 |
|
|
|
|

|
Von Christina Berndt
Schon
winzigste Mengen der Erreger reichen, um den Infizierten zeitweise ihre
Würde zu rauben: Noroviren gehen derzeit wieder um in Deutschland und
lassen viele Menschen zu Desinfektionsmitteln greifen. Wirksamer aber
ist ein viel simpleres Mittel.
Es gibt eine neue
Seuche in Nordamerika. Sie ist nicht infektiös im Sinne einer
ansteckenden Krankheit, aber doch allgegenwärtig. Gemeint sind Spender
mit Händedesinfektionsmittel, auf die jeder Besucher inzwischen an
vielen Stellen trifft und die keimfreie Finger sowie die Abwehr von
Krankheiten versprechen.
"Gesunde Hände
beginnen hier" steht auch auf den vielen weißen Spendern in Vancouver,
wo sich zurzeit Tausende Wissenschaftler aus aller Welt zur
Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der
Wissenschaften (AAAS) treffen. Die angeblichen Garanten von Sauberkeit
und Gesundheit ermahnen Besucher in Cafés, an Trinkwasserautomaten und
am Ende von Rolltreppen, wo der unvorsichtige Gast ja womöglich einen
mikrobenverseuchten Handlauf berührt haben könnte.
Jan Vinjé kann über
diese Sauberkeitsideologie nur lachen. Der gebürtige Niederländer
leitet an der US-Seuchenschutzbehörde CDC ein Programm zur Überwachung
von Infektionskrankheiten. Vor Grippeviren könne das
Desinfektionsmittel tatsächlich schützen, sagt er, "aber Grippeviren
fallen auch sehr leicht auseinander".
Gegen die allermeisten
Viren und Bakterien helfe die alkoholische Lösung aus den kleinen
Spendern dagegen wenig. Normales Händewaschen sei erheblich effektiver.
Wer das mit genügend Hingabe mache, reibt mehr, verwendet ein
wirksameres Detergens und nutzt beim Abtrocknen gleich noch einmal die
Kraft mechanischer Zerstörung, deren Wert "man nicht unterschätzen
soll", erklärt Vinjé.
Besonders hartnäckig
sind zum Beispiel Noroviren, die als Erreger von Durchfall und
Erbrechen inzwischen einige Berühmtheit erlangt haben. Saisonbedingt
gehen sie derzeit auch in Deutschland wieder um. Seit Mitte der 1990er
Jahre erst können Wissenschaftler die 1968 entdeckten Noroviren bei
infizierten Menschen nachweisen; seither wachsen die Erkrankungszahlen
weltweit ständig an.
Doch das ist
wahrscheinlich nur ein Effekt genaueren Hinsehens, betont Vinjé.
Noroviren seien nicht neu; sie würden schon seit langem von Mensch zu
Mensch ziehen. Wer immer an einer Magen-Darm-Grippe leidet, hat sich
mit 90 Prozent Wahrscheinlichkeit ein Norovirus eingehandelt. Auch
knapp 60 Prozent aller Fälle von Lebensmittelvergiftungen gehen in den
USA und Europa auf die kleinen, rundlichen Viren zurück, die damit
erheblich häufiger sind als etwa Salmonellen. "Diese Viren sind sehr
demokratisch", sagt Vinjé, "sie befallen jeden."
Das liegt vor allem
daran, dass schon die unglaublich winzige Zahl von zehn bis 100
Erregern reicht, um einem Menschen zeitweise die Würde zu nehmen. Wer
sich die Viren einfängt, wird binnen zwölf bis 18 Stunden krank, und
kann, wenn er selbst längst wieder gesund ist, noch wochenlang Erreger
ausscheiden, berichtete Natalie Prystajecky von der University of
British Columbia während der AAAS-Tagung.
Die Viren überleben minus 20 bis plus 60 Grad
Das Perfide an den
Noroviren ist ihre extreme Widerstandskraft. Auf einem Teppich haben
sie nachweislich zwölf Tage überlebt, und Temperaturen zwischen minus
20 und plus 60 Grad halten sie mühelos aus. Die Übertragungswege sind
vielfältig. "Man kann sich durch direkten Kontakt anstecken, aber auch
durch Tröpfchen in der Luft, kontaminierte Oberflächen oder einen von
einem Infizierten zubereiteten Salat", ergänzte Prystajecky.
Wie wenig gewöhnliches
Desinfektionsmittel aus einem der neuerdings verbreiteten Spender den
Erregern ausmacht, hat ein gut dokumentierter Fall gezeigt, von dem
Ewen Todd, ein früherer Virenjäger der kanadischen Regierung, während
der AAAS-Tagung berichtete. An einer Schule in San Francisco erbrach
sich ein Schüler auf die Griffe einer Tür. Schnell war eine Putzfrau
zur Stelle, und die Türgriffe wurden desinfiziert. "Trotzdem wurden in
den folgenden zwei Tagen mehr als 300 Schüler und Lehrer dieser Schule
krank", sagte Todd.
Die Viren verändern
sich alle zwei bis drei Jahre
Die hochansteckenden
Noroviren halten auf solche Weise jährlich Millionen Menschen vom
Arbeiten ab und fordern unter Alten und Kindern auch Todesopfer.
Zahlreiche Labors versuchen deshalb, einen Impfstoff zu entwickeln. Das
sei aber nicht so einfach, berichtete Charles Arntzen von der Arizona
State University. Denn die Viren verändern sich alle zwei bis drei
Jahre erheblich. Zudem gelangen sie nicht wie andere Erreger in die
Blutbahn, sondern greifen die Schleimhäute von Magen und Darm an. Es
sei daher nötig, den Impfstoff über Nase oder Mund direkt auf die
Schleimhäute zu geben, sagte Arntzen. In vier bis fünf Jahren, glaubt
er, könnte so ein Vakzin zur Verfügung stehen.
Ob wir den Kampf gegen
diese Viren am Ende gewinnen oder verlieren?", fragte sich Natalie
Prystajecky. "Im Moment ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen." Wer persönlich
möglichst ein Sieger bleiben will, sollte auf althergebrachte
Hygieneregeln bauen, betonte Vinjé: "Man kann es nicht oft genug sagen.
Was wirklich hilft, ist: Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen." Aus
diesem Grund können die weißen Spender mit dem Desinfektionsmittel
sogar zum Risiko werden: Weil Menschen, die die vermeintlich schützende
Alkohollösung verwendet haben, ihre Hygieneerziehung vernachlässigen.
Der "Risikofaktor
Desinfektionsmittel" ist seit einigen Monaten sogar wissenschaftlich
belegt (American Journal of Infection Control, Bd. 39, S. 296,
2011). Im Winter 2006/07 wütete in Neuengland eine besonders
hartnäckige Noro-Epidemie. Betroffen waren, wie so oft, vor allem
Altenheime. Als der "Epidemic Intelligence Service" der CDC schließlich
ausrückte, stellte er fest: Das Risiko für die Senioren war sechsmal so
groß, wenn das Pflegepersonal Desinfektionsmittel statt Wasser und
Seife verwendete.
Immerhin werden auch
klassische Reinigungsmethoden in Vancouver propagiert. An öffentlichen
Waschbecken erklären sechsteilige Bildergeschichten, wie das noch geht,
sich richtig die Hände zu waschen.
- URL: http://www.sueddeutsche.de/[...]-1.1289071
- Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
- Quelle: (SZ vom
21.02.2012/beu)
|
|
 |
Häufung des lebensbedrohlichen, durch
Bakterien verursachten hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS)
Seit der zweiten Maiwoche sind
vermehrt Personen an blutigem Durchfall und dem so genannten
hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) erkrankt. Die Fälle traten vor
allem in Norddeutschland auf, es gibt aber auch vorläufige Meldungen
aus Süd- und Ostdeutschland. Die Zahl der schweren Verläufe (über 40
HUS-Fälle) in einem kurzen Zeitraum ist sehr ungewöhnlich, auch die
betroffenen Altersgruppen sind untypisch. Aktuell sind vor allem
Erwachsene, überwiegend Frauen, betroffen. Zu anderen Zeiten entwickeln
vorwiegend Kinder dieses schwere Krankheitsbild: Im Jahr 2010 zum
Beispiel wurden dem Robert Koch-Institut 65 HUS-Fälle übermittelt, 6
Betroffene waren älter als 18 Jahre.
In
diesem Zusammenhang gibt das RKI folgende Empfehlungen:
- Bisher konnte kein
konkretes Lebensmittel als Infektionsquelle identifiziert werden.
Verbraucher können das Risiko einer EHEC-Infektion aber minimieren,
indem sie alle Lebensmittel vor dem Verzehr ausreichend erhitzen
(Kerntemperatur mindestens 70°C für 10 Minuten). Im Übrigen gelten die
generellen Empfehlungen zur Vermeidung lebensmittelbedingter
Infektionen (Vgl. Bundesinstitut für Risikobewertung, Internet-link
unten).
- Alle Personen mit
Durchfall sollten darauf achten, dass strikte Hände-Hygiene eingehalten
wird, insbesondere gegenüber Kleinkindern und immungeschwächten
Personen.
- Personen mit
blutigem Durchfall sollten umgehend einen Arzt aufsuchen.
- Ärzte sollten bei
diesen Patienten einen EHEC-Nachweis (im Stuhl) anstreben, sie im
Hinblick auf die mögliche Entwicklung eines HUS eng beobachten und bei
ersten Anzeichen eines HUS an geeignete Behandlungszentren überweisen.
Symptome von EHEC-assoziierten HUS-Erkrankungen beginnen innerhalb
einer Woche nach Beginn des Durchfalls. Der Zeitraum zwischen der
Infektion und den ersten Durchfallsymptomen beträgt durchschnittlich
drei bis vier Tage.
- Diagnostizierende
Laboratorien sollten bei Erregernachweis geeignete Proben an das
Nationale Referenzzentrum für Salmonellen und andere Enteritiserreger
am RKI (Standort Wernigerode) zu senden. Labore und Ärzte sind nach
Infektionsschutzgesetz verpflichtet, sowohl mikrobiologisch
nachgewiesene EHEC-Infektionen, als auch das Krankheitsbild des HUS
(auch bereits bei Krankheitsverdacht) unverzüglich an das örtliche
Gesundheitsamt zu melden.
Das HUS ist eine schwere,
unter Umständen tödliche Komplikatione, die bei bakteriellen
Darminfektionen mit sogenannten enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) auftreten kann. Das Vollbild
des HUS ist charakterisiert durch akutes Nierenversagen, Blutarmut
durch den Zerfall roter Blutkörperchen und einen Mangel an
Blutplättchen. Im Jahr 2010 wurden dem Robert Koch-Institut zwei
Todesfälle übermittelt. Die das HUS verursachenden EHEC-Bakterien
werden direkt oder indirekt vom Tier auf den Menschen übertragen. Als
Reservoir gelten Wiederkäuer, vor allem Rinder, Schafe, Ziegen. Die
Übertragung auf den Menschen erfolgt fäkal-oral, wobei die
Erregeraufnahme über den Kontakt mit Tierkot, über kontaminierte
Lebensmittel oder Wasser erfolgt, aber auch durch direkten Kontakt von
Mensch zu Mensch (Schmierinfektion).
Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass rohes Fleisch oder Rohmilch
,die in Zusammenhang mit EHEC häufig als Überträger-Lebensmittel
identifiziert werdendie Ursache des aktuellen Ausbruchs darstellen.
Es treten weiterhin neue Fälle auf. Aktuell kann nicht ausgeschlossen
werden, dass die Infektionsquelle noch aktiv ist. Ein RKI-Team ist vor
Ort in Hamburg, wo bislang rund 30 HUS-Fälle gemeldet wurden, und
untersucht in Zusammenarbeit mit den Hamburger Gesundheitsbehörden das
Geschehen. In den letzten Jahren wurden in Deutschland mehrfach größere
Häufungen von HUS-Erkrankungen gemeldet (allerdings noch nie so viele
Fälle in so kurzer Zeit, und noch nie mit einem Fokus auf Erwachsenen).
Quelle:
Robert-Koch-Institut
http://www.rki.de/cln_178/nn_205760/DE/Home/Info-HUS.html
|
|

|

Das Symposium am
Samstag, 21.Mai 2011 wurde aus terminlichen Gründen abgesagt. Wir
hoffen auf Ihr Verständnis.
|
|
|
|
Die
neuen Hygienezeugnisse für 2011 stehen ab sofort für Sie im
Downloadbereich zur Verfügung
|
|
|
 |

|
|
|
 |
 |
|
 |
NEWSCENTER der Wäscherei Büchele jetzt mit
RSS
Eine kleine Erweiterung
bieten wir jetzt an. Ab sofort können sie unsere Nachrichten und
Meldungen auch als RSS Feed abonnieren.
Damit können Sie sich noch schneller
über neue Artikel informieren.
Viel Spaß - Ihr Team von der Wäscherei
Büchele
|

|
|
 |
Mindestlohn-Entwurf wurde im Bundesanzeiger
veröffentlicht
Der
Entwurf zum Mindestlohn für Wäschereidienstleistungen im Objektgeschäft
wurde am 18. September 2009 im
Bundesanzeiger veröffentlicht. Dies meldet Steffan Rimbach,
Geschäftsführer beim Ostdeutschen Textilreinigungs-Verband (OTV). Der
Bundesminister für Arbeit und Soziales hat den Verbänden eine Frist für
eine Stellungnahme eingeräumt, die am 13. Oktober 2009 endet. Danach
wäre rein rechnerisch, mit der Unterschrift des noch amtierenden
Ministers Scholz und der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt,
frühestens eine Umsetzung ab dem 16.
Oktober 2009 möglich. Einen Tag nach der Veröffentlichung kann
eine Rechtsverordnung Gültigkeit haben, und damit müssen Wäschereien
den Mindestlohn auch zahlen.
Quelle:http://www.wrp-textilpflege.de/
|
|
 |
FLEXIBILITÄTS-NOBELPREIS
10/09:
Auszug aus einem Kundenfax:
[...]
Guten Tag Frau
Büchele-Schurr,
wenn
es einen
Flexibilitäts-Nobelpreis geben würde, müsste ich Sie, Ihr Unternehmen
und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür nominieren lassen.
|
 |
Leider
gibt es
diesen Nobelpreis nicht, aus diesem Grund möchte ich Ihnen ganz
herzlich
für die hervorragende Arbeit an unseren Handspielpuppen Tiger bedanken.
Das Resultat Ihrer
Arbeit
liegt mir vor, und ich kann nur sagen KLASSE!
[...]
|
Anmerkung:
Tiger und seine nun
bald 49.999 Freunde mussten in Rekordzeit gewaschen und wieder verpackt
werden. Eine Arbeit, die das Team von der Wäscherei Büchele anscheinend
zum Wohlgefallen unseres Kunden geschafft hat. |
|
|
 |
MINDESTLOHN
- Merkwürdige
Wohltat
Quelle:
DIE ZEIT ONLINE (Februar
2009)
Trotz
Wirtschaftskrise: Die
Bundesregierung treibt die Mindestlöhne weiter voran – aber nur für
diejenigen, die laut genug schreien
Wenn es nicht um
Millionen Menschen ginge, die zu
Niedrigstlöhnen von vier, fünf oder sechs Euro die Stunde schuften,
könnte man es fast lustig finden. Seit knapp vier Jahren ringt die
Große Koalition mit Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und vor allem
sich selbst um den Mindestlohn. Einig sind sich die Koalitionäre bis
heute nicht, dennoch basteln sie fleißig an immer neuen
Lohnvorschriften. Auf dass ihnen niemand Untätigkeit vorwerfe. In
dieser Woche dürften sie ihren letzten Tätigkeitsnachweis vor der
Bundestagswahl erbringen.
Der Bundesrat soll –
inmitten der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit – neuen
Lohnregeln für eine Reihe von Branchen zustimmen. Für Wachdienste,
Bergbaufirmen, Wäschereien oder Weiterbildungsträger. Zugleich wird er
ein Gesetz verabschieden, das es ermöglicht, praktisch jeder Branche
eigene Lohnsätze vorzuschreiben. Und schließlich steht im Kabinett eine
Entscheidung darüber an, wie auch der angeschlagenen Zeitarbeitsbranche
eine Lohnuntergrenze verpasst werden kann. Was immer dabei herauskommt
– die Bilanz der Bundesregierung beim Thema Mindestlohn ist miserabel.
Schwarz-Rot hat in den vergangenen Jahren ein kafkaeskes System
geschaffen. Einen kaum durchschaubaren Wirrwarr von Einzel- und
Sonderregeln, die weder sozial noch wirtschaftlich begründbar sind.
Allein Macht und protektionistische Interessen erklären seine Struktur.
So läuft diese Politik aber Gefahr, denen nicht zu nützen oder gar zu
schaden, denen sie zu helfen vorgibt: den schlecht organisierten
Geringverdienern.
Vordergründig profitieren
sie von den
Mindestlöhnen – auch wenn der Staat seine Gunst extrem ungleich
verteilt. Wenn etwa ein angelernter Helfer auf dem Bau eine Schippe in
die Hand nimmt, muss er nach geltendem Recht wenigstens 12,85 Euro pro
Stunde erhalten, für Lackierer und Maler reichen hingegen 8,05 Euro. Im
Osten gelten wieder andere Tarife. Nur nicht für Dachdecker, die
überall mit 10,40 Euro korrekt bezahlt sind. Putzfrauen schließlich
haben einen gesetzlich geregelten Anspruch auf 8,15 Euro, wenn sie den
Boden wischen, und 10,80 Euro, wenn sie Fenster reinigen (jeweils
West). Wobei das wiederum nur gilt, sofern sie bei einer
Reinigungsfirma angestellt sind – überall sonst darf zu beliebig
niedrigen Lohnsätzen gefeudelt werden.
Wie
solche bizarren Regeln entstehen, zeigt sich mustergültig an den
Wäschereien, die jetzt einen Mindestlohn bekommen. Vorangetrieben hatte
das ein Verband, in dem 17 zum Teil weltweit agierende Großbetriebe
organisiert sind. Mit einem geplanten Mindestlohn von 9,20 Euro hätte
er viele kleinere Konkurrenten an den Rand gedrängt, die mit weniger
Maschinen und mehr Personal arbeiten – ganz nach dem Muster von
Postchef Klaus Zumwinkel, der mithilfe des Mindestlohns unliebsame
Konkurrenz klein hielt. Im Fall der Wäschereien wehrte sich allerdings
ein etablierter Verband von 250 Mittelständlern. Das Ergebnis ist ein
halbgarer Kompromiss: Der ohnehin bei den kleineren Firmen geltende
Tariflohn wird kaum verändert zum Mindestlohn erklärt (West 7,51 Euro,
Ost 6,36 Euro), wobei es allerdings – aufgepasst! – darauf ankommt, ob
jemand hauptsächlich privat getragene Hosen bügelt oder beruflich
genutzte Beinkleider, denn das Lohnlimit gilt nur in Wäschereien, die
sich eher um Berufskleidung oder Hotelwäsche kümmern und nicht mehr als
20 Prozent ihres Umsatzes mit Privatkunden erzielen. Alles klar?
Man kann
solche abstrusen Regeln als Schönheitsfehler abtun, wie auch die
irrsinnig aufwendige Kontrolle solcher Vorschriften. Schwerer wiegt,
dass der Einsatz eines heiklen arbeitsmarktpolitischen Instruments
letztlich vom Lobbyismus einzelner Branchen abhängt. Dieses Vorgehen
ist intransparent, führt manchmal zu gar nichts (etwa bei Friseurinnen,
für die bis heute kein Mindestlohn gilt), kann aber auch viel Schaden
anrichten. Denn zu hoch gesetzte Mindestlöhne treiben Menschen erst
recht in die Armut, wenn sie ihren Job verlieren. Das ist keine
neoliberale Angstmache, sondern begründete Sorge selbst jener Ökonomen,
die Mindestlöhne bejahen.
Man muss dazu nicht
auf internationale Untersuchungen verweisen. Inzwischen belegen seriöse
Studien auch hierzulande diese Gefahr. Zum Beispiel für den Bau: Dort
hat die vor zehn Jahren eingeführte Lohnuntergrenze die
Beschäftigungschancen ostdeutscher Bauarbeiter deutlich verschlechtert,
und zwar unabhängig von der jeweiligen Konjunkturlage. Das ergab eine
Untersuchung von Joachim Möller, dem Chef des Instituts für
Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg, einem erklärten
Mindestlohn-Befürworter. Das staatlich fixierte Bau-Gehalt lag im Osten
im Verhältnis zum normalen Marktlohn viel zu hoch, weit über dem
vergleichbaren Maß im Westen oder in anderen Ländern. Die
Branchenverbände und den Staat hat das nicht gekümmert.
So genau schaut die
Öffentlichkeit sowieso nicht hin. Hauptsache, es wird etwas getan gegen
Hungerlöhne. Wer aber den Schwächsten wirklich helfen will, darf es
sich nicht so leicht machen. Leider gibt es keine Formel für den
richtigen Mindestlohn. Der Freiburger Ökonom Bernd Fitzenberger spricht
vom »Topfschlagen«, das nötig sei, um ihn zu finden. Das klingt
abfällig, heißt aber: Man muss sich vorsichtig herantasten. Ohne
schrittweise Kontrolle einfach loszustürmen ist fahrlässig. Es ist erst
recht gefährlich in einer Krise, die ohnehin Millionen Jobs gefährdet.
Dass es anders geht,
zeigt das britische Beispiel.
Dort wurde vor zehn Jahren ein für alle geltender Mindestlohn äußerst
vorsichtig, also auf niedrigem Niveau eingeführt. Seither überwacht
eine Kommission aus Arbeitgebern, Gewerkschaftern und unabhängigen
Wissenschaftlern seine Wirkung. Sie prüft, ob der Mindestlohn
eingehalten wird und ob er Jobs kostet, sei es auch nur in einzelnen
Regionen, Branchen oder Berufsgruppen. Außerdem empfiehlt sie, bisher
immer einstimmig, um welchen Betrag der Lohn (zurzeit 6,55 Euro) erhöht
werden soll. Auch so – transparent, sehr systematisch und eigentlich
ziemlich deutsch – kann man Politik machen. Nur wohl nicht in der
hiesigen Großen Koalition. |
|
 |
Braut
randaliert in Wäscherei
Ihr Kleid
war weg, die Braut sah
rot: Zwei Tage vor ihrer Hochzeit erfuhr eine Frau in einer Osnabrücker
Wäscherei, dass die kostbare Robe gestohlen wurde. Sie flippte aus -
und musste von der Polizei gestoppt werden.
Osnabrück,
17.09.2009 - 15 Jahre lang hatte die Braut ihr Kleid für
den wichtigsten und schönsten Tag in ihrem Leben im Schrank hängen -
schließlich hatte sie sich damals sofort in den Traum aus Weiß mit der
fünf Meter langen Schleppe verliebt. Wenige Wochen vor ihrer Trauung am
9.9.2009 gab sie das gute Stück in eine Reinigung in Osnabrück - und
musste beim Abholen, zwei Tage vor der Hochzeit, einen harten Schlag
hinnehmen:
Das Kleid war gestohlen worden. |
 |
|
Die Kundin
tobte, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" nun berichtete. Sie schrie
demnach den Besitzer an und riss Wäsche vom Ständer. Aus Angst rief
eine Mitarbeiterin die Polizei, die Beamten mussten die aus Brasilien
stammende Frau zu sechst aus dem Geschäft befördern. Auch eine
Beruhigungsspritze wurde ihr verabreicht. "Sie ist da wohl richtig
ausgerastet", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.
Der Wäschereibesitzer hatte gut eine Woche zuvor
den Diebstahl der Polizei gemeldet. Laut Zeitungsbericht hatte er weder
Adresse noch Telefonnummer seiner Kundin, so dass er diese nicht
darüber informieren konnte - bis sie kurz vor dem Trautermin in seinen
Laden kam.
Dem Wäschereibesitzer ist die Sache höchst
unangenehm - in 30 Jahren sei ein solcher Fall noch nie vorgekommen,
sagte er der Zeitung. Den materiellen Schaden wolle er ersetzen. Der
Wert des Brautkleides muss dem Bericht zufolge anhand eines Fotos
geschätzt werden, da es keine Quittung mehr gibt. Der Braut zufolge hat
das Kleid mehrere tausend Mark gekostet. Die Versicherung der Wäscherei
übernimmt den Schaden nicht, da die Tür zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt
offenstand und sich kein Mitarbeiter vorn im Laden befand, wo das
Brautkleid hing.
Für die Trauung musste sich die Braut ein Kleid
leihen.
Quelle:
Spiegel-Online |
|
 |
WäschereiINFORMATION
In unserem Download-Center
(im
grauen Navigations-Menue auf der rechten Seite) finden Sie viele
nützliche Vordrucke und Informationen zum herunterladen.
Bitte
helfen Sie mit Ihre Reklamationen und Anfragen schneller zu bearbeiten,
indem Sie unsere Vordrucke verwenden.
Sollten
Sie Fragen oder Anregungen haben, oder einmal kein passendes Formular
finden können, zögern Sie nicht uns umgehend zu informieren. Wir helfen
Ihnen gerne weiter.
Ihre
Kundenbetreuung |
|
 |
Schweinegrippe
(H1N1): Mehr Kranke
Am Dienstag (21.07.09), 15 Uhr,
verzeichnete das Robert-Koch-Institut (RKI) 1818 Fälle von
Schweinegrippe. 24 Stunden vorher waren es noch 1555, vor einer Woche
erst 834 Fälle.
Die aktuelle Zunahme wird laut RKI
hauptsächlich
durch Reiserückkehrer verursacht, die meisten kämen aus Spanien zurück.
Die Mehrzahl der Fälle verlaufe weiter mild, sagte RKI-Vizepräsident
Reinhard Burger dem Südwestrundfunk. Da eine weitere massenhafte
Verbreitung zu erwarten sei, steige zwangsläufig aber auch die Zahl der
schweren Verläufe. Neben regelmäßigem Händewaschen rät er, Augen, Nase
und Mund nicht mit den Händen zu berühren.
Quelle:
Welt Online |
|
 |
Arbeiten
am Hallenanbau kommen gut voran
Der
Hallenanbau an die bestehenden Produktionsflächen kommt wie geplant gut
voran. Durch die Erweiterung wird nicht nur neue Produktionsfläche
gewonnen, sondern vor allem bestehende Arbeitsabläufe werden durch
Umstrukturierungsmaßnahmen optimiert. Nach Abschluss der Bauarbeiten,
kann die Wäscherei Büchele noch effizienter zum Wohle ihrer Kunden
arbeiten.
|
 |
|

Unterhaltung |
Sommerzeit
- Reisezeit
Wie gut kennen
Sie sich aus auf unserer Welt?
Testen Sie Ihren
Travellers IQ....
Viel Erfolg - Wir haben schon
einmal vorgelegt... |
|
|
|
|
|
|