr gibt. Der Braut zufolge hat das Kleid mehrere tausend Mark gekostet. Die Versicherung der Wäscherei übernimmt den Schaden nicht, da die Tür zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt offenstand und sich kein Mitarbeiter vorn im Laden befand, wo das Brautkleid hing.

Für die Trauung musste sich die Braut ein Kleid leihen.

Quelle: Spiegel-Online

August 2009 WäschereiINFORMATION

In unserem Download-Center  (im grauen Navigations-Menue auf der rechten Seite) finden Sie viele nützliche Vordrucke und Informationen zum herunterladen.

Bitte helfen Sie mit Ihre Reklamationen und Anfragen schneller zu bearbeiten, indem Sie unsere Vordrucke verwenden.

Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, oder einmal kein passendes Formular finden können, zögern Sie nicht uns umgehend zu informieren. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Ihre Kundenbetreuung

Juli 2009 Schweinegrippe (H1N1): Mehr Kranke

Am Dienstag (21.07.09), 15 Uhr, verzeichnete das Robert-Koch-Institut (RKI) 1818 Fälle von Schweinegrippe. 24 Stunden vorher waren es noch 1555, vor einer Woche erst 834 Fälle.

Die aktuelle Zunahme wird laut RKI hauptsächlich durch Reiserückkehrer verursacht, die meisten kämen aus Spanien zurück. Die Mehrzahl der Fälle verlaufe weiter mild, sagte RKI-Vizepräsident Reinhard Burger dem Südwestrundfunk. Da eine weitere massenhafte Verbreitung zu erwarten sei, steige zwangsläufig aber auch die Zahl der schweren Verläufe. Neben regelmäßigem Händewaschen rät er, Augen, Nase und Mund nicht mit den Händen zu berühren.

Quelle: Welt Online

Juli 2009 Arbeiten am Hallenanbau kommen gut voran

Der Hallenanbau an die bestehenden Produktionsflächen kommt wie geplant gut voran. Durch die Erweiterung wird nicht nur neue Produktionsfläche gewonnen, sondern vor allem bestehende Arbeitsabläufe werden durch Umstrukturierungsmaßnahmen optimiert. Nach Abschluss der Bauarbeiten, kann die Wäscherei Büchele noch effizienter zum Wohle ihrer Kunden arbeiten.
Anbau_2009

Juli 2009

Unterhaltung
Sommerzeit - Reisezeit

Wie gut kennen Sie sich aus auf unserer Welt?

Testen Sie Ihren Travellers IQ....

Viel Erfolg - Wir haben schon einmal vorgelegt...



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